Versicherungsschutz für Ehrenamtler

So sind Flüchtlingshelfer auf der sicheren Seite

Ehrenamtliche Helfer

Verbraucher | Volle Kanne - Versicherungsschutz für Ehrenamtler

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Kleidung für Flüchtlinge sortieren, Deutschkurse organisieren, Amtsgänge begleiten: Die Bereitschaft Flüchtlingen zu helfen ist groß. Viele Menschen packen mit an und engagieren sich ehrenamtlich. Doch wie sieht es eigentlich mit der Versicherung aus? Wer zahlt, wenn einem Helfer etwas zustößt?

Wie bei anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten auch, genießen Flüchtlingshelfer den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Um im Ernstfall abgesichert zu sein, muss der ehrenamtliche Hilfseinsatz über die Kommune, die Kirche oder Wohlfahrtsverbände organisiert sein, zumindest aber mit deren Billigung geschehen. „Das heißt also, dass Einsätze und Einsatzorte von der Kommune selbst oder von ihr beauftragten Vereinen oder Einrichtungen festgelegt werden müssen“, erklärt Philipp Opfermann, Versicherungsfachmann der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Zumeist werden Listen ausgelegt, in die sich Flüchtlingshelfer eintragen können. Damit lässt sich nachvollziehen, ob ein Helfer tatsächlich aktiv gewesen ist.

Was von der Versicherung übernommen wird

Der Leistungsumfang der gesetzlichen Versicherung hänge vom erlittenen Schaden ab, erklärt der Versicherungsfachmann. „Typischerweise sind das zunächst die Behandlungskosten beim Arzt oder im Krankenhaus, zum Beispiel nach einem Unfall während der ehrenamtlichen Tätigkeit oder auf dem Weg dorthin.“ Die Unfallversicherung decke auch notwendige Reha-Maßnahmen sowie einen durch den Unfall verursachten Verdienstausfall in Form von Entgeltersatzleistungen ab, so der Experte. „Bleiben dauerhafte Schäden, kann auch Verletztenrente gezahlt werden. Verstirbt der Versicherte gar, sind auch Rentenleistungen für die Hinterbliebenen möglich.“

Kommt ein Flüchtling durch die Tätigkeit eines Flüchtlingshelfers zu Schaden, springe in der Regel die Haftpflichtversicherung der Trägerorganisation ein – also die Versicherung des Vereins, der Organisation oder der Kommune. „In vielen privaten Haftpflichtversicherungsverträgen sind aber auch ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement mitversichert, sodass dann die eigene Versicherung übernimmt“, erklärt Opfermann.

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