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Fit und gesund durch die Kälte

Verbraucher | Volle Kanne - Fit und gesund durch die Kälte

Die Kältewelle hat Deutschland im Griff. Damit Sie die kalten Tage gut überstehen, gilt vor allem: warm einpacken und raus an die frische Luft. Mit den folgenden Tipps stärken Sie Ihr Immunsystem, schützen die Haut und wärmen Ihren Körper von Innen.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.02.2019, 09:05

Bei kalten Temperaturen ist regelmäßige Bewegung wichtig. Wer im Winter die ganze Zeit drinnen hockt, tut seinem Körper keinen Gefallen. Die Abwechslung zwischen Wärme und Kälte trainiert den Kreislauf und stärkt das Immunsystem – ein ähnlicher Effekt wie bei der Sauna. Wer joggen möchte, sollte sich warm einpacken, am besten mit atmungsaktiver Kleidung. Wichtig ist, die Luft nicht eiskalt durch den Mund einzuatmen. Lieber durch die Nase und durch einen Schal hindurch atmen.

Frau legt ihrer Tochter einen Schal um den Hals.
Bei kalten Temperaturen gilt: warm einpacken. Quelle: imago

Gerade bei frostigen Temperaturen sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden: Hut oder Mütze dürfen dabei nicht vergessen werden, da am Kopf ein großer Teil der Körperwärme verloren geht. Nase, Ohren, Finger und Zehen sind besonders anfällig für Erfrierungen. Das sogenannte Zwiebelprinzip hat sich bewährt: Über warmer Unterkleidung sollten mehrere Schichten Kleider getragen werden. Das ermöglicht es, sich besser an die Außentemperatur anzupassen. Generell sollte die Gefahr von Erfrierungen nicht unterschätzt werden – vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit oder bei starkem Wind.

Bei Kälte schlechter durchblutet

Nasskalte Tage spüren viele Menschen in den Gelenken, besonders im Winter. Dafür verantwortlich sind in vielen Fällen Virusinfekte, Arthrosen oder entzündliche Gelenkerkrankungen wie Rheuma oder Gicht. Experten bestätigen zwar Zusammenhänge zwischen der Schmerzintensität und plötzlichen Wetteränderungen, die mit abnehmender Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit und sinkendem Luftdruck einhergehen. Warum aber Kälte und Nässe den Gelenken zusetzen, ist wissenschaftlich noch nicht belegt.

Bei niedrigen Temperaturen verengen sich zudem die Blutgefäße, es wird weniger Blut transportiert, damit weniger Wärme abgegeben wird. Die verminderte Durchblutung führt dazu, dass Menschen bei Kälte blass im Gesicht sind und die Gliedmaßen weiß werden. Bei weiterer Kälteeinwirkung bilden sich in den Zellen Eiskristalle, die roten Blutkörperchen klumpen zusammen, was eine noch schlechtere Durchblutung und im schlimmsten Fall ein Absterben des Gewebes zur Folge hat. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen wie Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), da deren Blutzirkulation ohnehin eingeschränkt ist. Auch im Schnee spielende Kinder nehmen die Kälte häufig nicht wahr und sollten nicht zu lange bei tiefen Temperaturen draußen sein.

Pflegetipps bei Kälte

Frau cremt ihre Hände mit Creme ein.
Die Haut wird bei Kälte besonders beansprucht. Quelle: imago

Die Haut ist bei Kälte mitunter großen Temperaturschwankungen ausgesetzt: Bis zu 30 Grad Unterschied können zwischen der warmen Luft in geheizten Räumen und der frischen Luft im Freien bestehen. Das belastet die Haut. Durch die Kälte wird die Haut weniger durchblutet, sie bildet weniger Talg. Die Folge: Die Haut trocknet aus, spannt, juckt, ist gerötet und verliert an Geschmeidigkeit. Die Trockenheit der Luft in beheizten Räumen verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich. Gerade die empfindliche Gesichtshaut ist Wind, Kälte und Sonne besonders intensiv ausgeliefert und muss richtig gepflegt werden. Alkoholhaltige Produkte sollte man im Winter daher generell vermeiden, da sie der Haut Feuchtigkeit entziehen. Bei rauen Stellen auf der Haut sollte man im Winter auch keine Peelings verwenden, denn sie greifen den natürlichen Schutzmantel der Haut an.

Bereits bei der Reinigung der Haut gibt es einiges zu beachten: Auf zu langes und zu heißes Baden sollte man verzichten. Das trocknet die Haut noch weiter aus. Pflegende ölhaltige Bäder helfen, die Feuchtigkeit der Haut zu bewahren. Körperlotionen sollten idealerweise nach dem Duschen oder Baden aufgetragen und einmassiert werden. Im Winter sollte man Cremes und Lotionen mit einem höheren Fettgehalt oder auch harnstoffhaltige Produkte (Urea) verwenden, da sie helfen, Feuchtigkeit zu speichern. Den wichtigsten Schutz vor roten und rissigen Händen bieten Handschuhe. Regelmäßig, insbesondere nach dem Waschen, sollten die Hände mit einer rückfettenden Creme gepflegt werden. Sind die Hände stark beansprucht, können auch Salben mit Glycerin oder Dexpanthenol helfen. Pflegeprodukte mit Glycerin, Bienenwachs oder pflegenden Ölen bieten der Lippenhaut Schutz und machen sie wieder geschmeidig.

Das Immunsystem stärken

Die Kälte stellt für den Körper eine große Herausforderung dar. Der Organismus muss sich gegen grippale Infekte schützen und der Kälte trotzen. Deshalb benötigt der Körper Unterstützung - durch Vitamine aus Früchten und Pflanzenstoffen, die besonders in Gewürzen reichlich vorhanden sind. Scharfe Gewürze wie Chili, Pfeffer, Paprika oder Ingwer wärmen von innen und verbessern den Blutfluss. Chili kurbelt die Durchblutung speziell im Magen-Darm-Bereich an. Scharf gewürzte Speisen durchbluten zudem die Nasenschleimhaut besser: Der Schleim bleibt so flüssiger und kann besser abtransportiert werden. Die scharfen Gewürze wirken allesamt antibakteriell, schützen also Magen und Darm vor Erkrankungen und somit unser gesamtes Immunsystem.

Auch von innen kann man dem Körper durch die kalte Jahreszeit helfen. Viel trinken ist wichtig, um die Zellen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Luftbefeuchter oder Schälchen mit Wasser auf den Heizkörpern erhöhen den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin helfen der Haut zusätzlich von innen heraus.

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