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Gute Fette, böse Fette

Tipps von Brigitte Bäuerlein

Kochlöffel mit Butter

Verbraucher | Volle Kanne - Gute Fette, böse Fette

Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein erklärt, welche Fette der Gesundheit förderlich und welche ihr abträglich sind.

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Kochlöffel mit Butter
Kochlöffel mit Butter
Quelle: imago/CTH Photo

Fett hat einen schlechten Ruf: krank soll es machen – und dick sowieso. Das seien Vorurteile, so Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein. Zum Thema krank machen sagt sie: „Fett ist lebenswichtig. Der Stoffwechsel benötigt es, um Hormone herzustellen oder Nährstoffe besser zu verwerten. Fettsäuren wirken auch anti-entzündlich und unterstützen unser Immunsystem, sie sorgen für eine gute Haut und schützen vor Infektionskrankheiten.“ Und zum Thema dick machen sagt sie: „Wir alle essen fettarm und werden immer dicker. Bei Light-Alternativen werden Fette meist durch Kohlenhydrate ersetzt, in Form von Zucker. Fett macht schnell und länger satt, wegen der längeren Magenverweildauer. Ungünstig sind Kombinationen wie Fett und viel Zucker.“

Schädliche Transfette

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Bratfette können schädliche Transfette enthalten.
Quelle: ZDF

Bestimmte Fettsäuren, so Bäuerlein weiter, seien der Gesundheit und Schlankheit zuträglich, da sie Zucker- und Blutfettwerte senken würden. Fettsäuren wie Omega 3 oder Omega 6 könne der Körper aber nicht herstellen, man müsse sie deshalb über die Nahrung zuführen: „Sie stecken zum Beispiel in Leinöl, Leindotteröl oder Arganöl, in Nüssen und den Ölen daraus, sowie in grünem Blattgemüse.“ Zur Mäßigung rät sie aber beim Verzehr von Fisch, der ebenfalls Omega-3-Fettsäuren enthält: „Der tägliche Verzehr von Fisch ist aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll. Es ist erwiesen, dass sehr fettreiche Fische oftmals eine hohe Schadstoffbelastung haben.“ Das gelte entsprechend auch für die aus ihnen hergestellten Fischölkapseln. Bei derartigen Nahrungsergänzungsmitteln käme zudem das Risiko einer Überdosierung von Omega-3-Fettsäuren hinzu: „Das kann zu einer Schwächung der Immunabwehr, zu einer erhöhten Blutungsneigung oder zu einem Anstieg des LDL-Cholesterinspiegels führen.“ Man solle solche Kapseln daher nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen, mahnt Bäuerlein.

Möglichst meiden solle man industriell gehärtete Fette, die sogenannten Transfette: „Sie mehren das ‚schlechte‘ LDL-Cholesterin im Blut und mindern das ‚gute‘ HDL-Cholesterin. Das Risiko für Koronarerkrankungen steigt.“ Transfette seien beispielsweise in Streich-, Back- und Bratfetten und somit auch in Keksen oder Chips enthalten.

Verdaulich und bekömmlich

Brigitte Bäuerlein zieht die Butter der Margarine vor: „Butter enthält zwar gesättigte Fette. Aber Butter ist ein natürliches Produkt mit leicht verdaulichen und bekömmlichen Fetten.“ Vor allem Biobutter aus Weidehaltung sei empfehlenswert: „Das Futter für die Kühe beeinflusst stark die Zusammensetzung der Fettsäuren.“

Eigentlich sehr gesund seien naturbelassene, kalt gepresste Öle, da diese einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren enthalten. Allerdings würden in einigen von ihnen bei großer Hitze wiederum Transfettsäuren entstehen: „Zum Braten sollten deshalb hitzestabile Sorten wie Rapsöl oder Erdnussöl verwendet werden.“

Für alle Öle gleichermaßen gelte, dass man sie am besten in dunklen Glasflaschen kaufe: „Aus Kunststoffflaschen können sich Weichmacher lösen – und das im Öl enthaltene Vitamin E ist lichtempfindlich.“ Außerdem sollte Öl möglichst aus dem Bioanbau stammen: „Dann ist es frei von Pestiziden.“

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