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Neue Indoor-Pflanzen-Trends

Verbraucher | Volle Kanne - Neue Indoor-Pflanzen-Trends

2018 wird grün, denn Zimmerpflanzen sind derzeit richtig in. Pflanzen-Expertin Anja Koenzen zeigt die neuesten Trends aus der großen weiten Pflanzenwelt.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.03.2019, 09:05

Die traditionsreiche japanische Kunst des Kokedama bedeutet übersetzt „Moosball“ und wird derzeit immer beliebter. Pflanzen können so in überraschender Weise und vor allem auch platzsparend präsentiert werden.

Ursprünglich stammen Kokedama aus der Bonsai-Tradition und galten in Japan als Bonsai der armen Leute, die sich die aufwändigen kostspieligeren Bonsai-Gefäße nicht leisten konnten. Zudem benötigt ein wertvoller Bonsai viele Jahre der Schnittkunst und Pflege, ein Kokedama ist dagegen ad hoc herzustellen.

Herstellung des Kokedama

Pflege des Kokedama

Hin und wieder sollte man das Gewicht und die Feuchtigkeit des Kokedama überprüfen. Sobald das Moos beginnt auszutrocknen, sollte der Moosball in eine Schüssel mit Wasser gelegt werden. Je nach Größe des Balls kann das vollsaugen mit Wasser 15-30 Minuten dauern.

Bei Moos ist es Vorteilhaft es zusätzlich mit Wasser zu besprühen. Das Kokedama eignet sich als Kultivierungsmethode besonders gut für epiphytisch wachsende Pflanzen, wozu einige Orchideen aber auch Farne gehören. Bei ihnen ist es wichtig, dass das Substrat im Moosball ausreichend locker und luftdurchlässig ist..

Ein ganzer Garten im Glas auf der Fensterbank

Wer keinen Garten oder Balkon hat, kann sich das Grün in Miniaturformat ins Haus holen. Immer beliebter werden kleine gestalterische Garten-Kompositionen – ein Trend, der in England schon länger anhält, so Anja-Koenzen. Dort kann man ähnlich wie bei den Modelleisenbahnen auch die Gartenausstattung wie kleine Bänke oder Tische im Kleinformat kaufen. Mittlerweile gibt es sogar extra Gartenwerkzeug, mit dem man in den Glasbehältern gärtnern kann.

In Moos eingebettete Glockenblumen
In Moos eingebettete Glockenblumen Quelle: imago/blickwinkel

So ein Mini-Gartenkunstwerk hat nicht nur einen ästhetischen Reiz, sondern für manchen auch eine entspannende Wirkung: die Gartenarbeit bietet die Möglichkeit, sich darin zu vertiefen und vom Rest der Welt mental abzuschalten, schwärmt die Pflanzenexpertin.

Die besondere Welt der Zimmerfarne

Ganz anders als Sukkulenten und Kokedama, sind dagegen die Farne. Diese benötigen zwar viel Feuchtigkeit, gedeihen dafür aber auch an lichtarmen Plätzen, wo andere Zimmerpflanzen schlapp machen. In der Natur wachsen die Exoten unter den Farnen oft in Regenwäldern, an Flussufern, auf bemoosten Steinen oder auf Baumstämmen. In unseren Wohnungen stehen Zimmerfarne gerne hell bis schattig, lehnen jedoch direktes Sonnenlicht ganz klar ab.

Als Pflanzen der Wälder haben sie einen geringeren Lichtbedarf und eignen sich daher gut als Zimmerpflanze für nicht ganz so helle Standorte. Allerdings benötigen sie eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die üblichen Zimmertemperaturen zwischen 16 und 22 Grad entsprechen perfekt den natürlichen Ansprüchen der Farne aus den Tropen. Zwar schmücken sich diese Pflanzen nicht mit Blüten, dafür haben sie attraktive Blätter, die sogenannten Wedel. Diese sind entweder einfach oder mehrfach gefiedert, hin und wieder aber auch riemenförmig. Die Variationen bei ihren Wuchsformen sind faszinierend und mannigfaltig.

Vielfältige Zimmerfarne

Die Vielgestaltigkeit der Farne ist immens. Ob fast schon palmartige Wedel, weit ausladende Trichter oder feinst zerteilte Wedel, die extrem zart erscheinen, für jeden Geschmack ist bei den Farnen etwas dabei. Einige Farne wachsen epiphytisch, was sie perfekt für spannende Gestaltungen in Innenräumen macht.

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