Welttag der Handhygiene

Durch die Corona-Pandemie ist das Bewusstsein für gründliches Händewaschen geschärft worden. Am Welttag der Handhygiene wollen wir wissen, ob die Deutschen alle Hygieneregeln kennen, zumal diese nicht nur in Pandemiezeiten wichtig sind.

4 min
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05.05.2021
05.05.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.05.2022

Schmierinfektion

Bei einer Schmierinfektion werden Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze mit den Händen über die Schleimhäute in den Körper eingebracht. Die typischen Übertragungswege sind dabei Augen, Mund oder Nase nach der Berührung mit den Händen.

Im Zuge der Corona-Pandemie steht die Übertragung durch Aerosole über die Luft als häufigster Übertragungsweg im Mittelpunkt. Coronaviren können aber auch über den Übertragungsweg der Schmierinfektion in den Körper gelangen; zum Beispiel nach dem Händeschütteln. Auf öffentlichen Kontaktflächen nimmt die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Coronavirus anzustecken zwar ab, sie ist aber dennoch durchaus gegeben. Umso wichtiger bleibt eine gewissenhafte Händehygiene.

Richtig Händewaschen

Beim Händewaschen spielt Regelmäßigkeit eine entscheidende Rolle, da Krankheitserreger nicht mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Zudem sollte man zu folgenden Anlässen die Hände gründlich waschen:
- nach dem nach Hause kommen,
- nach dem Kontakt mit anderen Personen oder Tieren,
- nach dem Toilettengang,
- nach dem Kontakt mit dem Hausmüll,
- nach dem Husten, Niesen oder Naseputzen.

Besonders wichtig ist auch, sich die Hände vor der Einnahme von Medikamenten oder Mahlzeiten zu waschen. Wer sich die Hände wäscht, sollte auf Gründlichkeit in fünf Schritten achten.

Wer sich gut die Hände waschen will, muss sich nicht verbrühen. Die Wassertemperatur beim Waschvorgang hat keinen Einfluss auf das Abtöten von Erregern wie Viren, Bakterien oder Pilzen und sollte angenehm ausgewählt werden. Vielmehr ist eine ausreichende Dosierung des Waschpräparats wichtig. Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass so genannte antimikrobielle Waschsubstanzen besser wirken als herkömmliche Seifen. Zu häufig sollte man sich die Hände aber auch nicht waschen, da der Säureschutzmantel der Haut zerstört werden kann. Empfohlen wird insgesamt nicht mehr als sechsmal am Tag.

Weitere Maßnahmen

Ein Mitarbeiter des Landtages von Baden-Württemberg wäscht sich neben einer Flasche Desinfektionsmittel die Hände
Corona-Regeln am Arbeitsplatz: Desinfektion der Hände
Quelle: dpa

Eine Desinfektion der Hände wird weiterhin als gute Alternative zum Händewaschen oder Ergänzung empfohlen. Einerseits sind Desinfektionsmittel geeignet, um Erreger wie Viren, Bakterien oder Pilze abzutöten, weil sie deren Zellstruktur zerstören können. Andererseits gibt es nicht überall eine Möglichkeit, sich die Hände zu waschen. Ein Fläschchen Desinfektionsmittel ist für unterwegs ein guter und sicherer Begleiter.

In vielen Supermärkten und Drogerien werden mittlerweile Baumwollhandschuhe angeboten, die mit unterschiedlichen Metallen behandelt wurden. Sie sollen eine antivirale oder antibakterielle Wirkung haben. Ihr Nutzen ist allerdings noch nicht ausreichend in wissenschaftlichen Studien belegt.

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