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Unterricht per Smartphone-App

Chancen und Risiken durch E-Learning

Computer, Laptop und Smartphone haben längst Einzug ins Klassenzimmer gefunden – Lernen wird digital. Viele Eltern stehen den neuen Lernmethoden skeptisch gegenüber, verbringen die Kids doch ohnehin schon viel Zeit mit Handy und Co.

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15.02.2017
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Den Unterricht mit digitalen Medien zu gestalten, ist Alltag an immer mehr Schulen in Deutschland. Während der PC schon längst zur Standard-Ausrüstung gehört, gehen einige Schulen noch einen Schritt weiter: Sie stellen Schülern spezielle Lern-Apps zur Verfügung, die auf den eigenen Geräten verwendet werden können. E-Learning lautet das Zauberwort.

Diplom-Psychologe Dietmar Langer glaubt, dass der Zugang zu Wissen durch E-Learning spielerischer und interessanter werden kann. Allerdings warnt er davor, darin das Allheilmittel zu sehen: Die Digitalisierung sei nicht das Nonplusultra, sie könne auch keinen Lehrer ersetzen. „Denken hat etwas mit der Fähigkeit zu tun, Probleme zu lösen. Dazu braucht es auch einen Lehrer. Er ist der Motivator“, so Langer. Gelinge es dem Lehrer, die Schüler für einen Stoff zu begeistern, sei dies ein wichtiger Grundstock. Dann könnten digitale Medien auch unterstützend eingesetzt werden.

Feste Zeiten etablieren

Handys und Smartphones eröffnen zahlreiche neue Möglichkeiten, die Informationsflut könne aber auch Stress verursachen. Die Smartphonenutzung sollte daher beschränkt werden. Je nach Alter des Kindes hält Langer ein bis zwei Stunden täglich für angemessen. „Ich würde dies aber immer vom Verhalten des Kindes abhängig machen. Ist ein Kind völlig gestresst, sollte man das noch stärker begrenzen.“ So könne man zum Beispiel nach der Schule eine Art Daddelzeit etablieren, auf die eine lange Smartphonepause folgt. Auch beim Zubettgehen sollte das Smartphone tabu sein. „Mit Beginn der Pubertät sollte abends das Handy abgegeben werden“, so der Diplom-Psychologe.

Man dürfe nicht unterschätzen, dass die Smartphonenutzung bei Kindern und Jugendlichen einen starken Suchteffekt auslösen könne. Vor diesem müsse man die Kinder schützen, denn Störungen aufgrund des Medienkonsums nehmen zu, sagt Langer. „Kinder, die zu viel daddeln, bekommen Konzentrations- und Ausdrucksprobleme. Da gehen Fertigkeiten verloren.“

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