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Tabuthema weibliche Sterilisation

Kinder zur Welt bringen - kann ich das? Will ich das? Diese Fragen stellt sich früher oder später fast jede Frau. Wer das ganz sicher nicht will, kann sich sterilisieren lassen. Doch besonders junge Frauen bekommen oft Steine in den Weg gelegt.

5 min
5 min
19.11.2020
19.11.2020
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.11.2021

Nur wenige deutsche Frauenärzt*innen führen Sterilisationen generell und insbesondere bei Frauen unter 35 durch, die noch keine Kinder geboren haben. In machen Fällen ist sogar ein psychologisches Gutachten Voraussetzung.

Risiken

Eine Sterilisation ist ein Routineeingriff und verläuft in den allermeisten Fällen komplikationsfrei, birgt aber wie jede OP Risiken wie beispielsweise Blutungen, Verletzungen von Blutgefäßen oder Störungen bei der Wundheilung. Wird die Sterilisation nicht ordnungsgemäß durchgeführt, kann es auch zur Befruchtung einer Eizelle und damit zu einer Eileiter‑ oder Bauchhöhlenschwangerschaft kommen.

Krankenhausaufenthalt

Ein Eingriff per Laparoskopie wird in der Regel ambulant vorgenommen, sodass nach ein paar Stunden im Aufwachraum direkt nach Hause gegangen werden kann.
Nach einem Eingriff per Bauchschnitt oder Kaiserschnitt bleiben Patientinnen ein paar Tage im Krankenhaus. Die Kosten für die OP werden von der Krankenkasse nur übernommen, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. In der Regel muss eine Sterilisation aus eigener Tasche bezahlt werden und kostet beim ambulanten Eingriff rund 900 Euro, kann aber je nach Art des Eingriffs auch deutlich teurer sein. 

Verhütungsmethode

Eine Sterilisation ist eine sehr sichere Verhütungsmethode. Allerdings besteht vor allem bei jung sterilisierten Frauen nach Jahren noch die geringe Möglichkeit einer so genannten Rekanalisation. Dabei bildet sich zwischen Uterus und Eierstock unbemerkt eine neue Verbindung, die eine Schwangerschaft ermöglichen kann. Nach einem Kaiserschnitt ist das Risiko dafür leicht erhöht, da der Körper nach einer Geburt quasi "auf Heilung programmiert" ist. Werden die Eileiter komplett entfernt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Rekanalisation und somit Schwangerschaft verschwindend gering. Wer ganz sicher gehen möchte, kann sich die Eileiter komplett entfernen lassen.

Refertilisierung

Grundsätzlich lässt sich eine Sterilisation bei Frauen nur bei einer Durchtrennung, bzw. Verödung der Eileiter rückgängig machen. Je mehr vom Eileiter vorhanden ist und je jünger die Person, desto wahrscheinlicher ist der Erfolg dieser Refertilisierung. Die Chancen auf eine anschließende Schwangerschaft liegen je nach Ausgangssituation zwischen 30 bis 70 Prozent. Wie schnell und ob eine Schwangerschaft eintritt, hängt sowohl vom eigenen Alter und Fruchtbarkeit als auch der des Partners ab. Alternativ kommt eine künstliche Befruchtung infrage.

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