Sie sind hier:

Schulkinder im Straßenverkehr

Helikopter-Eltern gefährden die Sicherheit

Bild Schulweg

Helikopter-Eltern wollen ihre Kinder vor den Gefahren des Alltags schützen - auch auf dem Schulweg. Doch oft wäre weniger mehr.

28.09.2017
28.09.2017
Video leider nicht mehr verfügbar

Zu den Helikopter-Eltern gehören auch die Eltern, die den Nachwuchs zur Schule chauffieren – und zwar nicht auf einen eventuell vorhandenen Parkplatz oder bis zur letzten Kreuzung vor der Schule, sondern direkt vors Schultor.

„Ich habe Angst um die Sicherheit meines Kindes“

Fragt man nach Gründen für die Fahrten im Dienste des Nachwuchses, hört man von den Eltern oft: „Ich habe Angst um die Sicherheit meines Kindes.“ Spricht man hingegen mit Polizeibeamten, verweisen die auf die extrem niedrige Anzahl von Unfällen mit Kindern, die zu Fuß zur Schule unterwegs sind. Viel problematischer seien jedoch Situationen, die durch den elterlichen Bringdienst verursacht würden.

Schulen liegen oft in verkehrsberuhigten Zonen, aus denen der Verkehr eigentlich herausgehalten werden soll. Vor dem Unterrichtsbeginn sowie unmittelbar danach ist das Umfeld der Schulen drastisch von Autos überfüllt, die je nach Größe beim Wenden jede Menge Platz brauchen. Dann sind es auch noch raumgreifende Geländefahrzeuge, selten Kleinwagen. In Stuttgart fuhr eine Helikopter-Mutter vor kurzem sogar einen Schulweghelfer an.

Was kann man dagegen tun?

Der Einfluss der Schulen auf diese Helikopter-Eltern ist begrenzt – was außerhalb der Schulmauern passiert, kann ein Rektor nicht beeinflussen. Vor manchen Schulen kann vor Schulbeginn die Straße gesperrt werden, damit die Eltern nicht bis direkt vor die Schule fahren können, aber diese Maßnahme ist an den wenigsten Schulen möglich. Sie liegen oft an Straßen, die zu anderen Gebäuden führen.

Polizei, ADAC und Schulleitungen appellieren durch Flyer, Elternabende und besondere Aktionen an die Eltern, die Kinder mehr laufen zu lassen und das Verkehrschaos vor den Schulen somit einzustellen.

Aktionstage

Ein bundesweites Aktionsbündnis „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“, gibt Schulen die Möglichkeit, Kinder und Eltern noch einmal eindringlich auf die Probleme hinzuweisen.

Der Erfolg aller Bemühungen ist begrenzt – und mit dem Beginn eines jeden Schuljahres beginnt die Arbeit von vorne. Denn neue, junge Schüler bedeuten neue Eltern, deren Bewusstsein für die Problematik sich erst entwickeln muss. Das Schuldezernat der Stadt Frankfurt hat aus diesem Grund ein Video produziert, das das Problem der Helikopter-Eltern und der Elterntaxis auf den Punkt bringt – es zeigt einen Vater, der sein Kind mit dem Helikopter direkt auf dem Schulhof abliefert und ihm noch den Ranzen und das Pausenbrot reicht.

Weitere Themen

Ingo Nommsen im Gespräch mit Carsten Degner

Verbraucher | Volle Kanne -
Gewalt an Frauen verhindern
 

Carsten Degner, Mediator bei "JUKO" Marburg e.V., skizziert Auswege aus der Gewalt.

Videolänge
8 min
Anne Chebu: Corona-Test im Selbstversuch

Verbraucher | Volle Kanne -
Corona-Test im Selbstversuch
 

Volle-Kanne-Reporterin Anne Chebu checkt wie gut Testung, Nachverfolgung und Quarantäne funktionieren.

Videolänge
5 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.