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Ertrinken bei Kindern

Ertrinken ist die häufigste Todesursache bei Kindern. Schon eine Pfütze kann zu einer tödlichen Gefahr werden. Volle Kanne klärt auf, welche Gefahren es beim Schwimmen und Planschen gibt.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.06.2020

Ertrinken ist ähnlich wie Ersticken, denn Sauerstoffmangel führt zum Tod. Dabei wird entweder Flüssigkeit eingeatmet und gelangt so in die Lunge oder es kommt zum Stimmlippen- oder Stimmritzenkrampf.

Gelangt Flüssigkeit in die Lunge, stört sie den Gasaustausch und damit die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn und anderen lebenswichtigen Organen. Die Lunge füllt sich in einem solchen Fall immer mehr mit Wasser.

Trockenes Ertrinken

Das "trockene Ertrinken“ tritt vor allem bei Kleinkindern bis drei Jahren auf. Sie können zum Beispiel mit dem Gesicht in flache Wasserstellen fallen. Es setzt ein Reflex ein, der verhindert, dass Flüssigkeit in die Lunge gelangt, aber gleichzeitig auch die Atmung unmöglich macht. Auch hier kann der akute Sauerstoffmangel innerhalb von wenigen Minuten zum Tod führen. 

Sekundäre Ertrinken

Eine besondere Form ist das sogenannte "sekundäre Ertrinken". Beim Spielen im Wasser oder beim Baden ist die Gefahr zwar sehr gering, dennoch können kleine Mengen Flüssigkeit eingeatmet werden. Vor allem, wenn ein Badeunfall aufgetreten ist, bei dem der Kopf unter Wasser gelangt ist, sollten Eltern im Anschluss daran aufmerksam sein. Eltern sollten aufmerksam sein, ob sich das Verhalten ihres Kindes ändert.

Es handelt sich dabei um ein zeitlich verzögertes Ersticken als Folge von Flüssigkeit, die in die Lunge gelangt ist. Diese Flüssigkeit führt zu Entzündungsreaktionen und Ödemen in der Lunge, welche die Atmung stark beeinträchtigen und den Sauerstoffaustausch stören können. So kann es auch noch Tage später zu einem Lungenversagen kommen.

Schutzmaßnahme

Generell gelten sichere Schwimmkenntnisse als beste Schutzmaßnahme vor dem Ertrinken - nicht nur bei Kindern. Hierfür sollte man bereits bei Babys mit der Wassergewöhnung beginnen. Wohlfühlen im Wasser ist eine gute Voraussetzung dafür, dass es dann auch mit dem Schwimmen lernen besser funktioniert.

Von sicheren Schwimmkenntnissen geht man aus, wenn das Bronzeabzeichen geschafft ist. Hierfür müssen Kinder

  • 200 Meter am Stück schwimmen
  • vom Ein-Meter-Brett springen
  • zwei Meter tief tauchen können
  • die Baderegeln kennen


Das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“, das 25 Meter Schwimmen beinhaltet, ist dabei nur ein Anfang und zeichnet noch keine sicheren Schwimmkenntnisse aus. Sind diese noch nicht vorhanden, ist eine enge Beobachtung durch Erwachsene notwendig. Dabei sollte sich der Erwachsene weniger als zehn Meter von dem Kind befinden, so ist ein rettendes Eingreifen besser möglich.

Gefahren drohen insbesondere in Freigewässern und überfüllten Freibädern. Für Babys und Kleinkinder sind schon niedrige, auf den ersten Blick harmlosen Wasserstellen wie Pfützen oder in Ufernähe Gefahrenzonen. Auch Swimmingpools oder Gartenteiche stellen eine besondere Gefahr dar, sodass man Kleinkinder ständig beaufsichtigen sollte, wenn sie in Wassernähe sind. Dies gilt natürlich auch für die heimische Badewanne.

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Auch mit Behandlung ist die Prognose der Betroffenen in der Regel nicht allzu gut.

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