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Hallux valgus: Ursachen und Behandlung

Der Hallux valgus ist die häufigste Zehenfehlstellung beim Menschen. Sie tritt in 90 Prozent der Fälle bei Frauen auf. In Deutschland werden jährlich etwa 70.000 Korrektur-Operationen vorgenommen, doch nicht in jedem Fall ist ein Eingriff notwendig.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.11.2020

Beim Hallux valgus handelt es sich um eine Fehlstellung des Großzehengrundgelenks, bei der die Großzehe zur Fußaußenseite zeigt. Gleichzeitig weicht der erste Mittelfußknochen mit seinem Köpfchen nach innen ab. Außerdem kommt es zu einer starken Wölbung des Zehenballens am Grundgelenk. Durch die Fußverformung ändert sich auch die Zugrichtung der Sehnen und Muskeln. Hierbei verkürzen sich die Sehnen, sodass die Zehenbeweglichkeit zunehmend eingeschränkt wird. Die dauerhafte Fehlbelastung führt zu einer Überbeanspruchung des Gelenkes. Das Risiko einer vorzeitigen Arthrose steigt mit jedem Grad der Fehlstellung.

Hallux valgus - mehr Informationen

Konservative Therapie

Die konservative Behandlung des Großzehenballens konzentriert sich im Frühstadium auf die Stärkung der Fußmuskulatur im Rahmen einer Physiotherapie mit Zehengymnastik.

Spezielle Einlagen sorgen dafür, dass der Großzeh entlastet wird. Darüber hinaus werden auch Hallux-Valgus-Nachtschienen, sogenannte Orthesen, eingesetzt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Einlagen und Orthesen zwar eine Beschwerdelinderung jedoch keine Korrektur des Fußes in die Normalstellung erreichen können.

Operative Maßnahmen

Sind die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft, kommt die operative Korrektur der Fehlstellung in Betracht. Vor allem bei stärkeren Fehlstellungen mit anhaltenden Schmerzen ist eine Operation angezeigt, denn die Hallux-valgus-Fehlstellung hat die Tendenz, sich weiter zu verstärken. Ohne Operation droht im weiteren Verlauf eine Arthrose des Großzehengrundgelenkes, die bis hin zur Gehunfähigkeit führen kann. Je nach Ausmaß der Deformität des Gelenks stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung. Heutzutage werden in der Regel gelenkerhaltende Maßnahmen durchgeführt. Zur Stabilisierung des Gelenks kommen häufig Implantate in Form von Titanschrauben und Platten zum Einsatz, die nach dem Heilungsprozess wieder entfernt werden können. Je nach Schweregrad der Fehlstellung muss entweder nur das „Köpfchen“ am Mittelfußknochen oder bereits der „Schaft“ korrigiert werden. Nur ganz selten ist eine Versteifung am Übergang zwischen Mittelfußknochen und Fußwurzel erforderlich.

In vielen Fällen kann die Korrektur mittlerweile auch minimal-invasiv erfolgen. Dabei handelt es sich um ein vergleichsweise schonendes Verfahren, das mit kleinsten Schnitten und Weichteileingriffen auskommt. Die Heilungsdauer und die postoperative Komplikationsrate sind nach einer minimal-invasiv durchgeführten Operation verkürzt. Wegen der geringeren Weichteilverletzungen fällt auch die postoperative Schwellung des Fußes deutlich geringer aus als bei anderen Verfahren.

Postoperative Maßnahmen

Mit Hilfe eines stabilisierenden Verbandsschuhs ist der Fuß wenige Tage nach der Operation wieder belastbar. Dieser Spezialschuh muss in der Regel sechs Wochen getragen werden. Danach sollten im Rahmen einer regelmäßigen Fußgymnastik die Muskeln, Sehnen und Bänder im Fuß gestärkt und bestehende Dysbalancen ausgeglichen werden. Ziel ist es, die Druckverteilung des operierten Fußes wieder zu normalisieren.

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