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Volkskrankheit Kopfschmerzen

Viele Menschen leiden darunter, aber oft fehlt ihnen eine richtige Diagnose, denn es gibt unzählige Arten von Kopfschmerz. Alle bedürfen einer unterschiedlichen Behandlung. Schmerzmittel führen dauerhaft zu noch größeren Problemen.

Beitragslänge:
19 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.09.2020

Es gibt unzählige Formen, Krankheitsverläufe und Ursachen von Kopfschmerzen. Betroffene werden oft nicht richtig ernstgenommen - denn bei Kopfschmerzen handelt es sich um eine unsichtbare Krankheit. Die Auswirkungen sind jedoch gravierend.

Clusterkopfschmerz

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Regelmäßig wiederkehrenden Schmerzen beeinträchtigen das Leben.

367 Kopfschmerzarten - eine richtige Diagnose kann helfen

Heute werden 367 Hauptformen von Kopfschmerzen unterschieden. Die diagnostischen Kriterien wurden von Experten der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft erarbeitet und gelten weltweit. Dabei wird zwischen drei Hauptgruppen von Kopfschmerzen differenziert.

Ab wann ist Kopfschmerz chronisch?

Chronische Kopfschmerzen sind dadurch charakterisiert, dass sie im Zeitverlauf über längere Phasen entweder andauern oder immer wieder auftreten. Die chronische Migräne ist z.B. dadurch charakterisiert, dass Kopfschmerzen über eine Zeitspanne von mehr als 3 Monaten an mindestens 15 Tagen pro Monat auftreten.

Eine ähnliche Häufigkeit gilt auch für den chronischen Kopfschmerz vom Spannungstyp. Bei einem Clusterkopfschmerz spricht man von einem chronischen Verlauf, wenn die Attacken über mindestens ein Jahr auftreten und keine Pausen über weniger als drei Monate bestehen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn Kopfschmerzen neu auftreten und man noch kein Konzept zur Diagnose und zur Behandlung hat, sollte man Kopfschmerzen immer ärztlich diagnostizieren und klassifizieren lassen. Dies gilt auch, wenn Kopfschmerzen häufiger werden oder die Behandlung nicht anspricht.

Zum Arzt sollte man auch gehen, wenn Kopfschmerzen mit ungewöhnlichen Begleitsymptomen auftreten wie z.B. Fieber, Schüttelfrost, Lähmungen oder Bewusstseinsveränderungen. Dies können Kopfschmerzen sein, die durch gefährliche oder sogar lebensbedrohliche Erkrankungen bedingt werden. Treten trotz langjährigem Kopfschmerzverlauf Kopfschmerzen wie noch nie auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Es kann sich dabei zum Beispiel um eine Hirnblutung handeln, die ebenfalls lebensbedrohlich ablaufen kann.

Schmerzmittel - keine Dauerlösung

Schmerzmittel greifen nicht ursächlich in den Schmerzverlauf ein. Sie reduzieren die Schmerzempfindlichkeit nur zeitweise. Die eigentlichen Krankheitsprozesse laufen aber weiter ab und werden nur vorübergehend unterdrückt. Das ist bei seltenen Kopfschmerzen, die nur episodisch von kurzer Dauer auftreten, auch kein Problem. Hier ist eine Arzneimitteltherapie sachgerecht. Treten Kopfschmerzen jedoch immer häufiger auf, kann es vorkommen, dass gerade durch die Akutmedikation die Kopfschmerzhäufigkeit sogar erhöht wird.


Wir sprechen dann vom sogenannten Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Die Schmerzempfindlichkeit im Körper passt sich an die Reduktion der Schmerzempfindlichkeit an und wird immer mehr erhöht. Will man jetzt das Schmerzmittel weglassen, hat man spontan eine sehr hohe Schmerzempfindlichkeit und es kommt zum sogenannten Rückschlagskopfschmerz. Dieser motiviert, erneut ein Schmerzmittel einzunehmen. Ein Teufelskreis entsteht. Kopfschmerzen werden so immer häufiger bis hin zu einem permanenten Dauerkopfschmerz, der über Jahre oder gar Jahrzehnte bestehen kann. Langzeitfolgen können sowohl im körperlichen als auch im psychischen Bereich gravierend sein.

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