Sie sind hier:

Weihnachtssterne und Rittersterne

Tipps von Anja Koenzen

Weihnachtssterne und Rittersterne sind in der Adventszeit besonders beliebte Zimmerpflanzen. Gartenexpertin Anja Koenzen gibt die richtigen Pflegetipps und weiß, wie man die Pflanzen wieder zum Blühen bekommt.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.11.2020
Weihnachtsstern in Indonesien
Wilder Weihnachtsstern in Indonesien
Quelle: Imago/McPhoto

Der Weihnachtsstern ist in Südamerika beheimatet und wächst dort zu einem bis zu sechs Meter hohen immergrünen Strauch oder Baum heran. Trotz der Nutzung als Saisonpflanze gehört er weltweit zu einer der meistverkauften Zimmerpflanzen.

Als Zierpflanze zu Weihnachten werden die Topfpflanzen durch chemische Hemmstoffe und natürlich auch durch den begrenzten Wurzelraum in ihrem natürlichen Wachstum gebremst. Meist werden die buschigen Pflanzen lediglich 50 bis 60 Zentimeter hoch und 40 bis 45 Zentimeter breit. Sie bilden große Blätter aus, die spitzförmig, eiförmig oder auch lanzettlich sein können. Dabei sind die farbigen rosettenförmig angeordneten Blätter nicht die Blüten, sondern sogenannte Hochblätter (Brakteen). „Bei der Wildform des Weihnachtssterns sind die Brakteen immer rot. Es gibt aber inzwischen auch Zuchtsorten mit cremeweißen, gelben, rosafarbenen oder panaschierten Hochblättern“, erklärt Gartenexpertin Anja Koenzen.

Standort und Pflege des Weihnachtssterns
Ein heller Standort ohne pralle Sonne ist ideal. Bei 18 bis 20 Grad Celsius halten die Blüten im Winter deutlich länger als in sehr warmen Räumen. Wer den Weihnachtsstern im nächsten Winter wieder pünktlich zur Ausbildung der gefärbten Brakteenblätter bringen möchte, der muss ihn sechs Wochen vorher künstlich für mehrere Stunden am Tag verdunkeln – zum Beispiel unter einen großen Eimer oder Karton stellen.

Weihnachsstern
Die eigentlichen Blüten des Weihnachtssterns sind die kleinen gelb-grünen Gebilde in der Mitte des Blättersterns. Am äußeren Rand sitzen lippenförmige Nektardrüsen. Mit ihnen lockt der Weihnachtsstern in seiner tropischen Heimat verschiedene Fluginsekten an.
Quelle: Imago/NaturePictureLibrary

Alle sieben bis zehn Tage sollte man den Weihnachsstern ins Wasser tauchen. Gelbe Blätter sind ein Hinweis darauf, dass die Pflanze zu viel Wasser bekommen hat, hängende Blätter sind ein Zeichen für Wassermangel. Nach der Blüte sollte die Pflanze einen Monat lang weniger gegossen werden, wobei der Ballen nie ganz austrocknen sollte. Ab Frühjahr wieder mehr gießen. Als Substrat ist Kakteenerde ideal, da sie schnell abtrocknet. Von April bis Herbst ein Mal pro Woche düngen, von Herbst bis zum Ende der Blüte ein Mal pro Monat.

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die kleinen Blüten im Zentrum der Hochblätter noch geschlossen sind und nicht farbig angesprüht wurden. Die Pflanze muss beim Transport vor Kälte geschützt sein. Sie sollte auch zu Hause vor kalter Zugluft geschützt sein, da sie sonst ihre Blätter abwirft.

Vorsicht beim Schneiden des Weihnachtssterns
Beim Schneiden des Weihnachtssterns muss man beachten, dass er – wie alle anderen Wolfsmilch-Gewächse – in seinem Milchsaft leicht hautreizende Bestandteile aufweist. „Wenn Haustiere dann die Pflanze fressen, kann das zu Vergiftungserscheinungen führen. Beim Menschen ist der Hautkontakt nicht so gefährlich, kann aber bei empfindlichen Menschen zu allergischen Reaktionen hervorrufen“, so Anja Koenzen. Am besten aber immer Handschuhe tragen, auch beim Umtopfen.

Rittersterne

Ritterstern
Blühender Ritterstern
Quelle: Imago/Margit Brettmann

Rittersterne sind Winterblüher und verzieren ab Dezember die Fensterbank. Sie sehen Amaryllis sehr ähnlich, zumal sie auch zur selben Familie gehören. Allerdings bildet die Amaryllis zuerst Blätter aus und dann die Blüte – beim Ritterstern ist es genau andersherum.

Bis zum deutlich erkennbaren Austrieb sollte die Erde überhaupt nicht gegossen werden, nach dem Austrieb nur sparsam, denn sonst beginnen die Zwiebeln zu faulen. Für den Austrieb ist Zimmertemperatur ideal. Damit die Pflanzen möglichst lange blühen, ist eine Temperatur von 15 bis 20 Grad optimal.

Ist aus der Zwiebel der grüne Schaft knapp 10 Zentimeter emporgestiegen, kann die Pflanze einmal pro Woche flüssig gedüngt werden. Gut einen Monat bis maximal acht Wochen später beginnt die Blüte.

Ritterstern wieder zum Blühen bekommen
Um eine Samenbildung zu verhindern, sollte man Verwelktes immer sofort entfernen. Ist der Blütenschaft welk, kann er abgeschnitten werden. Die Pflanze weiterhin gießen und düngen, damit sich die langen Blätter ausbilden können.

Ab Spätsommer den Ritterstern nur noch spärlich gießen, im September die Blätter abschneiden und die Zwiebel an einen dunklen Ort stellen. Bis Dezember wird sie dort immer dicker und kann dann wieder ins helle warme Zimmer geholt werden, um erneut den Winter mit ihren Blüten zu verschönern.

Weitere Pflanzentipps

Orchidee "Phalaenopsis" als Zimmerpflanze

Verbraucher | Volle Kanne - Zimmerpflanzen für den Winter

Orchideen und Blattschmuckpflanzen sind besonders im Winter ein Hingucker im heimischen Wohnzimmer.

Videolänge:
6 min
Ein Korb mit verschiedenen Sukkulenten

Verbraucher | Volle Kanne - Sukkulenten

Sie sind extrem pflegeleicht und daher die idealen Pflanzen für Anfänger.

Videolänge:
7 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.