Wenn Haustiere zu Senioren werden

Hunde und Katzen brauchen besonders viel Zuwendung im Alter

Auch Hund und Katze kommen mal in die Jahre. Gerade dann brauchen sie besondere Zuwendung. Was bei einem älteren Haustier zu beachten ist, welche Pflege es braucht und ob man noch ein Jungtier dazunehmen kann, weiß Tierexpertin Valentina Uhlmann.

Ein älteres Paar und ihr Haustier blicken auf den See. Quelle: ap

Der Alterungsprozess bei Vierbeinern ist in den letzten Jahrzehnten immer bedeutender geworden. Fütterung und tierärztliche Versorgung haben sich verbessert: die Haustiere werden deutlich älter.

Augen werden trübe

Ab wann Hunde zu den Senioren zählen, variiert allerdings von Rasse zu Rasse. Die Haare an der Schnauze werden weißlich, die Augen trübe und der Bewegungsapparat langsamer. Insgesamt werden die Tiere ruhiger und schlafen auch mehr als in jungen Jahren.

Mann mit Hund relaxt Quelle: ap


Der Vergleich, Hundejahre x sieben = Menschenalter, stimmt nach Ansicht von Tierexpertin Valentina Uhlmann nicht. Eher trifft zu: Ein Hundejahr = 15 Menschenjahre, zwei Hundejahre = 23 Menschenjahre, drei Hundejahre = 27 Menschenjahre. In den folgenden Jahren entspricht ein weiteres Hundejahr vier Menschenjahren. Allerdings sind auch die Hundegrößen zu beachten. Kleinere Hunde werden nämlich später erwachsen als größere und bei guter Ernährung und Pflege auch älter.

Tiere auch im Alter erziehbar

Bei Katzen gilt in der Regel das zwölfte Lebensjahr als Anhaltspunkt für das Rentenalter. Sechs Katzenwochen entsprechen zwei Menschenjahren, ein Katzenjahr sind 18 Menschenjahre, sechs Katzenjahre = 45 Menschenjahre.


Mit viel Zuwendung, Lob und Konsequenz lassen sich sogar noch ältere Hunde viele Unarten abgewöhnen. Nicht nur Hunde lassen sich erziehen, auch Katzen sind meist offen. Man darf nie die Geduld verlieren. "Echte Tierliebhaber bilden mit ihrem Haustier mit der Zeit sowieso ein gutes Team", weiß Valentina Uhlmann.

Alles etwas langsamer

Hund wird beim Tierarzt untersucht Quelle: ZDF


Hunde werden von einigen Besitzern in den Urlaub mitgenommen. Das sollte man auf alle Fälle auch machen, wenn das Tier älter geworden ist. Auf keinen Fall den Hund plötzlich in die Tierpension geben. Am besten führt man das gewohnte Leben weiter, aber alles eben etwas langsamer.


Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl gewöhnen sich ältere Hunde an neue Hausbewohner. Aber auf keinen Fall sollte man dem Tier das Gefühl geben, dass es jetzt abgeschrieben ist. Sonst kommt Eifersucht oder Aggressivität auf.

Ein älteres Tier aus dem Tierheim

In Tierheimen finden gerade ältere Tiere selten ein zu Hause. Dabei kann es viele Vorteile haben, einem solchen Tier ein neues zu Hause zu bieten. Meist sind ältere Hunde im Umgang mit Menschen vertraut und dadurch ruhiger und besonnener. Sie brauchen weniger Auslauf und haben einen gefestigten Charakter.


Hundehalter sollten beachten, dass ihre alten Tiere anderes Futter brauchen als jüngere Tiere. Im Alter gehen Energie- und Nährstoffbedarf zurück und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Im Fachhandel gibt es spezielles Seniorenfutter, wobei man das Futter allerdings langsam umstellen sollte, da es sonst zu Magen- und Darmproblemen kommen kann.

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