Genuss ohne tierische Lebensmittel

Wie gesund ist vegan?

Verbraucher | Volle Kanne - Genuss ohne tierische Lebensmittel

Wer stark sein will, muss ordentlich essen - Proteine zum Beispiel. Dass man diese auch mit veganer Ernährung in ausreichender Menge zu sich nehmen kann, beweist Kraftsportler Patrik Baboumian.

Beitragslänge:
10 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.05.2017, 10:00

Wer sich vegan ernährt, verzichtet nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf alle tierischen Nebenerzeugnisse wie Milch, Eier, Käse und Honig. Viele Veganer fühlen sich durch diese Ernährungsform fitter und belastbarer. Doch sie kann unter Umständen auch Mangelerscheinungen begünstigen.

Im Durchschnitt isst jeder Deutsche etwa 150 Gramm Fleisch und Wurst täglich, also über ein Kilogramm pro Woche. Vegetarier essen kein Fleisch und keinen Fisch. Veganer verzichten sogar auf alle tierischen Produkte. Neben der eigenen Gesundheit sind es oftmals ethische und ökologische Gründe, die Veganer zu dieser Ernährungsweise veranlassen. Sie möchten nicht, dass für den Konsumhunger Tiere leiden müssen oder gar getötet werden. Viele vermeiden deshalb auch Produkte wie Leder, Schafswolle, Seide oder Kosmetika, die an Tieren getestet wurden oder tierische Bestandteile enthalten.

Veganer essen hauptsächlich Obst, Gemüse, Getreide- und Sojaprodukte. Bei Lebensmitteln wie zum Beispiel Nudeln oder Brot werden die Inhaltsstoffe genau studiert. Denn auch in Produkten, die auf den ersten Blick vegan erscheinen, können tierische Bestandteile enthalten sein, wie zum Beispiel in Fruchtsäften, die mit Gelatine eingedickt werden.

Blutwerte testen lassen

Zivilisationskrankheiten treten bei Veganern deutlich seltener auf als bei der Durchschnittsbevölkerung. Sie haben seltener Übergewicht und Bluthochdruck und in der Regel gute Blutfettwerte. Doch um gesund zu bleiben, müssen Veganer auf eine ausgewogene Ernährung achten. Als Grundlage dienen viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, vergorenes Gemüse (zum Beispiel Sauerkraut), Hülsenfrüchte und Sojaprodukte. Auch Samen und kalt gepresste pflanzliche Öle sollten auf dem Speiseplan stehen.

Bei einer veganen Ernährung kann es zu einer Unterversorgung und zu Mangelerscheinungen kommen. Vor allem Proteine, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Vitamin D können fehlen. Gefährdet sind vor allem Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Mediziner raten deshalb, jährlich eine Blutuntersuchung der genannten Werte zu machen, um Mangelerscheinungen rechtzeitig zu erkennen und auszugleichen. Für eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen können in Absprache mit dem Arzt Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

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