Winterschutz für Pflanzen

Tipps von Anja Koenzen

Verbraucher | Volle Kanne - Winterschutz für Pflanzen

Viele Pflanzen vertragen keinen Frost und müssen rechtzeitig geschützt werden. Anja Koenzen gibt Tipps, wie Sie Ihre Pflanzen auf Balkon, Terrasse oder im Garten richtig überwinten.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.10.2018, 09:05

Laub als kostenloser Winterschutz

Winterschutz für Pflanzen
Laub ist ein guter Kälteschutz. Quelle: imago / Manfred Ruckszio

Laub ist für viele Gärtner im Herbst eine lästige Begleiterscheinung, doch es hat auch etwas Gutes: man kann es wunderbar kompostieren oder auch für den Winterschutz verwenden.

Auf Gehölz- und Staudenflächen kann man das Laub ruhig liegen lassen und erst im Frühjahr entfernen. „Die Laubschicht hat für Pflanzen eine isolierende Wirkung gegen Frost und ermöglicht Kleinlebewesen darin zu überwintern. Selbst Bananenstauden können in milderen Regionen Deutschlands (zum Beispiel im Rheinland) überwintern, wenn sie gut eingepackt sind“, sagt Garten-Expertin Anja Koenzen.

Winterschutz bei Rosen mit Reisig oder Jutegewebe

Winterschutz von Rosen
Rosen sind besonders kälteempfindlich. Quelle: Imago/Manfred Ruckszio

Die Veredelungsstelle der Hochstammrosen ist extrem frostempfindlich und sollte rechtzeitig geschützt werden. Da sich die frostempfindliche Veredlungsstelle allerdings am Kronenansatz befindet, ist der Winterschutz relativ aufwendig. Bei allen Hochstamm-Rosen, also auch Trauer- und Kaskaden-Rosen, sollte die gesamte Krone mit natürlichen Materialien eingehüllt werden.

Auch wenn die Rosen noch Blüten tragen, sollten vor den ersten Frösten die Rosen-Triebe so weit zurückgeschnitten werden, dass man die gesamte Krone mit einhüllen kann. Als Winterschutz eignet sich Reisig – ideal sind Fichten oder die Nordmanntanne, da beide nicht so schnell die Nadeln fallen lassen – und Jutegewebe. „Verwenden Sie nur natürliche Materialen, auf keinen Fall Folie, da sich darunter die Nässe staut und die Pflanze anfällig für Fäulnis wird“, sagt Anja Koenzen.

Winterfeste Kübelpflanzen

Bei winterfesten Kübelpflanzen, wie zum Beispiel Buchsbäumen, sollte man überprüfen, ob die Kübel ebenfalls frostfest sind. Viele Terrakottatöpfe halten nur geringe Minustemperaturen ohne Rissbildung aus. Zudem sollten die Abflusslöcher nicht mit Erde zugesetzt oder mit Wurzeln zugewachsen sein. Das Wasser muss vor allem im Winter ablaufen können, damit für die Pflanzen keine Staunässe entsteht und die Kübel bei Frost springen.

Vorsichtshalber die Pflanzentöpfe auf kleine Füßchen, ein Styropor- oder Holzbrett stellen und mit Noppenfolie aus Kunststoff oder mit Naturmaterialien wie einer Kokosfasermatte einwickeln. Da Noppenfolie zwar preiswerter, aber nicht besonders dekorativ ausschaut, kann man sie mit einer zweiten Schicht aus einem Material eigener Wahl kaschieren.

Immergrüne vor Wintersonne schützen

Ist es eiseskalt, kann der Wurzelballen von immergrünen Pflanzen durchfrieren. Scheint dazu die Sonne, verdunsten die immergrünen Pflanzen über ihre Blätter Feuchtigkeit, können jedoch über ihre Wurzeln kein Wasser aufnehmen. Das führt über einen längeren Zeitraum zwangsläufig zu Trockenschäden. Diese können vermieden werden, indem man ein luftdurchlässiges Vlies bei Eiseskälte und klarem Himmel über die Pflanze legt.

Vlies sorgt bei geöffneten Blüten einer Pflanze gleichzeitig dafür, dass diese weniger Kälte abbekommen und somit länger die Pflanze zieren.

Gießkannen und Gartenschläuche

Stellen Sie rechtzeitig alle Außenwasserleitungen ab und leeren Sie alle Gefäße ohne Abflusslöcher. Auch Schläuche leeren und möglichst frostfrei überwintern.

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