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Zahnschienen aus dem Netz

Zahnschienen aus dem Netz sollen für gerade Zähne und ein schönes Lächeln sorgen. Aber sind sie wirklich eine Alternative zum Besuch beim Kieferorthopäden? Alexander Smoll zum Beispiel bereut seinen Online-Kauf und erklärt, warum.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 15.08.2020

Gesunde und gerade Zähne sind ein Schönheitsideal. Anbieter für Zahnschienen aus dem Netz versprechen eine ästhetische Zahnkorrektur, mit der beispielsweise Lücken zwischen den Vorderzähnen behoben werden sollen. Der Einsatz von solchen Alignern ist eine häufige Behandlungsmethode auch bei Kieferorthopäden. Der Vertrieb über das Web soll Patienten nicht nur Zeit sparen, sondern auch günstiger sein.

Individuelle Schienen werden angefertigt

Auf Grundlage des Abdrucks oder des 3D-Scans wird eine Simulation erstellt, in der das zu erwartende Behandlungsergebnis festgehalten wird. Stimmt der Kunde diesem zu, werden die durchsichtigen Zahnschienen individuell angefertigt. Jede Schiene wird etwa ein bis zwei Wochen lang getragen und dann durch die nächste ersetzt. Die Schiene sollte nur zum Essen herausgenommen werden.

Die Anzahl der Schienen wird individuell festgelegt. Am Ende soll ein Retainer, die letzte Schiene, für eine Festigung des Behandlungsergebnisses sorgen. Manche Anbieter sehen zahnärztliche Kontrollen vor und während der Behandlung vor, andere nicht.

Kieferorthopäden kritisch gegenüber Online-Behandlung

Kritik an der Aligner-Behandlung kommt von Seiten des Berufsverbands Deutscher Kieferorthopäden. Sie kritisieren, dass man Zähne nicht einfach nur kosmetisch begradigen lassen sollte, sondern vor allem dafür sorgen müsse, dass die Funktion des Gebisses gewahrt bleibe. Die Form solle also der Funktion folgen und nicht umgekehrt. Hinter schiefen Frontzähnen, die der Patient aus rein kosmetischer Sicht behandeln lassen möchte, könne sich auch eine behandlungsbedürftige Fehlstellung verbergen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass eine reine Zusendung von Alignern standardunterschreitend sei. Sie fordern: ein verpflichtendes Röntgenbild vorab gehöre zu einer solchen Behandlung ebenso dazu wie regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen vor, während und nach der Behandlung. Dieser Standard sei aber nicht bei allen Anbietern gegeben. Risiken und Nebenwirkungen, wie Zahnwurzelentzündungen, Entzündungen im Zahnfleisch oder Parodontose könnten unter Umständen übersehen werden und zu einer Ausbreitung der Entzündung bis hin zu Zahnverlust führen. In einer kieferorthopädischen Praxis würde der Patient hingegen ausführlich befragt und ein Röntgenbild erstellt, um solche Folgen zu vermeiden.  

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