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Versicherung für schöne Zähne

Darauf sollten Sie achten

Finanztest hat über 200 Policen unter die Lupe genommen.

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Ein Besuch beim Zahnarzt kann teuer werden – vor allem wenn Kronen oder gar Implantate benötigt werden. Deshalb denken viele über eine Zusatzversicherung nach. Finanztest hat über 200 Policen unter die Lupe genommen.

Beim Zahnersatz zahlen die gesetzlichen Krankenkassen einen festen Zuschuss zur Regelversorgung. Dieser Satz ist unabhängig von der tatsächlichen Zahnarztrechnung. Grundsätzlich übernimmt die Kasse die Hälfte der Kosten der Regelversorgung. Bei regelmäßigem Zahnarztbesuch – mindestens einmal im Jahr – erhöht sich der Zuschuss auf bis zu 65 Prozent.

Auch bei regelmäßiger Vorsorge und Standardversorgung muss der Patient also immer noch einen Teil selbst berappen. Das gilt erst recht, wenn er eine Behandlung wünscht, die über die Regelversorgung hinausgeht: Kunststoff statt Amalgam, ein Inlay oder Implantat. Auch andere Leistungen wie professionelle Zahnreinigungen oder kieferorthopädische Behandlungen werden nicht oder nur teilweise von den Kassen übernommen.

Kosten für Zahnersatz reduzieren

Behandlung beim Zahnarzt
Behandlung beim Zahnarzt
Quelle: ZDF

Diese Lücken sollen private Zusatzversicherungen schließen. Doch es gilt genau hinzuschauen: Keine Versicherung deckt alle Kosten zu 100 Prozent, die Verträge sind kompliziert und unübersichtlich. Besonders aufmerksam sollte man die Konditionen beim Zahnersatz wie Brücken, Kronen und Implantaten unter die Lupe nehmen – denn die können richtig ins Geld gehen. Achten Sie darauf, dass die Versicherung sich in möglichst hohem Umfang daran beteiligt und möglichst wenige Leistungseinschränkungen in den Versicherungsbedingungen enthalten sind.

Manche Versicherer begrenzen ihre Leistungen zum Beispiel auf eine bestimmte Anzahl von Implantaten oder legen Höchstbeträge fest, die sie pro Implantat oder Inlay bezahlen. In einigen Fällen gibt es auch eine jährliche Obergrenze für alle Zahnersatzleistungen. Wer neben dem Zahnersatz auf weitere Leistungen Wert legt, sollte darauf achten, dass die jeweilige Behandlung laut Vertragsbedingung übernommen wird – etwa eine Knirschschiene, eine Wurzelbehandlung bei nicht erhaltenswerten Zähnen oder Prophylaxeleistungen wie eine professionelle Zahnreinigung.

Policen im Test

Finanztest hat aktuell 209 Zusatzpolicen im Hinblick auf die Leistungen für Zahnersatz bewertet: 66 mal vergaben die Tester ein „sehr gut“, 59 mal immerhin ein „gut“. Die leistungsstärksten Tarife kosten einen angenommenen 43-jährigen Modellkunden zwischen 10 und 55 Euro im Monat.

Bei den meisten Tarifen im Test hängt der monatlich Beitrag vom Lebensalter ab: Der Beitrag steigt dann während der Versicherungszeit stufenweise an. Es gibt aber auch Tarife, bei denen Kunden jeden Alters gleich viel zahlen.

Bedarf definieren

„Richtig gelohnt hat sich eine Versicherung immer dann, wenn ich mehr Leistung erhalte als ich Geld eingezahlt habe. Das ist bei der Zahnzusatzversicherung auf lange Sicht zwar wahrscheinlich, aber keineswegs sicher“, so Holger Rohde von Stiftung Warentest.

Bei der Wahl der Versicherung müsse man sich zunächst darüber klar werden, ob man eher einen Hochleistungstarif wünscht oder nur Zuzahlungen bei der Regelversorgung vermeiden möchte: „Die erste Gruppe wählt am besten einen günstigen Tarif, der in allen untersuchten Leistungsbereichen – Regelversorgung, Privatversorgung, Inlays und Implantat-Versorgung – bei den jährlichen Obergrenzen mit „sehr gut“ bewertet wurde. Die zweite Gruppe wählt idealerweise einen günstigen Tarif, der in der Regelversorgung „sehr gut“ getestet wurde.


Tarifwechsel kann sich lohnen

Gegenüber dem letzten Test 2014 gibt es laut Finanztest deutlich mehr sehr gute und gute Angebote. Versicherte sollten daher prüfen, ob sich ein Wechsel lohnt. Dabei sollte man zunächst nachfragen, ob der aktuelle Versicherungspartner eine günstigere Police anbietet. Denn bei einem Wechsel innerhalb des Unternehmens nimmt man die bislang erworbenen Rechte mit.

Bei einem Vertrag mit einem neuen Anbieter sind hingegen wieder Wartezeiten und Einschränkungen in den ersten Jahren in Kauf zu nehmen. Wenn in absehbarer Zeit Behandlungen anstehen, sieht man besser von einer Kündigung ab.

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