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Zimmerpflanzen für den Winter

Tipps von Gartenexpertin Anja Koenzen

Blühende Orchideen sind gerade in den kalten, grauen Herbst- und Wintermonaten eine Augenweide. Es geht aber auch ohne Blüten: Besonders Blattschmuckpflanzen mit zum Teil außergewöhnlichen Mustern sind gerade im Trend.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.11.2020

Die Orchidee: Eine pflegeleichte Königin

Orchideen sind die Königinnen der Zimmerpflanzen. Keine andere Pflanzengattung blüht in so vielen wunderschönen Varianten. „Die Pflege sehen viele als heikel. Bei der richtigen Sortenauswahl und dem entsprechenden Standort sind Orchideen allerdings so unkompliziert wie kaum eine andere Zimmerpflanze. Selbst wochenlange Trockenheit stecken Blütenwunder wie die Phalaenopsis locker weg“, sagt Gartenexpertin Anja Koenzen.

An einem Platz mit der richtigen Temperatur und ausreichend Licht wird eine Orchidee viele Jahre wachsen und blühen. Da sich Orchideen in ein und derselben Gattung in ihren Temperaturansprüchen unterscheiden können, sollte man sich als Anfänger beim Kauf beraten lassen, um dauerhaft Freude an der pflegeleichten Pflanze zu haben. Generell lieben die Pflanzen nachts eine Temperaturabsenkung.

Pflege-Tipps für Orchideen

Es sollte kein Leitungswasser, sondern Regenwasser zum Gießen verwendet werden. Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall unter Staunässe leiden und sollten am besten nur ein Mal pro Woche mit Wasser versorgt werden, sodass das Substrat zwischenzeitlich abtrocknen kann. Von März bis Oktober sollte den Orchideen zwei Mal im Monat Dünger zugeführt werden.

Ein idealer Standort bietet viel Licht ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein weiteres Kaufkriterium ist die Zimmertemperatur: Viele Orchideenarten, wie zum Beispiel die Phalaenopsis und Vanda, fühlen sich in warmen Zimmern wohl. Andere Orchideen mögen lieber kühlere Räume, darunter Frauenschuhe (Paphiopedilum), Cattleya und Dendrobium. Anja Koenzen gibt den Tipp: „Wenn eine Pflanze längere Zeit keinen Blütentrieb entwickelt, sollte man sie für ein paar Wochen etwas kühler stellen und so eine Ruhepause imitieren.“

Gefahr droht Orchideen immer wieder durch Woll- und Schildläuse, die sich unter den Blättern breitmachen und diese aussaugen. Große Tiere kann man einfach entfernen, aber an die meist gut versteckten Eier in den Blattachseln kommt man nicht leicht heran. Biologische Pflanzenschutzmittel aus dem Gartenfachhandel helfen hier weiter. „Wichtig dabei ist, die Pflanzen wiederholt zu behandeln, sonst können Eier an geschützten Stellen überleben“, erwähnt Anja Koenzen.

Ein Trend: Blaue Orchideen-Blüten

Rein blaue Blüten gibt es bislang bei Orchideen nicht. Dennoch werden momentan viele intensiv blau blühende Phalaenopsis im Handel angeboten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Neuzüchtungen, sondern um profan eingefärbte Pflanzen, denen in die Blütenstiele mit einer Spritze die blauen Farbpigmente injiziert wurden. Öffnen sich nach dem Kauf die obersten Knospen wird die Färbung geringer ausfallen oder gar nicht mehr sichtbar.

Wer einmal die ganze Pracht der Orchideen genießen möchte, ist bei spezialisierten Orchideenzüchtern am besten aufgehoben. Dort bekommt man jede Menge wertvolle Tipps und auch richtig schöne Pflanzen

Calathea (Korbmarante): Faszinierend und anspruchsvoll

Die Calathea ist in erster Linie eine Blattschmuckpflanze und stammt aus dem tropischen Regenwald. Es gibt zahlreiche Arten mit den verschiedensten Blattzeichnungen und – formen. Die Pflanze beeindruckt mit einem ausgesprochenen Tag- und Nachtrhythmus: Wenn es dunkel wird, schließen sich die Blätter, wenn es hell wird, entfalten sich die Blätter wieder. Zwischen Blatt und Stiel befindet sich eine Art Gelenk, das eine solche Bewegung ermöglicht. Eine weitere botanische Besonderheit ist die Funktion der Blattfärbungen: Das bunte Laub ist ein pflanzeneigener Restlichtverstärker für Schattenbewohner.

Zimmerpflanzen für den Winter
"Calathea crocata" ist mit ihren orangefarbenen Blüten die bekannteste blühende Blattschmuckpflanze.
Quelle: Imago/Panthermedia

Die Korbmarante blüht nicht so oft als Zimmerpflanze. "Wer sie zur Blüte bringen möchte, der kann sie in den Wintermonaten besonders dunkel halten, wobei es für mindestens zwölf Stunden komplett dunkel sein sollte", so Anja Koenzen. Je nach Art blühen sie meist im Sommer oder im Januar/Februar. Eine der bekanntesten blühenden Blattschmuckpflanzen ist die „Calathea crocata“ mit ihren orangefarbenen Blüten. Weiß blühend ist die „Calathea warscewiczii“.

Pflege-Tipps für Blattschmuckpflanzen

Die Calathea ist keine ganz unkomplizierte Pflanze, da sie gerne sehr warm bei Temperaturen zwischen 15 bis 23 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit steht. Achtung: Beim Kauf sollten die Pflanzen für den Transport gut eingepackt sein. Bei Temperaturen unter zwölf Grad Celsius können Flecken auf den Blättern entstehen. Im äußersten Fall kann die gesamte Pflanze zusammenfallen.

Sie verträgt keine direkte Sonneneinstrahlung. Dafür kommt sie an eher lichtschwachen Stellen im Zimmer gut zurecht. Faustregel: Je bunter die Blätter, desto mehr Licht benötigt die Pflanze. Steht die Pflanze zu dunkel, wird die hübsche Blattzeichnung verschwinden.

Die Pflanze mag keine Staunässe. Deshalb sollte man sie in kleinen Portionen mit lauwarmem Wasser (Zimmertemperatur) gießen. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und vertrocknete Blattränder und –spitzen zu verhindern, kann man sie besprühen.

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