Alkoholfreies Bier: Teuer oder billig

Verbraucher | WISO - Alkoholfreies Bier: Teuer oder billig

Wir testen alkoholfreie Biere. Drei günstige vom Discounter: Perlenbacher von Lidl, Oettinger alkoholfrei und Adelskronen von Penny. Sowie drei teure: Jever, Krombacher und Clausthaler.

Beitragslänge:
10 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.09.2017, 20:00

Der Biermarkt für alkoholfreies Bier ist am Wachsen. Ist Bier gleich Bier und das billigste das Beste? Das wollte WISO wissen – und hat getestet: drei teure und drei günstige Marken.

Der Biermarkt in Deutschland schrumpft seit Jahren. Der ganze Biermarkt? Nein. Denn bei den Alkoholfreien gibt’s für die Brauereien noch ganz schön was zu holen. Plus 50 Prozent Umsatz seit 2010. Das sind mehr als 500 Millionen Liter pro Jahr.

Der Alkoholfrei-Pionier war Clausthaler. Die Marke ist seit 1979 auf dem Markt. Und setzte sich dauerhaft durch. Heute hat fast jeder Brauer seine alkoholfreie Biermarke am Start. Auch die Discounter. Im Check sind drei günstige Biere: Perlenbacher von Lidl, Oettinger alkoholfrei und Adelskronen von Penny. Und die drei alkoholfreien teuren Produkte: Jever, Krombacher und Clausthaler.

Große Preisunterschiede

Die Preisunterschiede sind gewaltig: Von 65 Cent je Liter für Oettinger über die Discounterprodukte für 68 Cent und Krombacher, das wir für 1,90 Euro den Liter gekauft haben, bis hin zu Jever und Clausthaler, die jeweils 2,00 Euro pro Liter kosten. Sind die teuren besser als die billigen Biere?

Alle sind sie nach dem Reinheitsgebot gebraut. Und alle werben mit der Bezeichnung alkoholfrei. Aber was heißt das eigentlich genau? Das Bier darf maximal 0,5 Prozent Alkohol enthalten. Alkoholfrei heißt also eigentlich alkoholarm.

Wie wird alkoholfreies Bier produziert und was steckt drin?

Kann Bier mit so wenig Alkohol schmecken? Alkohol ist ein Geschmacksträger und entsteht durch Gärung. "Es gibt generell zwei unterschiedliche Verfahren. Einmal muss ich dem fertigen Bier den Alkohol entziehen. Der andere Weg ist, den Alkohol erst gar nicht entstehen zu lassen", so Oliver Lemke Biersommelier und Inhaber einer Craft-Brauerei in Berlin.

Was steckt drin in den Bieren außer Hopfen, Wasser, Malz und Hefe? Rückstände von Pflanzenschutzmitteln etwa? Das lassen wir in einem Bremer Labor analysieren. Alle sechs Biere werden auf Pestizide und zusätzlich noch auf Glyphosat untersucht. Ergebnis: In vier der sechs untersuchten Biere wird Glyphosat gefunden. Einen gesetzlichen Glyphosat-Grenzwert für Bier gibt es nicht. Die Konzentrationen allerdings sind sehr gering. Zwei Biere sind völlig frei von Glyphosat.

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