Iban wird Pflicht

Letzte Übergangsfrist für neue Kontonummern endet

Verbraucher | WISO - Iban wird Pflicht

Überweisungen gehen jetzt nur noch mit IBAN. Vorteil: Innerhalb eines Tages kommt das Geld an. Nachteil: 22 Stellen hat die Zahl, die sich nun alle merken müssen. Hier ein paar Gedächtnis-Tipps.

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1 min
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Video verfügbar bis 31.01.2017, 00:00

Bei der Umstellung auf die neuen europaweiten Kontonummern endet die letzte Schonfrist für private Kunden: Ab dem 1. Februar müssen sie die Iban bei Überweisungen zwingend benutzen.

Ab dem 1. Februar können Verbraucher nach einer langen Übergangsfrist für sämtliche Überweisungen - auch inländische - nur noch die Iban nutzen. Ist diese nicht auf dem Überweisungsträger eingetragen, dürfen Banken den Auftrag nicht ausführen. Die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen waren im Prinzip schon 2014 abgeschafft und durch die neue internationale Kontonummer ersetzt worden - die International Bank Account Numbers, kurz Iban. In der Übergangszeit ermittelten die Banken aber noch als Service aus den alten Kontonummern und Bankleitzahlen die Iban der Empfänger.

Wie sieht die Iban aus und wo finde ich sie?

Sie besteht aus 22 Stellen. Für deutsche Bankkunden beginnt die Iban mit DE, es folgen zwei Prüfziffern, um Zahlendreher zu verhindern, dahinter kommen die altbekannte Bankleitzahl und Kontonummer. Ist eine Kontonummer kürzer als zehn Stellen, werden ihr Nullen vorangestellt.

Meist ist die eigene Iban schon seit einer ganzen Weile auf Bankauszügen vermerkt. Auch im Online-Banking wird sie angezeigt und lässt sich auf der Girocard finden. Wer die eigene Iban nicht parat hat oder vor einer Überweisung nur eine alte Kontonummer im Kopf hat, der kann auf die Iban-Umrechner der Banken zurückgreifen, die viele Institute weiter auf ihren Internetseiten anbieten.

Wenn der Bankkunde sich weigert

Was droht Bankkunden, die sich weigern, die Iban zu nutzen? Ihnen droht im schlimmsten Fall Zahlungsverzug, warnt der Verbraucherzentrale Bundesverband. Damit verbunden sind Zusatzkosten durch Zinsen und Mahngebühren. Bei bereits bestehenden Daueraufträgen müssen Bankkunden nichts unternehmen. Wer einen neuen Auftrag einrichtet, muss dafür ab 1. Februar ebenfalls zwingend die Iban nutzen.

Was ist mit dem BIC?

Beim BIC (Bank Identifier Code) handelt es sich um eine internationale Version der Bankleitzahl. Der Code muss bereits seit Februar 2014 bei Zahlungen innerhalb Deutschlands nicht mehr angegeben werden. Ab dem 1. Februar 2016 entfällt er auch bei grenzüberschreitenden Zahlungen innerhalb des Sepa-Raums.

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