Arbeiten im Minijob

Verbraucher | WISO - Arbeiten im Minijob

Viele Menschen kommen mit ihrem Gehalt oder ihrer Rente nicht mehr über die Runden. Minijobber können jeden Monat bis zu 450 Euro verdienen, steuer- und sozialversicherungsfrei. Jeder kann einen Minijob annehmen. Auf diese Fallstricke ist aber zu achten.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 17.09.2019, 15:14

Sie haben einen Job, aber am Monatsende wird das Geld trotzdem knapp? Steigende Lebenshaltungskosten zwingen immer mehr Menschen dazu, zusätzlich zu ihrem Job noch einen Minijob anzunehmen. Knapp sieben Millionen Deutsche Arbeiten in einem Minijob, davon drei Millionen im Nebenjob. Das bedeutet Mehrarbeit auch nach Feierabend oder am Wochenende.  

Kurzfristiger Minijob oder Minijob mit Verdienstgrenze

Es gibt zwei Arten von Minijobs. Den so genannten „kurzfristigen Minijob“, hier darf keiner mehr als drei Monate oder 70 Tage beschäftigt sein. Und den „450 Euro Minijob“, hier gibt es eine Verdienstgrenze. Maximal 450 Euro im Monat und maximal 5400 Euro im Jahr. Den vollen Betrag auf dem Konto, haben diejenigen, die sich auch vom Rentenbeitrag befreien lassen. Wer das tut, verzichtet dann aber auf Leistungen der Rentenkasse.

Recht auf Zweitjob

Das Recht auf einen Zweitjob hat jeder Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber darf nur unter bestimmten Bedingungen einen Minijob verbieten. Und zwar wenn eine Gesamtarbeitszeit von 48h pro Woche überschritten wird, oder dem Hauptarbeitgeber Konkurrenz gemacht wird. Manche Arbeitsverträge enthalten eine Nebenjobklausel. In dem Fall muss der Arbeitnehmer den Nebenjob melden oder sogar genehmigen lassen. 

Gleiche Rechte wie Vollzeitbeschäftigte

Gut zu wissen: Minijobber haben die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. Dazu zählen Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Mindestlohn. Es besteht sogar Anspruch auf Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, wenn die Vollzeitbeschäftigten diese Zahlungen auch erhalten. Hier gilt es aber aufzupassen, dass man die Verdienstgrenze von 5400 Euro im Jahr nicht durch Einmalzahlungen überschreitet. Ausgenommen sind steuerfreie Zulagen, wie Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge. 

Wichtig ist, jeder Arbeitnehmer muss seine Stunden und Einnahmen selber im Blick behalten. Denn nur wer sicherstellt, dass er die Verdienstgrenze nicht überschreitet, hat am Ende des Monats mehr Geld auf dem Konto.

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