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Die eigene Beerdigung vorbereiten

Verbraucher | WISO - Die eigene Beerdigung vorbereiten

Der eigene Tod, die eigene Beerdigung - für die meisten ein Tabuthema. Dabei macht es durchaus Sinn, sich damit schon zu Lebzeiten zu beschäftigen. Denn vorbereitende Gespräche und Planung erleichtern den Nachkommen in der schweren Zeit die Abwicklung.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.11.2019, 19:20

Wer nicht auf den eigenen Tod vorbereitet ist, muss hoffen, dass die Angehörigen die eigene Bestattung so regeln, wie man sie sich selbst gewünscht hätte. Aber was ist, wenn niemand über diese Wünsche konkret Bescheid weiß?

Laut dem Bundesverband Deutscher Bestatter werden nur sehr wenige Beisetzungen im Voraus geplant, Tendenz steigend. Dabei ist es – nicht nur bei Alleinstehenden – sinnvoll, alles Nötige schon zu Lebzeiten festzulegen. So werden die Angehörigen im Todesfall nicht nur finanziell sondern auch emotional entlastet. Denn mit dem Tod stellen sich viele Fragen, ganz besonders die eine zentrale Frage: Wie möchte ich bestattet werden – und wo?

Wie möchte ich bestattet werden – und wo?

In Deutschland schränkt der Friedhofszwang die Orte einer Bestattung ein. Zur Auswahl stehen:

  • eine Erdbestattung in einem Sarg auf einem Friedhof.
  • eine Feuerbestattung. Die Urne wird auf einem Friedhof oder in einem Wald beigesetzt.
  • Alternativ gibt es See- oder Luftbestattungen.

Die Mehrheit der Deutschen möchte heutzutage nach dem Tod verbrannt werden: Von den 933.000 Todesfällen im vergangenen Jahr wurden – Schätzungen zufolge – rund 60 Prozent der Leichname eingeäschert. Immer mehr Menschen entscheiden sich dabei für eine naturnahe Bestattung, zum Beispiel in einem Wald.

Vertrag zur Bestattungsvorsorge

Um die Einzelheiten zur eigenen Beerdigung im Voraus zu regeln, bieten Bestatter einen sogenannten Bestattungsvorsorgevertrag an. Der Vertrag wird in der Regel beim Bestatter und zuhause hinterlegt. Er kann jederzeit geändert und unter bestimmten Voraussetzungen auch gekündigt werden. Achtung: Mit dem Vertrag können Bearbeitungskosten anfallen. Fragen Sie daher gezielt bei Ihrem Bestatter nach.

Wer sich für die Dienstleistung eines Bestatters entschließt, bezahlt eine Jahresgebühr oder einen Kostenaufschlag im Todesfall. Das Geld für die Bestattung sollten Sie nie dem Bestatter selbst sondern auf ein Treuhandkonto überweisen. Einzelne Treuhandgesellschaften verlangen dafür eine einmalige niedrige Gebühr. Alternativ kann das Geld auf einem Sparkonto mit Sperrvermerk angelegt werden. Von einer Sterbegeldversicherung raten Verbraucherschützer ab, da sie sich nur in ganz seltenen Fällen lohnt. WISO-Tipp: Auch für ein Begräbnis ist es nicht pietätlos, Preise und Bedingungen zu vergleichen.

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Offene Rechnungen nach dem Tod

Oft kommen auf Angehörige auch noch offene Rechnungen nach dem Tod zu. Dafür ist es sinnvoll, im Voraus auch eine Vollmacht zum Beispiel für Bankgeschäfte auszustellen. Es gibt Vollmachten, die nur nach dem Tod gelten oder auch bereits davor. Letztere ist bei schwer kranken Menschen empfehlenswert.

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