Energie sparen

So senken Sie Ihre Nebenkosten

Die Nebenkosten steigen immer weiter. Vor allem die Energiekosten verschlingen einen Großteil des monatlichen Budgets! Tatsächlich waren Heizung, Wasser und Strom auch im vergangenen Jahr die Preistreiber Nummer eins. WISO verrät Ihnen, wie Sie effektiv die Nebenkosten senken können.

Die hohen Energiekosten machen sich spätestens auf der Nebenkostenabrechnung (gesetzlich: Betriebskostenabrechnung) bemerkbar. Viele Mieter zahlen inzwischen fast genauso viel Miete wie Nebenkosten. Jeder sechste Haushalt ist finanziell stark durch die Wohnkosten belastet, sagt das Statistische Bundesamt.

Genereller Check vom Experten

Wollen Sie Ihre Energiekosten senken, können Sie selbst aktiv werden – oder sich Hilfe von Experten holen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz beispielsweise bietet einen sogenannten „Basischeck“ an. Dieser kostet 10 Euro. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 – 809 802 400 können Sie sich für einen Energiecheck anmelden.

Und der geht so: Der Energieberater kommt zu Ihnen nach Hause und prüft den Strom- und Heizenergieverbrauch. Er berät zum richtigen Heizen und Lüften sowie zum Stromsparen. Innerhalb eines Monats erhalten Sie einen Bericht mit konkreten Tipps, um Energiekosten zu sparen. Das Angebot richtet sich an Mieter, Eigentümer und Vermieter mit bis zu sechs Wohneinheiten.

Heizung, Wasser und Strom – so sparen selbst Energiekosten

Wollen Sie selbst aktiv werden, dann wenden Sie die goldene Regel beim Heizen an:
Es muss nicht überall gleich warm sein! Heizen Sie daher besser kontrolliert: In der Küche empfehlen sich 18 bis 20 Grad, im Bad bis zu 23 Grad. Im Wohnzimmer reichen 20 bis 22 Grad und im Schlafzimmer sind 16 bis 18 Grad in Ordnung. So sparen Sie fünf bis zehn Prozent Heizenergie und damit Geld. Wie viel, das lässt sich pauschal nicht sagen, da der Wohnraum unterschiedlich groß ist. Außerdem: Stellen Sie Heizkörper nicht zu oder decken sie ab – sonst kann sich die warme Luft nicht im Raum verteilen.

WISO-Tipp: Programmierbare Thermostate steuern die Heizungen aufs Grad genau und reduzieren die Heizzeit. Beispiel: Morgens und abends darf es im Bad 23 Grad warm sein. Den Rest des Tages genügen 18 Grad. Kosten je Thermostat: zehn Euro. Ersparnis: 30 bis 50 Euro pro Jahr. Vor allem während der Heizperiode gilt: Stoßlüften! Drehen Sie die Heizung runter und öffnen Sie die Fenster für wenige Minuten. Das ist ausreichend, um die gesamte Raumluft auszutauschen. Klingt banal, kann aber eine Energieersparnis von rund 180 Euro pro Jahr bringen – im Vergleich zu ständig gekippten Fenstern bei kalten Außentemperaturen.

Stromkosten senken

Wir nutzen immer mehr technische Geräte im Alltag – und zwar gleichzeitig. Zwar ersetzen mobile Geräte wie Laptop oder Tablet-PC zum Teil stromhungrige und große Computer. Dafür gibt es aber heute immer mehr Haushalte mit zwei, drei, vier oder noch mehr Geräten.

Selbst energieeffiziente, moderne Fernseher werden zu Stromfressern. Der Grund: der Standby-Modus! Schalten Sie Elektrogeräte wie Fernseher, Computer und HiFi-Anlage nach der Benutzung ganz aus. Gehen Sie auf "Nummer Sicher" und ziehen am besten den Stecker. So bekommt das Gerät gar keinen Strom. Dadurch können Sie im Schnitt 100 Euro im Jahr einsparen. WISO-Tipp: Kaufen Sie Steckerleisten mit Ein- und Aus-Schalter. Das ist bequem: Ein Klick – und alle Geräte, die an der Leiste hängen, sind komplett ausgeschaltet.

Achten Sie auch beim Kauf von Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Haushaltsgeräten auf die Energie-Effizienzklassen. Verzichten Sie am besten auf Geräte der Klassen G bis A – und kaufen lieber Geräte mit den Effizienzklassen A+ bis A+++. Beispiel: Wenn Sie Ihren alten Kühlschrank der Energieeffizienzklasse B durch ein Gerät der Klasse A+++ austauschen, sparen Sie pro Jahr rund 70 Euro ein.

Wasserkosten senken

Beim Duschen, Baden und der Körperpflege wird der größte Teil des warmen Wassers im Haushalt verbraucht – nämlich rund ein Drittel des Gesamtwasserverbrauchs. Wollen Sie Wasser sparen, dann fangen Sie dort an, wo das Wasser raus kommt: am Wasserhahn und Duschkopf. Gerade das Duschen verbraucht in der Regel sehr viel warmes Wasser.

Weitere Möglichkeiten

Um warmes Wasser – und damit Geld – zu sparen, helfen Durchlaufbegrenzer oder sogenannte Luftsprudler-Aufsätze. Diese Aufsätze mischen dem Wasserstrahl Luft bei – dadurch verbrauchen Sie automatisch weniger Wasser bei gleichbleibendem Reinigungskomfort. Kosten: zwischen drei und zehn Euro. Effektive Aufsätze für Duschköpfe kosten circa 20 Euro. Ein durchschnittlicher Ein-Personen-Haushalt kann mit diesen kleinen Helfern pro Jahr 25 Prozent seiner Energiekosten für die Warmwasserbereitung sparen. Übrigens: Bei Warmwasser müssen es in einer zentralen Anlage nicht mehr als 60 Grad Celsius sein – auch, um sich vor Legionellen zu schützen. Bei dezentralen Lösungen wie Durchlauferhitzern genügen niedrigere Temperaturen: an der Küchenspüle etwa 45 Grad, zum Duschen ungefähr 38 Grad.

Viele Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen bieten ihn an: Den Eco- oder Sparmodus. Waschen Sie am besten nur dann, wenn die Maschine voll ist. Waschen Sie bei 40 statt bei 60 Grad und verzichten Sie auf den Trockner. Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 40 Grad plus Verzicht auf Vorwäsche und Trockner sparen Sie bis zu 110 Euro Wasserkosten im Jahr.

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