Entschädigung bei Flugreisen

Wer in Streitfällen helfen kann

Verbraucher | WISO - Entschädigung bei Flugreisen

Bei Verspätungen stehen Fluggästen in gewissen Fällen Entschädigungszahlungen zu. Sehr oft werden den Passagiere ihre Fluggastrechte aus den EU-Verordnungen aber nicht eingeräumt.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.08.2017, 20:00

Wer auf seiner Urlaubsreise Ärger hatte, mit Bahn, Flug, Schiff oder auch Fernbus und nach einer Beschwerde nicht weiter kommt, kann sich in den meisten Fällen Hilfe holen, zum Beispiel bei der kostenlosen Schlichtungsstelle für öffentlichen Personenverkehr (SÖP).

Für abgesagte Flüge oder große Verspätungen steht Reisenden Geld von der Airline zu, sofern die Fluggesellschaft dafür verantwortlich ist. Immer wieder haben Reisende aber Schwierigkeiten, ihren Anspruch durchzusetzen. Fluggäste können dann Hilfe suchen, zum Beispiel beim Reiseschlichter SÖP. Mehr als 5000 unzufriedene Reisende haben allein im ersten Halbjahr dieses Jahres eine Beschwerde bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr eingereicht.

Wie die Schlichtung beantragen?

Zuerst müssen Fluggäste ihre Beschwerde bei der Fluggesellschaft einreichen. Die Airlines haben maximal zwei Monate Zeit darauf zu antworten. Wenn Fluggäste mit ihrer Beschwerde bei der Fluggesellschaft nicht weiter gekommen oder mit der Antwort unzufrieden sind, können sie bei der SÖP einen Schlichtungsantrag stellen. Dafür müssen Sie den Sachverhalt schildern. Entweder per Brief oder per Online-Formular. Hier geht es zum Online-Formular der SÖP. Das Schlichtungsverfahren ist für Reisende kostenlos, es fallen keine Bearbeitungsgebühren oder Erfolgshonorare an.

Alternativ helfen Portale für Fluggastrechte

Reagiert die Fluggesellschaft nicht, können Fluggäste auch Fluggastrechteportale einschalten, wie zum Beispiel EUclaim, FairPlane, flightright oder flug-verspaetet.de. Diese erstreiten im Auftrag ihrer Kunden ausstehende Entschädigungen von Airlines. Dafür verlangen diese allerdings Provision. Bei Erfolg wird circa ein Viertel der Entschädigung fällig. Sind die Portale nicht erfolgreich, entstehen auch keine Kosten.

Fluggäste, die nicht auf ihre Entschädigung warten und ihr Geld sofort wollen, können sich an Portale wenden, die das Geld sofort überweisen, zum Beispiel EUflight, FairPlane Express oder wirkaufendeinenflug. Diese Unternehmen gehen in Vorleistung und behalten dafür einen größeren Anteil der Entschädigung ein. Meist um die 50 Prozent der Entschädigungssumme.

Sie können sich natürlich auch an einen Anwalt wenden, der auf Reiserecht spezialisiert ist. Die Honorare, die dann zu bezahlen sind, sind individuell.

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