WISO-Tipp: Gut vorbereitet in die Elternzeit

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Was es mit dem neuen Elterngeld auf sich hat und was Sie regeln müssen, um gut vorbereitet in Elternzeit zu gehen, erfahren Sie im WISO-Tipp.

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5 min
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Video verfügbar bis 10.07.2018, 19:25

Wer sein Kind nach der Geburt selber betreut und mit ihm in einem Haushalt in Deutschland lebt, hat Anspruch auf Elterngeld - egal, ob Sie angestellt sind oder als Freiberufler oder Selbstständige arbeiten. Auch Ehe- oder Lebenspartner, die mit dem Kind in einem Haushalt leben, können Elterngeld beantragen - selbst wenn es nicht ihr leibliches Kind ist, um das sie sich kümmern.

Um einen Anspruch auf Elterngeld zu haben, muss keine Elternzeit genommen werden. Auch Hausfrauen, Studenten und Selbstständige können Elterngeld bekommen: Sie alle haben keinen Arbeitgeber, bei dem sie die Elternzeit anmelden müssten. Angestellte müssen ihren Anspruch auf Elternzeit geltend machen, um ihre Arbeitszeit zu reduzieren und das Elterngeld zu beanspruchen.

Anspruch auf Elterngeld

Eltern, die gemeinsam ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500.000 Euro im Jahr vor der Geburt des Kindes hatten, erhalten kein Elterngeld. Für Alleinerziehende entfällt der Anspruch ab mehr als 250.000 Euro. Berücksichtigt werden nicht nur Einkünfte als Arbeitnehmer oder Selbstständiger, sondern auch als Vermieter.

ALG I-Empfänger erhalten zusätzlich zum Arbeitslosengeld den Sockelbetrag von 300 Euro. Auch Studenten, Auszubildende sowie Hausfrauen und Hausmänner erhalten diesen Mindestbetrag. ALG II-Empfänger erhalten zwar Elterngeld, es wird jedoch vollständig als Einkommen angerechnet, was dazu führt, dass sie monatlich genau so viel Geld zur Verfügung haben, wie ohne Elterngeld.

Nicht nur Deutsche, sondern auch Ausländer haben Anrecht auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland wohnen und berechtigt sind, hier zu arbeiten. Das gilt für alle, die aus EU-Ländern oder der Schweiz stammen. Andere Ausländer bekommen dann Elterngeld, wenn sie einen Aufenthaltstitel haben, mit dem sie dauerhaft in Deutschland arbeiten dürfen. Wer also nur ein Studentenvisum, eine befristete Arbeitserlaubnis hat oder Asyl genießt, bekommt kein Elterngeld.

Basis-Elterngeld oder ElterngeldPlus

Seit Mitte 2015 haben Eltern die Wahl zwischen dem Basis­Elterngeld und dem ElterngeldPlus.

Ein Elternteil kann bis zu zwölf Monate Basis­Elterngeld beziehen. Übernimmt auch der Partner für wenigstens zwei Lebensmonate des Kindes die Betreuung, kommen zwei Partnermonate - auch Vätermonate genannt - dazu. Das Basis-Elterngeld beträgt meist 65 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens vor der Geburt.

Wer etwas dazu verdient, während er Basis-Elterngeld bezieht, dem wird es entsprechend gekürzt. Denn es soll den Verdienstausfall wegen der Betreuung des Kindes ersetzen und nicht zusätzlich zum Einkommen gezahlt werden. Trotzdem können Elterngeldbezieher innerhalb bestimmter Grenzen arbeiten: nämlich in Teilzeit zwischen 15 und 30 Stunden pro Woche. Finanziell lohnt sich das bisher allerdings kaum, denn die Abzüge sind hoch.

ElterngeldPlus

Viele Mütter und Väter wünschen sich, gemeinsam für ihr Kind da zu sein und Verantwortung im Beruf zu übernehmen. Das neue ElterngeldPlus soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken und es Müttern und Vätern erleichtern, Elterngeld und Teilzeitarbeit miteinander zu kombinieren.

Mit ElterngeldPlus können Eltern ihre Bezugszeit verlängern - aus einem Elterngeld-Monat werden zwei ElterngeldPlus-Monate. Damit sollen Eltern dafür belohnt werden, früher in ihren Beruf zurückzukehren und lange Auszeiten zu vermeiden. Die Höhe des ElterngeldPlus liegt bei höchstens der Hälfte des monatlichen Basis-Elterngeldes, das Eltern ohne Teilzeiteinkommen zustünde.

Teilzeitarbeitende Eltern erhalten mit dem ElterngeldPlus unterm Strich mehr Unterstützung als mit dem Basis-Elterngeld, weil anders gerechnet wird. Grundregel: Wer in der Elternzeit arbeitet, dann ist das ElterngeldPlus immer die lohnendere Variante. Sogar eine Verdoppelung der Unterstützung ist möglich.

Partnerschaftsbonus

Neu ist auch der „Partnerschaftsbonus“: Paare, die sich in vier aufeinanderfolgenden Lebensmonaten ihres Kindes die Betreuung teilen und Teilzeit arbeiten, erhalten zusätzlich vier Monate ElterngeldPlus. Das gilt auch für getrennt lebende Elternteile, die als Eltern gemeinsam in Teilzeit gehen und für Alleinerziehende.

Den Bonus bekommt aber nur, wer in diesen Monaten nicht weniger als 25 und nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet. Dieser Zeitkorridor ist streng einzuhalten. Die Elterngeldstellen lassen sich am Ende der Elterngeldphase Bescheinigungen über die tatsächlich geleistete Arbeitszeit vorlegen. Arbeitet nur ein Partner zu viel oder zu wenig, müssen beide den an sie ausgezahlten Bonus zurückzahlen. Einfacher haben es Selbstständige: Sie regeln ihre Arbeitszeit selbst. Es reicht, wenn sie diese glaubhaft versichern.

WISO-Tipp: Arbeiten Sie als Frau in der Elternzeit nur 20 Stunden pro Woche oder weniger, müssen Sie für den Partnerschaftsbonus ihre Arbeitszeit erhöhen. Den dadurch höheren Nettolohn sollten Sie der Elterngeldstelle sofort mitteilen. Stellt der Sachbearbeiter im Amt den Lohnanstieg erst am Ende der Elterngeldphase fest, kann es zu Rückforderungen kommen.

Flexiblere Elternzeit

Neu ist auch, dass Eltern 24 Monate statt bisher 12 Monate der dreijährigen Elternzeit auf die Phase zwischen drittem und achtem Geburtstag ihres Kindes verschieben können. Das bedeutet: Elternzeitmonate dann, wenn Eltern und Kinder sie wirklich brauchen. Eine Elternzeit nach dem dritten Geburtstag müssen sie 13 Wochen vor Beginn der Zeit beantragen.

Die Elternzeit kann auf maximal drei Abschnitte aufgeteilt werden. Eine Mutter könnte also das erste Jahr nach der Geburt, das dritte und das fünfte Jahr Elternzeit nehmen. Einen dritten Abschnitt nach dem dritten Geburtstag kann ein Arbeitgeber ablehnen, wenn „dringende betriebliche Gründe“ dagegen sprechen.

Nettoeinkommen entscheidend

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Nettoeinkommen, das der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte. Grundlage der Berechnung sind die Lohn- und Gehaltsbescheinigungen der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des Kindes.

Vom durchschnittlichen Bruttoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt werden Pauschalen für Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Als Werbungskosten wird der jährliche Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro angesetzt. Was übrig bleibt, ist das Nettoeinkommen, das nicht identisch mit dem Nettogehalt ist, das auf den Gehaltsnachweisen steht.

Monate, in denen die Mutter aufgrund der gesetzlichen Mutterschutzfristen nicht arbeiten durfte oder wegen einer schwangerschaftsbedingten Krankheit weniger verdient hat, zählen nicht mit. Das gilt auch für Monate mit Bezug von Mutterschaftsgeld oder Elterngeld für ein älteres Kind oder Monate, in denen auf Grund von Wehr- oder Zivildienstzeiten Einkommen weggefallen ist. Statt dieser Monate werden weiter zurückliegende Monate zu Grunde gelegt. Wenn die Eltern es wünschen, bleibt es jedoch bei der Berechnung des Anspruchs auf Grundlage der letzten zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes.

Bei Selbstständigen ist die Berechnungsgrundlage das Jahreseinkommen aus dem Jahr vor der Geburt. In den letzten Monaten vor der Schwangerschaft noch mal besonders viel zu arbeiten, lohnt sich also nur dann, wenn das Kind Anfang des Jahres geboren wird.

Elterngeld-Berechnung

Das Elterngeld ersetzt das nach der Geburt des Kindes wegfallende Einkommen bei Voreinkommen zwischen 1000 und 1200 Euro zu 67 Prozent, bei Voreinkommen von 1220 Euro zu 66 Prozent und bei Voreinkommen von 1240 Euro und mehr zu 65 Prozent. Der Höchstbetrag liegt bei 1800 Euro.

Bei Voreinkommen von weniger als 1000 Euro steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent - je niedriger das Einkommen, desto höher die Ersatzrate. Auch ohne vorherige Erwerbstätigkeit kann der Mindestbetrag von 300 Euro bzw. 150 Euro beim ElterngeldPlus bezogen werden.

Wer schon ältere Kinder hat, hat meist vor der Geburt des jüngsten Kindes weniger gearbeitet. Deshalb gibt es einen Geschwisterbonus, sofern neben dem neuen Kind mindestens ein Geschwisterkind unter drei Jahren oder zwei Geschwisterkinder unter sechs Jahren vorhanden sind. Dieser Bonus beträgt zehn Prozent des Elterngelds, mindestens aber 75 Euro. Eltern von Mehrlingen erhalten monatlich pauschal 300 Euro zusätzliches Elterngeld für das zweite und jedes weitere Kind.

Anspruch auf Teilzeit in Elternzeit

Während der Elternzeit haben Mütter und Väter Anspruch auf Teilzeit. Von dem Argument, es gebe keine passende Stelle, brauchen sich Betroffene nicht abspeisen lassen: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, ihnen den Teilzeitwunsch zu erfüllen. Dafür müssen die Eltern lediglich die gewünschte Arbeitszeit und den Zeitraum mitteilen. Erlaubt ist eine Erwerbstätigkeit von bis zu 30 Stunden wöchentlich.

In Unternehmen mit weniger als 15 Beschäftigten besteht allerdings kein Anspruch auf eine reduzierte Wochenarbeitszeit. Dort müssen sich beide Seiten einigen.

Elternzeitgesetz

Darauf können sich Eltern berufen und müssen dafür für wenigstens zwei Monate auf Teilzeit gehen. Sie dürfen in jedem Lebensmonat des Kindes im Schnitt nicht weniger als 15 und nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeiten. Hat der Chef „dringende betriebliche Gründe“, kann er die Teilzeit ablehnen.

Teilzeit- und Befristungsgesetz

Dieses Gesetz gibt jedem Arbeitnehmer ein Recht auf Teilzeit. Vorgaben für den Umfang der Reduzierung gibt es nicht. Eine Mutter kann auch nur zehn Stunden pro Woche arbeiten. Allerdings müssen Mitarbeiter diese Teilzeit drei Monate vorher ankündigen. Auch kann der Chef sie leichter ablehnen, er braucht nur „betriebliche Gründe“.

Eltern, die nur vorübergehend von Voll- auf Teilzeit wechseln möchten, wählen besser die Teilzeit nach dem Elternzeitgesetz. Nach der Teilzeit kehren sie zur Vollzeitstelle zurück. Dieses Rückkehrrecht gibt es im Teilzeitgesetz nicht.

Rückkehranspruch

Nach dem Ablauf der vereinbarten Elternzeit haben Mütter wie Väter ein Anrecht auf die Rückkehr auf ihren alten – oder einen vergleichbaren – Arbeitsplatz. Ein vorzeitiges Ende der Elternzeit müssen Sie allerdings mit Ihrem Arbeitgeber abstimmen. Dieser muss der Bitte aber entsprechen, wenn ihr keine betrieblichen Belange entgegenstehen. Das vorzeitige Ende wegen der Geburt eines weiteren Kindes oder eines besonderen Härtefalls – zum Beispiel, weil die wirtschaftliche Existenz der Eltern gefährdet ist – kann der Arbeitgeber nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen.

Krankenversicherung in der Elternzeit

Egal, ob Mütter oder Väter ElterngeldPlus oder Basis-Elterngeld wählen: Solange Elterngeld fließt sind sie beitragsfrei gesetzlich krankenversichert. Diesen Vorteil können zum Beispiel Eltern für sich nutzen, die nach dem ersten Babyjahr ohne Job dastehen und Krankenkassenbeiträge aus eigener Tasche zahlen müssten. Beantragen sie für 24 Monate ElterngeldPlus statt nur für 12 Monate Basiselterngeld, sind sie länger beitragsfrei krankenversichert.

Privat Krankenversicherte in Elternzeit müssen dagegen den vollen Beitrag zahlen, da der Beitragszuschuss des Arbeitgebers zur Kranken- und Pflegeversicherung währenddessen entfällt. Sie zahlen also komplette Prämie - inklusive Arbeitgeberanteil. Der Wechsel eines Elternteils in die kostenfreie Familienversicherung ist während der Elternzeit nicht möglich.

Freiwillig gesetzliche Versicherte bleiben während der Elternzeit zwar Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse, sie müssen allerdings weiterhin Beiträge bezahlen - gegebenenfalls den Mindestbeitrag.

Achtung: Arbeitnehmerinnen und Beamtinnen beziehen nach der Geburt in der Regel acht Wochen lang Mutterschaftsgeld. Lebensmonate des Kindes, in denen Mutterschaftsgeld fließt, gelten als Basis­Elterngeld-Monate. Zwei der zwölf Monate Basis­Elterngeld, die diesen Müttern zustehen, sind durch das Mutterschaftsgeld also schon verbraucht. Folge: Diese Frauen können in der Regel nur zehn Monate Basis­Elterngeld zu 20 Monaten ElterngeldPlus umwandeln.

Urlaub und Kündigungsschutz

Der Arbeitgeber kann den Jahresurlaub, der Ihnen zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen. Den restlichen Urlaub muss er im laufenden Urlaubsjahr oder im Folgejahr nach der Elternzeit gewähren. Gehen Sie während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten, haben Sie denselben Urlaubsanspruch wie Ihre Kollegen ohne Elternzeit. Endet das Arbeitsverhältnis in der Elternzeit oder wird es im Anschluss nicht fortgesetzt, muss der Betrieb nicht genommenen Urlaub ausbezahlen.

Während der Elternzeit darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis prinzipiell nicht kündigen. Dieser besondere Kündigungsschutz beginnt bereits, wenn der Mitarbeiter die Elternzeit verlangt hat – höchstens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit. Nehmen Sie die Elternzeit nach dem dritten Geburtstag des Kindes, beginnt Ihr Kündigungsschutz frühestens 14 Wochen vorher. Es ist daher ratsam, die Elternzeit nicht sehr viel früher anzumelden, als es die gesetzlichen Fristen verlangen. Der Arbeitnehmer kann das Arbeitsverhältnis zum Ende der Elternzeit kündigen, wenn er eine Kündigungsfrist von drei Monaten einhält.

Elterngeld-Optimierung

Je höher Ihr Nettoeinkommen vor der Geburt Ihres Kindes ist, desto höher ist Ihr Anspruch auf Elterngeld. Erwarten Sie ein Kind, sollten daher der Elternteil, der das Kind nach der Geburt überwiegend betreut, so früh wie möglich in eine günstigere Steuerklasse wechseln - falls verheiratet. Dadurch erhöht sich das Nettoeinkommen.

Bei der Berechnung des Elterngelds wird die Steuerklasse zugrunde gelegt, die am längsten vor dem Bezug von Elterngeld genutzt wurde. Mütter müssen mindestens sieben Monate vor dem Mutterschutz, Väter mindestens sieben Monate vor Geburt des Kindes wechseln, um sich diesen Vorteil zu sichern. Sie zahlen dann zwar mehr Steuern, das höhere Elterngeld gleicht das aber mehr als aus. Außerdem kann man sich einen guten Teil über die Einkommenssteuererklärung zurückholen. Eine Änderung der Steuerklasse ist problemlos auch mitten im Jahr möglich - spätestens jedoch bis zum 30. November. Wenden Sie sich dazu einfach an Ihr zuständiges Finanzamt.

Bei Selbständigen ist das Nettoeinkommen der Gewinn, der nach Abzug der Ausgaben vom Umsatz übrig bleibt. Wer weniger Ausgaben geltend macht, erzielt automatisch ein höheres Einkommen und erhält damit mehr Elterngeld.

Beratung bei der Elterngeldstelle

Mütter und Väter müssen im Antrag auf Elterngeld angeben, wie lange sie Basis-Eltern­geld und ElterngeldPlus beziehen möchten. Die Elterngeldstellen beraten bei Fragen zum Antrag. Weil dabei so vieles zu beachten ist, ist eine gute Absprache zwischen den Partnern und vorausschauende Planung wichtig.

Tröstlich immerhin: Den kurz nach der Geburt gestellten Antrag und die Wahl von Basis-Elterngeld und ElterngeldPlus können Eltern später noch für kommende Monate bei ihrer Elterngeldstelle ändern. Nur rückwirkende Änderungen für bereits ausgezahlte Elterngeld-Monate sind in der Regel nicht mehr möglich.

Beantragung des Elterngeldes

Das Elterngeld muss schriftlich beantragt werden. Jeder Elternteil kann für sich einmal einen Antrag auf Elterngeld stellen. Der jeweilige Antrag kann bis zum Ende des Elterngeldbezuges geändert werden, jedoch nur für die Zukunft bzw. für noch nicht ausgezahlte Monatsbeträge.

Anders im ElterngeldPlus-Bezug: Monate, in denen bereits ElterngeldPlus bezogen wurde, können auch nachträglich in Basis-Elterngeld-Monate umgewandelt werden. Der Antrag muss nicht sofort nach der Geburt des Kindes gestellt werden. Rückwirkend werden Zahlungen jedoch nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats geleistet, in dem der Antrag auf Elterngeld bei der Elterngeldstelle eingegangen ist. Daher empfiehlt es sich, den Antrag innerhalb der ersten drei Lebensmonate des Kindes bei der Elterngeldstelle einzureichen.

Um finanzielle Nachteile zu vermeiden, sollte Elternzeit entsprechend den Lebensmonaten des Kindes und nicht nach Kalendermonaten genommen werden. Beispiel: Das Kind kommt am 10. Juli 2017 auf die Welt. Wer das Elterngeld ab August 2017 beantragt, dem wird das Einkommen vom 10. Juli bis Ende Juli voll auf das Elterngeld angerechnet. Deshalb ist es besser, Elterngeld ab dem 10. Juli 2017 zu beantragen.

Die Stelle für Elterngeld ist meist beim Versorgungsamt, beim Amt für Soziales oder beim Jugendamt angesiedelt.

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