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Hund entlaufen - so schützen sie sich vor Betrügern

Erpresser im Internet nutzen Notlage von Hundebesitzern aus

von Rainer Haupt

Jahr für Jahr verschwinden in Deutschland weit mehr als 100.000 Haustiere. Manche Katzen oder Hunde bleiben monatelang verschwunden. Ein echtes Drama für die betroffenen Familien. Besonders dann, wenn Betrüger versuchen, aus der Not Kapital zu schlagen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.03.2020

Haustiere verschwinden manchmal auch nur vorübergehend, weil die Ausreißer entweder von allein zurückkehren oder von freundlichen Findern an ihre Halter zurück vermittelt werden. Doch manchmal kommen sie nicht wieder zurück. Das ist für Familien schlimm, da die Haustiere für viele Menschen wie ein Familienmitglied sind.

Diesen Verlust nutzen Betrüger aus, um Geld zu erpressen. Sie durchsuchen im Internet systematisch Suchmeldungen zu vermissten Tieren, in denen Kontaktdaten und Telefonnummern der Halter angegeben sind. Dann rufen sie mit gefälschten Telefonnummern an und geben vor, im Auftrag von Tierkliniken oder Tierheimen anzurufen und verlangen eine "Gebühr" oder Behandlungskosten.

Ist das Haustier weg, sollten Sie das tun

  1. Information zuerst an örtliche Tierheime und Tierarzt-Praxen – hier werden die meisten Fundtiere abgegeben.
  2. Information an Haustierregister, zum Beispiel TASSO e.V. oder FINDEFIX (über den Deutschen Tierschutzbund) – dort registrierte Haustiere (vor allem Hunde und Katzen) können über einen entsprechenden Zahlencode dem Halter zugeordnet werden. Die Registerportale helfen auch mit Suchplakaten und anonymisierten Suchanzeigen und bieten ihre 24-Stunden-Notrufnummer als Kontaktmöglichkeit für ehrliche Finder und Helfer an.
  3. Anzeige beim örtlich zuständigen Polizeirevier.
  4. Suchplakate möglichst in der Nähe des Ortes des Verschwindens an öffentlich zugänglichen Stellen (Geschäfte, Pinwände etc.) platzieren.
  5. Möglichst keinen Finderlohn aussetzen, weil das Betrüger anlockt.
  6. Keine privaten Kontaktdaten veröffentlichen – vor allem nicht online in sozialen Netzwerken. Wer auf die Massenwirksamkeit des Internets nicht verzichten will, sollte sich eine extra Mailadresse oder auch eine Prepaid-Telefonkarte beschaffen. Diese können nach einer Suchaktion wieder abgeschaltet werden und bieten keine Grundlage mehr für weitere Betrugsversuche.
  7. Kein Geld an vermeintliche oder selbst ernannte Finder zahlen – ehrliche Tierfreunde geben vermisste Haustiere auch ohne derartige Forderungen wieder zurück. Und generell Vorsicht bei e-mails aus dem Ausland!
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