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Krankheitserreger im Haushalt

Regeln zur Hygiene in Küche, Bad und Wohnzimmer

Verbraucher | WISO - Krankheitserreger im Haushalt

Wie sauber sind Küchengeräte, Spüllappen und Toiletten im Haushalt wirklich? Welche Hygienemaßnahmen sind unnötig oder sogar schädlich? Antworten im WISO-Tipp.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.03.2020, 19:20

In Haus und Wohnung gibt es viele unsichtbare Mitbewohner, die selten erwünscht sind: Bakterien, Viren und Pilze. Viele davon sind auch auf unserer Haut zu finden, ungefährlich und sogar wichtig für die Immunabwehr.

Immunsystem braucht Training

Das Immunsystem braucht Einflüsse aus der Umwelt, um stimuliert zu werden und im Bedarfsfall zu funktionieren. Bakterien und Keime gehören dazu und stellen in einer normalen Konzentration keine Probleme für die körpereigenen Abwehrkräfte dar. Werden sie aber nicht trainiert, kann es sich nicht ausreichend entfalten. So entwickeln vor allem Kinder Allergien.

Krank machende Haushaltskeime

In einigen Fällen können die Haushaltskeime aber auch krank machen. So verursachen zum Beispiel Salmonellen oder Colibakterien Durchfall und Erbrechen, ebenso wie der hochansteckende Norovirus. Andere wie Schimmelpilze lösen Atemwegserkrankungen aus.

Wo tummeln sich die meisten Krankheitserreger?

Dort, wo sie die wenigsten vermuten würden: beispielsweise auf Türgriffen oder dem Fernseher, Fernbedienungen oder Lichtschaltern. Die werden häufig benutzt und selten gereinigt. So haben Haushaltskeime Zeit, sich dort anzusiedeln.

Bakterienherd Küche

Auch die Küche, in der wir täglich mit Lebensmitteln hantieren, bietet jede Menge Nahrung für Bakterien. Eine ideale Lebensgrundlage sind feuchtwarme Küchenschwämme oder Spüllappen, wo sich Erreger schnell vermehren. Ebenso betroffen sind Dunstabzugshaube, Holzschneidebretter, die Spüle oder der Kühlschrank.

Optimale Bedingungen im Bad

Im Bad finden Keime optimale Bedingungen: an Toilettenbrille oder -bürste, in Wasserhähnen, an feuchten Duschvorhängen und Duschköpfen. Gleiches gilt für Utensilien zur Körperpflege wie zum Beispiel Zahn- oder Haarbürsten sowie Kämme. Auch die Waschmaschine kann schnell zur Keimschleuder werden, wenn in ihr nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen wird.

Einfache Hygienemaßnahmen

Damit Krankheitserreger im Haushalt keine Chance haben, reichen einfache Hygienemaßnahmen aus:

Hände richtig waschen

  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und normaler Seife für etwa 30 Sekunden.
  • Besonders nach dem Toilettengang
  • Griff an den Einkaufswagen
  • Vor und während der Essenszubereitung.

Getrennte Putzlappen verwenden

Nutzen Sie getrennte Putzlappen für Waschbecken, Böden und Toilette, um Keime nicht weiter zu verteilen.

  • Außerdem: Lappen und Handtücher nach Gebrauch gut trocknen lassen
  • häufig auswechseln
  • und bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Gleiches gilt für Bettwäsche, Unterwäsche und Handtücher.
  • Ein heißer Spülgang sorgt auch für mehr Hygiene in der Waschmaschine.

Wird schnell vergessen

  • Nicht vergessen: auch Kühlschrank
  • Abfalleimer
  • Türklinken
  • Lichtschalter regelmäßig putzen.

Zahnbürsten, Bürsten und Kämme

  • Verwenden Sie in der Familie immer getrennte Zahnbürsten
  • und tauschen Sie diese alle acht Wochen aus.
  • Bürsten und Kämme sollten regelmäßig mit Haarshampoo gereinigt werden.

Widerstandsfähige Keime

Die Verwendung aggressiver Reiniger und Desinfektionsmittel sorgt dafür, dass Keime widerstandsfähig werden und erst recht Krankheiten verursachen. Sauberkeit und Hygiene sind wichtig – ein normales, regelmäßiges Reinigungsverhalten mit herkömmlichen Putzmitteln reicht jedoch aus.

Putzen

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