#service vom 29. August 2016

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Verbraucher | WISO - #service vom 29. August 2016

Themen: Facebook greift Daten bei WhatsApp ab, Rückruf bei Penny: Bifteki Hacksteaks, Urteil für Arbeitnehmer in Pflegeberufen, Rücknahme von Elektroschrott wird abgeblockt.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.08.2017, 20:00

Themen: Facebook holt sich WhatsApp-Daten, Rückruf bei Penny, wichtiges Urteil für Arbeitnehmer in Pflegeberufen, auf ihrem Elektroschrott bleiben noch immer viele Verbraucher sitzen.

Facebook holt sich WhatsApp-Daten

Facebook greift jetzt doch Daten bei WhatsApp ab - fast zwei Jahre nach der Übernahme des Messengers gibt es neue Geschäftsbedingungen. Damit erhält Facebook Zugriff auf die Telefonnummern der Anwender und auf Informationen, wann und wie sie bei WhatsApp aktiv sind. Mit dieser Vernetzung soll die Werbung bei Facebook besser personalisiert werden.

Wer das nicht möchte, kann in den Einstellungen der App 30 Tage lang einer Datenweitergabe widersprechen - auch, wenn man schon zugestimmt hat. Dafür muss man die Funktion bei WhatsApp unter Account-Info deaktivieren, also das Häkchen entfernen. Immerhin: auf Profil-Fotos, Namen und Chats greift Facebook noch nicht zu. Weitere Infos bei WhatsApp im Blog-Post und bei den FAQs.

Rückruf bei Penny

Der Discounter warnt vor Bifteki Hacksteaks seines Fleisch-Lieferanten Willms. In einzelnen Packungen wurden Kunststoffteile gefunden. Verbraucher sollten die griechischen Frikadellen auf keinen Fall essen. Penny nimmt die Ware zurück, auch ohne Kassenbon.

Betroffen ist Bifteki Hacksteak von Schwein und Rind mit Weichkäse, 315g Mindesthaltbarkeitsdatum: 26.08.16 bis einschließlich 31.08.16

„Aufgrund einzelner Funde von weißen Kunststoffteilchen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich einzelne Stücke in weiteren Packungen befinden können. Vor dem Verzehr der Produkte mit den vorgenannten Mindesthaltbarkeitsdaten wird daher dringend abgeraten“, heißt es beim Fleisch-Lieferanten. Der Rückruf von Penny.

Wichtiges Urteil für Arbeitnehmer in Pflegeberufen

Ausstehende Lohnforderungen können beim Mindestlohn nicht verfallen. Selbst dann nicht, wenn der Arbeitsvertrag eine Klausel mit einem entsprechenden Verfallsdatum enthält. Dies hat das Bundesarbeitsgericht im Fall einer Pflegehilfskraft entschieden: Die Frau hatte nach einer Krankheit die Lohnfortzahlung erst nach einem halben Jahr einfordern können. Laut Arbeitsvertrag hätte sie ihre Ansprüche aber innerhalb von drei Monaten stellen müssen. Solch eine Klausel ist unzulässig, sagt das Bundesarbeitsgericht.

Eine Entscheidung, die möglicherweise auch auf andere Branchen übertragbar ist, weil das Mindestlohngesetz eine ähnliche Regelung enthält. Offen bleibt allerdings, ob das Urteil auch für Verträge vor Inkrafttreten der Pflegeverordnung am 1. August 2010 gilt. Das Mindestlohngesetz gibt es erst seit Anfang 2015. Bundesarbeitsgericht, Az.: 5 AZR 703/15

Probleme mit der Rückgabe bei Elektroschrott

Auf ihrem Elektroschrott bleiben noch immer viele Verbraucher sitzen. Das zeigt eine Stichprobe der Deutschen Umwelthilfe. Denn trotz des neuen Elektro-Gesetzes blocken offensichtlich auch größere Händler eine Rückgabe der Geräte ab. Deshalb hat die Deutsche Umwelthilfe Amazon und IKEA schon abgemahnt. Schließlich müssen Händler mit größeren Läden seit Juli kleinere Geräte mit einer Kantenlänge bis 25 Zentimeter zurücknehmen – und zwar auch ohne Neukauf. Mehr dazu bei der Deutschen Umwelthilfe. Den kompletten Test finden Sie hier (pdf).

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