#service vom 13. März 2017

Verbraucher | WISO - #service vom 13. März 2017

Eheleute müssen sich nicht ausspionieren, Kritische Lippenpflege, Kostenfalle Girokonto, Rückruf wegen Salmonellen-Gefahr.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.03.2018, 19:25

Eheleute müssen sich nicht ausspionieren

Das Verhalten im Internet von Familienmitgliedern muss der Inhaber eines Anschlusses nicht dokumentieren oder gar kontrollieren, so der Bundesgerichtshof (BGH) in einer aktuell veröffentlichten Entscheidung. Im konkreten Fall sollte der Ehemann Abmahnkosten und Schadenersatz zahlen, weil von seinem Anschluss aus Filme unerlaubt heruntergeladen und bei einer Tauschbörse angeboten wurden. Da der Ehemann als Anschluss-Inhaber glaubwürdig erklären konnte, dass er nicht der Täter ist, muss er die verlangten Kosten nicht tragen. Das Ausspionieren seiner Ehefrau ist ihm nicht zuzumuten – so der Bundesgerichtshof. 

Die Entscheidung mit dem Aktenzeichen I ZR 154/15 vom 6.10.2016 begründet der BGH mit dem „grundrechtlichen Schutz von Ehe und Familie“– dieser Schutz wirke „zugunsten des Anschlussinhabers“. Die Richter verweisen damit auf Artikel 7 der EU-Grundrechtecharta und auf Artikel 6, Abs.1 im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Kritische Lippenpflege

Stiftung Warentest hat Lippenpflege-Produkte getestet und dabei kritische Inhaltsstoffe gefunden. Die Substanzen konnten in 18 von 35 getesteten Pflege-Produkten nachgewiesen werden und stehen unter anderem im Verdacht Krebs auszulösen. Die Tester raten dazu auf diese Produkte zu verzichten, weil die kritischen Stoffe über Mund und Lippen direkt in den Körper gelangen.

Außerdem empfehlen sie fruchtig riechende Lippenpflege nicht zu verwenden. Diese enthält zusätzlich Duftstoffe, die Allergien auslösen können – und verleiten vor allem Kinder zum Ablecken. Die getesteten Naturkosmetikprodukte waren bis auf eine Ausnahme frei von kritischen Substanzen.

Kostenfalle Girokonto

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat 15 sogenannte Gratis-Girokonten unter die Lupe genommen, mit dem Ergebnis: auch wenn auf den ersten Blick kostenlos draufsteht, sind doch versteckte Kosten drin. Zum Beispiel:

  • Extra-Gebühren für die GiroCard oder die Kreditkarte.
  • Extra-Kosten, wenn nicht regelmäßig eine bestimmte Summe eingezahlt wird.
  • Extra-Gebühren beim Bargeld abheben an fremden Automaten.

Deswegen raten die Verbraucherschützer dazu das Konto vor Vertragsabschluss genau zu prüfen.

Salmonellen-Gefahr

Kaufland ruft tiefgefrorene Königsberger Klopse zurück, weil in einzelnen Packungen Salmonellen gefunden wurden. Salmonellen können Durchfallerkrankungen auslösen und sind besonders für ältere und immungeschwächte Menschen gefährlich. Betroffen sind tiefgefrorene K-Classik Königsberger Klopse in Kapernsoße mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 07/2018. Die Klopse können in jedem Kaufland auch ohne Vorlage des Kassenzettels zurückgegeben werden. Alle Infos dazu auf lebensmittelwarnung.de.

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