#service vom 15. Mai 2017

Verbraucher | WISO - #service vom 15. Mai 2017

Themen: Ärger in der Bundesliga um Bezahlkarte, Haftungsfall bei Hausnotruf; Achtung, gefälschte Isofix-Gurte; Geld zurück bei Bausparkassen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 15.05.2018, 19:45

Ärger in der Bundesliga

Die payment solution-Gruppe mit ihren Bezahlkarten für´s Catering hat Pleite gemacht. Fans können mit den justpay-Karten zurzeit weder Essen noch Trinken kaufen, Geld gibt es aber auch nicht zurück. Betroffen sind die Zuschauer von Eintracht Frankfurt und Hertha BSC, von Zweitligist Lautern, Handballern und Basketballern. Doch was ist mit den Guthaben auf den Karten? Der Insolvenzverwalter will jetzt sanieren – oder am besten verkaufen. Gespräche mit Investoren hat es schon gegeben. Sollte das Unternehmen tatsächlich verkauft werden, könnte der neue Besitzer dann die Forderungen der Fans übernehmen.

Erster Haftungsfall bei Hausnotrufen

Anbieter von Hausnotrufen müssen bei groben Pflichtverletzungen für Gesundheitsschäden ihrer Kunden haften. Mit diesem Urteil des Bundesgerichtshofes könnte auf die Johanniter Unfallhilfe eine größere Schadensersatzforderung zukommen. Denn die hatte bei einem Notruf keinen Arzt vorbeigeschickt, sondern nur den Sicherheitsdienst. Später wurde aber doch ein Schlaganfall festgestellt. Hier hätten die Johanniter ihre Pflicht zur Hilfeleistung grob vernachlässigt, sagen die Richter. Das Berliner Kammergericht muss jetzt klären, ob tatsächlich eine Pflichtverletzung vorliegt und wie viel Schmerzensgeld es gibt.

Die Angehörigen fordern spektakuläre 40.000 Euro von der Johanniter Unfallhilfe. Die Familie sagt, dass die falsche Einschätzung der Lage zu Lähmung und Sprachstörungen ihres Vaters geführt hatte. Der ist mittlerweile verstorben.

Zum Urteil des Bundesgerichtshofes: Link

Gefälschte Isofix-Gurte

Babyschalen und Kindersitze sollten nicht nur mit einem losen Isofix-Gurt aus Fernost befestigt werden, warnt das Kraftfahrt-Bundesamt. Denn diese gefälschten Gurte sehen zwar sicher aus, sind aber nicht so stabil wie genehmigte Rückhaltegurte. Kindersitze sind eigentlich mit eigenen Sicherheitssystemen ausgestattet. Wer darauf verzichtet und nur den gefälschten Isofix-Gurt umlegt, riskiert, dass das Kind bei einem Unfall schwer verletzt wird. Laut Kraftfahrt-Bundesamt werden die losen Isofix-Gurte im Internet überwiegend aus Fernost angeboten.

Zur Warnung des Kraftfahrtbundesamtes: Link

Geld zurück bei Bausparkassen

Bausparkassen dürfen keine Kontogebühren erheben – deshalb können Betroffene jetzt ihr Geld zurückholen! Die Bausparkasse Badenia hatte von ihren Kunden eine jährliche Kontogebühr von 9,48 Euro verlangt - und auch bei anderen Bausparkassen sind Beträge von 9 bis 18 Euro im Jahr üblich. Wer schon bezahlt hat, kann das Geld mit einem Musterbrief der Verbraucherzentrale zurückfordern. Der Anspruch verjährt allerdings drei Jahre nach Zahlung.

Wichtig ist auch, dass sich das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofes auf Bausparverträge in der Darlehensphase bezieht. Es betrifft also Kunden, die sich das Darlehen bereits hatten auszahlen lassen. Ob eine Kontogebühr in der Sparphase auch unzulässig ist, ist dabei nicht geklärt.

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