#service vom 23. Januar 2017

Verbraucher | WISO - #service vom 23. Januar 2017

Themen: Test: Gefährlicher Kinderwagen, Gleicher Flugpreis für alle Zahlungsarten, Glasscherben in Sauerkirschen, Urteil: Heimkosten müssen gezahlt werden.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.01.2018, 19:25

Gefährlicher Kinderwagen

Beim Kinderwagen „Noxxter“ der Firma „Knorr-Baby“ besteht die Gefahr, dass der Sitz falsch montiert wird und zu kippen droht. Die Kinder können sich dabei verletzen. Das ergab ein aktueller Kinderwagen-Test der Stiftung Warentest. Das Problem bei diesem Kombi-Kinderwagen: Der Sitz ist nur dann richtig befestigt, wenn alle vier Metallstifte einklinken. Im Test vermittelte sich den Prüfern schon nach dem Einklinken von zwei Stiften fälschlicherweise der Eindruck, der Sitz sei richtig befestigt. Eltern sollten genau prüfen, ob der Sitz wirklich an allen vier Stiften eingerastet ist. Der Hersteller wird - nach Angaben von Stiftung Warentest - die Gebrauchsanleitung der Kinderwagen mit Warnhinweisen ausliefern und die nächste Produktionsreihe mit einer Kippsperre versehen.

Gleicher Flugpreis für alle Zahlungsarten

Ob ein Flug mit einer bestimmten Kreditkarte bezahlt wird, darf den Preis nicht beeinflussen, so der Bundesgerichtshof (BGH-Urteil vom 29.09.2016, Az. I ZR 160/15) in seinem Urteil, das jetzt veröffentlicht wurde. Geklagt hatten die Verbraucherzentralen gegen ein Online-Reiseportal. Wer hier nach Flügen suchte, bekam Preise angeboten, die man ausschließlich mit einer bestimmten Kreditkarte bekam – bei jeder anderen Zahlungsart fiel eine Servicegebühr an. Ein Preisvergleich ist damit nicht möglich – und das verstößt gegen EU-Recht – so die Richter.

Glasscherben in Sauerkirschen

Der Discounter Kaufland ruft Sauerkirschen der Marke „K-Classik Sauerkirschen entsteint und gezuckert“ zurück. In einigen Gläsern können sich nach Angaben des Herstellers Glasscherben befinden. Betroffen sind Gläser mit dem Mindesthaltbarkeits-Datum 04.07.2019 und der Lieferantennummer 352916. Kundinnen und Kunden können die Sauerkirschen in jedem Kaufland gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben - auch ohne Kassenzettel.

Tochter muss zahlen

Obwohl sie das Erbe ihrer Mutter ausgeschlagen hat, muss eine Frau nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg die ausstehenden Heimkosten ihrer verstorbenen Mutter übernehmen. In der Begründung des Gerichts heißt es: Die Tochter muss zahlen, weil sie eine Kostenübernahmeerklärung unterschrieben hat. Dass sie zwischenzeitlich ihr Erbe ausgeschlagen hatte, spielt dabei keine Rolle. Die Ansprüche des Pflegeheims gegen die Tochter bestehen weiterhin – so die Richter. Das Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg (Beschluss vom 21.12.2016 , - 4 U 36/16 - ) ist rechtskräftig.

Onlineportal zu Nahrungsergänzungsmitteln

Die Verbraucherzentralen haben ein neues Portal eingerichtet, das ausführlich über Nahrungsergänzungsmittel informiert. Mittlerweile nutzt in etwa jeder vierte Deutsche regelmäßig Vitamintabletten und Co. Auf der Seite klartext-nahrungsergaenzung.de finden Verbraucherinnen und Verbraucher ausführliche Produktinformationen und Hinweise zu möglichen Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln - wie zum Beispiel Wechselwirkungen mit Medikamenten oder falsche Dosierungen. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen keiner staatlichen Prüfung, sondern müssen nur beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angezeigt werden. Deswegen raten Verbraucherzentralen dazu sich vor dem Kauf und der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln genau zu informieren.

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