#service vom 26. Juni 2017

Verbraucher | WISO - #service vom 26. Juni 2017

Kleiderordnung bei sommerlichen Temperaturen, Hitze am Arbeitsplatz, Hilfe bei Unwetterschäden, Salami-Rückruf, Vorsicht bei Energydrinks.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.06.2018, 19:25

Kleiderordnung bei hohen Temperaturen

Diese Hitze am Arbeitsplatz! Bei hohen Temperaturen können Anzug und Krawatte echt unangenehm sein. In vielen Berufen dürfen Frauen luftige Kleidung tragen, Shorts für Männer sind allerdings nicht gern gesehen. „Dass Frauen Röcke tragen dürfen, Männer aber keine Shorts, ergibt sich nicht aus dem Gesetz, sondern hat sich als allgemein anerkannt durchgesetzt,“ sagt Arbeitsrechtsanwalt Christian Michels. „Ob das allerdings angesichts des Diskriminierungsverbotes rechtlich haltbar ist, ist in meinen Augen fraglich.“

Das hat schwedische Eisenbahner auf die Idee gebracht, im Rock zur Arbeit zu kommen. Schließlich steht in keinem Gesetz, dass nur Frauen Röcke tragen dürfen. Auch französische Busfahrer fordern luftige Kleidung für alle!

Grundsätzlich müssen sich Mitarbeiter aber an Kleiderordnungen halten – besonders dann, wenn es um Schutzkleidung geht oder um Kundenkontakt. „Wenn der Arbeitgeber eine bestimmte Kleiderordnung vorgibt und der Arbeitnehmer sich nicht daran hält, kann dies auch ein Grund für eine Abmahnung oder im Wiederholungsfall für eine Kündigung sein,“ sagt Michels. „Voraussetzung hierfür ist aber, dass die Anweisung des Arbeitgebers rechtmäßig ist.“

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Verbraucher | WISO - Kleidungs-Knigge fürs Büro

Was sollte man im Büro bei Hitze anziehen? Unsere Tipps.

Videolänge:
1 min
Datum:

Hitze am Arbeitsplatz

Kühlen Kopf bewahren, auch wenn die Sonne brennt: Zeigt das Raumthermometer mehr als 30 Grad, muss der Chef für Abkühlung sorgen. Dabei können Jalousien, Klimaanlagen und Ventilatoren helfen. Sollte das nicht möglich sein, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Kleiderordnung zu lockern und kalte Getränke bereitzustellen.

Reden Sie also mit ihrem Chef, wenn die Hitze im Sommer unerträglich ist und versuchen Sie, gemeinsam eine Lösung zu finden. Vielleicht ist es auch möglich, morgens früher anzufangen. Wichtig: Betriebs- und Personalräte haben dabei ein Mitbestimmungsrecht!

Mehr dazu: igmetall.de

Hilfe bei Unwetterschäden

Unwetter, Starkregen, Überschwemmungen – Betroffene können bald nur noch auf staatliche Sofort-Hilfe hoffen, wenn sie sich vorher erfolglos um Versicherungsschutz bemüht haben. Oder wenn eine Versicherung für sie viel zu teuer geworden wäre. Mit diesem Beschluss wollen die Länderchefs die immensen Kosten solcher Naturkatastrophen eindämmen.

Die Verbraucherzentralen raten deshalb, für Wohngebäude außerhalb der Risikogebiete eine Elementarschadenversicherung abzuschließen. Wie gefährdet die Region ist, in der man lebt, sollen Verbraucher bald mit einem bundesweiten Info-Portal über Naturgefahren prüfen können. Bisher sind allerdings erst fünf Bundesländer online.

Rückruf für Salami

Großer Rückruf bei EDEKA, Marktkauf, Norma, Netto und der Bünting-Gruppe – diese Supermärkte müssen Salami aus den Regalen nehmen. Betroffen sind Salami Sticks, Salami Sticks Classic und Luftgetrocknete Mini-Salamis Classic. Hersteller Mar-Ko hat in einigen Proben Salmonellen gefunden. Diese Bakterien können Durchfall verursachen. Kunden können das Produkt in jeder Filiale zurückgeben.

  • Rückruf bei EDEKA und Marktkauf: „Salami Sticks Classic" in der 100g-Packung und der Bezeichnung „GUT&GÜNSTIG“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 06.09.2017 bis einschließlich 09.09.2017.
  • Rückruf bei Netto Marken-Discount: „Salami Sticks" in der 100g-Packung und der Bezeichnung „Jean Luc“ und den Mindesthaltbarkeitsdaten 08.09.2017 und 09.09.2017.
  • Rückruf bei Norma: „Luftgetrocknete Mini-Salamis Classic“ in der 100g-Packung und der Bezeichnung „Gut Bartenhof“ und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 08.09.2017.
  • Rückruf bei Bünting: „Salami-Sticks Classic“ in der 100g-Packung und der Bezeichnung „Jeden Tag“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 06.09.2017 und 07.09.2017.

Vorsicht bei Energydrinks

Die Verbraucherzentrale Bremen hat bei einem Marktcheck zu viel Koffein und vor allem zu viel Zucker entdeckt. Bei den getesteten Produkten waren in sieben Getränkedosen pro 100 ml mindestens zehn Gramm Zucker zugesetzt. Spitzenreiter ist „Lupina ginger honey lemon“ – mit einem Zuckergehalt von 42,6 Gramm hat man hier mit nur einem Drink sein Tageslimit schon erreicht. Wichtig also: vor dem Kauf genau durchlesen, was in der Zutatenliste steht. Und sich nicht von stylischen Namen blenden lassen.

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