#service vom 25. Januar 2016

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Verbraucher | WISO - #service vom 25. Januar 2016

Themen: Mogelpackung des Jahres gekürt, Kreditkarten-Tausch nach Daten-Leck, Trickbetrug mit Rauchmelder-Kontrollen, wichtiges Urteil für Immobilien-Kredite.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.01.2017, 00:00

Themen: Mogelpackung des Jahres gekürt, Kreditkarten-Tausch nach Daten-Leck, Trickbetrug mit Rauchmelder-Kontrollen, wichtiges Urteil für Immobilien-Kredite.

Mogelpackung des Jahres gekürt

Die Bebe Zartcreme von Johnson&Johnson ist Mogelpackung des Jahres 2015. Das ist das Ergebnis einer Online-Abstimmung bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Gleich bei drei verschiedenen Packungsgrößen hatte der Hersteller im letzten Jahr die Füllmenge reduziert. Da gleichzeitig auch noch die Preise erhöht wurden, gab es so eine Preissteigerung von bis zu 84 Prozent. Platz 2 belegt der Tassimo latte macchiato classico von Jacobs. Hier gibt es nicht nur weniger Inhalt sondern auch weniger Qualität, sagt die Verbraucherzentrale: statt echter Milch verwendet Jacobs jetzt nur noch Milchbestandteile, die mit Verdickungsmittel zusammengehalten werden. Auf dem dritten Platz landet der Curry Ketchup von Heinz. Statt 500 sind nur noch 400 Milliliter in der neuen Kopfsteherflasche.

Nominiert waren auch die Zahnpasta Dentagard von Colgate Palmolive und der Herta Finesse Schinken von Nestlé. Sie belegen Platz vier und fünf. Insgesamt haben diesmal 26.132 Personen an der Wahl der Mogelpackung des Jahres teilgenommen, das sind sechsmal so viele Menschen wie im vergangenen Jahr. Weitere Infos finden Sie bei der Verbraucherzentrale Hamburg: vzhh.de

Kreditkarten-Tausch nach Daten-Leck

Ein Sicherheitsproblem bei Kreditkarten führt zur Zeit zu einer der größten Umtauschaktionen in Deutschland. Betroffen sind mindestens 100.000 Karten von Visa und Mastercard. Offensichtlich gibt es ein Leck, mit dem Kriminelle versuchen, Kunden-Daten abzugreifen – zum Beispiel beim Bezahlen im Internet, am Karten-Terminal der Händler oder bei Kreditkarten-Dienstleistern. Immer mehr Banken tauschen deshalb vorsichtshalber die Kreditkarten aus. Betroffen sind unter anderem Kunden von Postbank, Commerzbank, Com-direkt und Sparda Bank. Wurde tatsächlich zu Unrecht Geld abgebucht, werden betrogene Kunden in der Regel schnell entschädigt. Die Kosten trägt dann die Bank.

Auch die ING DiBa bestätigte bei unseren Recherchen die „Datenlecks“. Allerdings werden dort die Kreditkarten nicht ausgetauscht, sondern es wird ein sogenanntes „Monitoring“ bei allen Transaktionen durchgeführt, um Betrug zu verhindern. Nicht betroffen sind nach Angaben der Geldinstitute Kreditkarten der Deutschen Bank, der Sparkassen, der Berliner Volksbank und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Statement des Kreditkarten-Dienstleisters Worldline: worldline.com

Trickbetrug mit Rauchmelder-Kontrollen

Rauchmelder sind mittlerweile in fast allen Bundesländern Pflicht. Das hat allerdings laut Bundeskriminalamt jetzt Betrüger auf die Idee gebracht, sich als angebliche Rauchmelder-Kontrolleure auszugeben. Mit diesem Trick verschaffen sie sich Zugang in fremde Wohnungen und stehlen dort Schmuck und Bargeld. Lassen Sie also besser keine Unbekannten herein und rufen Sie im Zweifel die Polizei.

Übrigens: Mieter müssen in der Wohnung auch Funk-Rauchmelder akzeptieren. Auf diese Geräte kann zwar von außen zugegriffen werden, sie zeichnen aber weder Bewegung noch Gespräche auf. Damit ist die Klage eines Kölners vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Bundesverfassungsgericht, Az.: 1 BvR 2921/15, bundesverfassungsgericht.de. Wo Rauchmelder überall schon Pflicht sind, kann man nachlesen bei der Stiftung Warentest: test.de

Wichtiges Urteil für Immobilien-Kredite

Wenn ein Immobilienkredit vorzeitig gekündigt wird, muss die Bank bei ihrer Zins-Entschädigung auch mögliche Sondertilgungen anrechnen. Kreditnehmer würden sonst bei der Berechnung der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung benachteiligt, sagt der Bundesgerichtshof. Wer also einmal eine Sondertilgung ausgehandelt hat, kann damit seine Kosten senken, falls er vorzeitig aus dem Kreditvertrag aussteigen muss. Selbst bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen lassen sich nach diesem Urteil nachberechnen, heißt es bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Dort bekommt man auch Hilfe bei der Berechnung. Bundesgerichtshof, Az.: XI ZR 388/14 – die Entscheidung liegt noch nicht gedruckt vor: juris.bundesgerichtshof.de. Mehr dazu bei der Verbraucherzentrale Hamburg: vzhh.de, Antrag zur Nachberechnung: vzhh.de (pdf)

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