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Check: Gut online shoppen bei "Wish"?

WISO testet das Shopping-Portal

von Sven-Hendrik Hahn

Neben "Amazon" und "Ebay" drängt auch die amerkanische Plattform "Wish" auf den Markt der Shopping-Portale. Was können Verbraucher erwarten? WISO hat die Plattform getestet.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.11.2019

Zu den populärsten Shopping-Apps der Welt zählen "Amazon" und "Ebay". Seit einigen Jahren macht aber auch "Wish" auf sich aufmerksam. Die Plattform wurde nicht zuletzt durch eine Werbekampagne bekannt, in der bekannte Fußballer wie Neymar, Gianluigi Buffon oder Paul Pogba auftraten.

Genaue Kundenzahlen gibt es nicht, aber die Tatsache, dass die App sowohl im deutschen Apple App Store als auch im Google Play Store zu den erfolgreichsten Apps gehört, spricht für die wachsende Bekanntheit des Anbieters. Ähnlich sehen die Download-Zahlen in anderen Ländern wie den USA aus. Mehrere hundert Millionen Kunden rund um den Globus dürften inzwischen mit der App shoppen.

Komplexes Geschäftsmodell

Unternehmensstruktur von "Wish"
Das Konstrukt ist komplex: "Wish" versteht sich als reine Shopping-Plattform mit dem Sitz: USA. Viele Produkte auf der Seite kommen direkt von Händlern aus China. Um die Kaufabwicklung kümmert sich ein Dienstleister aus Schweden.
Quelle: ZDF

Das Modell von "Wish": Verlockend günstige Preise und sogar kostenlose Artikel locken Millionen Kunden an. Problematisch können mangelnde Qualität und Probleme bei der Rückerstattung sein.

Probleme beim Zoll

Allgemein beschlagnahmt der Zoll jährlich 3,3 Millionen Waren, die Mehrzahl aus China, vor allem wegen der Produktsicherheit, erklärt Michael Bender vom Hauptzollamt Gießen: „Wir ziehen ständig mehr Artikel aus dem Verkehr, die nicht produktsicher und marktfähig sind". Ein weiterer Dauerbrenner seien laut Zoll Markenfälschungen.

Umweltbelastung durch Entsorgung

Verbraucherschützer warnen davor, dass Produkte, die auf Billig-Plattformen getätigt werden, häufig im Müll landen. Kaum ein Anbieter wolle die Produkte zurückhaben. Verbraucher würden dann auf das Geld verzichten und das Produkt einfach wegschmeißen, so Kirsti Dautzenberg von den Marktwächtern: „Das sehen wir insofern kritisch, weil wir Schrott importieren, den wir dann wieder entsorgen.“ Ihr Tipp: Bei allzu billigen, fast schon absurd scheinenden Angeboten sollte man die Finger ruhig halten und nicht sofort auf „Kaufen“ klicken.

Verbraucher | WISO - Vier Dimensionen von "Wish"

Welche Auswirkungen hat das Shopping-Portal auf Verbraucher, Zoll, Umwelt und die technische Sicherheit? Expertenstimmen zur Online-Plattform.

Videolänge:
1 min
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