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Patientenverfügung: Auf alles vorbereitet?

Darauf sollte man achten

von Marcel Burkhardt

Keiner ist davor gefeit, etwa durch einen Unfall in eine Situation zu geraten, in der er nicht mehr selbst äußern kann, was mit ihm geschehen soll. Deshalb sollte man frühzeitig eine Patientenverfügung erstellen.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 18.11.2020

Ein Unfall, eine schwere Erkrankung, Alzheimer – es gibt viele Gründe, die dazu führen können, dass man seinen eigenen Willen nicht mehr äußern kann. Das müssen dann andere Menschen für einen übernehmen. Jeder Mensch hofft zwar, möglichst gesund alt zu werden, aber es ist wichtig, sich bereits in gesunden Tagen die Frage zu stellen: Was geschieht mit einem im Notfall, wenn man die eigenen Wünsche nicht mehr äußern kann?

Patientenverfügung: Auf alles vorbereitet

Mit einer Patientenverfügung legen Sie schriftlich bindend fest, welche ärztliche Hilfe Sie im Ernstfall wünschen und unter welchen Bedingungen auf ärztliche Maßnahmen verzichtet werden soll. Sie bestimmen in der Verfügung auch, welche Vertrauensperson Ihren Willen gegenüber Ärzten vertritt. Nur so können Sie dafür vorsorgen, dass Ihre persönlichen Wünsche auch berücksichtigt werden. Achtung: Ohne Patientenverfügung sind auch Ehepartner nicht berechtigt, Ihre Patientenwünsche durchzusetzen.

Wichtig ist es, seine Patientenwünsche so konkret wie möglich zu formulieren. Denn nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs müssen die Verfügungen sehr präzise sein. Wer zum Beispiel „keine lebensverlängernden Maßnahmen“ wünscht, formuliert zu allgemein und macht die komplette Verfügung unwirksam. Wichtige Informationen und rechtssichere Formulierungen finden Sie zum Beispiel auf den Seiten des Bundesjustizministeriums.

Patientenverfügung: Wer informiert und berät?

Sprechen Sie zudem mit Ihrem Hausarzt über Ihre Patientenwünsche, lassen Sie sich von ihm über etwaige Folgen beraten und bitten sie ihn, Ihre fertige Verfügung zu überprüfen und mit seiner Unterschrift zu bezeugen. Wichtig: Überprüfen Sie den Inhalt Ihrer Patientenverfügung regelmäßig! Denn im Lauf des Lebens können sich Ihre Behandlungswünsche ändern. Sorgen Sie zudem dafür, dass Ihre Bevollmächtigten wissen, wo das Original Ihrer Patientenverfügung ist. Denn um Ihre Patientenwünsche durchsetzen zu können, müssen Ihre Vertrauenspersonen über das Originaldokument verfügen.

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Videolänge:
5 min
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