Glyphosat in Wattepads

Umweltbundesamt gegen weitere Zulassung

Verbraucher | WISO - Glyphosat in Wattepads

Eine WISO-Stichprobe hat das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat in Wattepads und Wattestäbchen, darunter auch in einem Bio-Produkt, nachgewiesen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 06.03.2017, 00:00

Eine WISO-Stichprobe hat den Einsatz des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat in Wattepads und Wattestäbchen, darunter auch in einem Bio-Produkt, nachgewiesen. Für Aufsehen hatten zuletzt Spuren des Pestizids auch in Bier gesorgt.

Bei der WISO-Stichprobe wurde in Wattepads und Wattestäbchen das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat nachgewiesen. Die dabei gemessenen Werte sind höher als die bestehenden Grenzwerte für Trinkwasser, im Vergleich zu den Grenzwerten für Lebensmitteln sind die von WISO gemessenen Konzentrationen niedriger. Für textile Produkte gibt es derzeit keine Grenzwerte für Glyphosat. Textilprodukte wurden bislang auch nicht auf den Wirkstoff untersucht.

31 Hygieneprodukte getestet

WISO hat nach einem validierten Verfahren 31 Hygieneprodukte auf Glyphosat testen lassen. Dabei wurde in sechs Wattepads/Wattestäbchen der Hauptmetabolid AMPA in einer Konzentration zwischen 15 bis 90 ppb gemessen. AMPA ist ein Abbauprodukt von Glyphosat und dient dem Nachweis des Unkrautbekämpfungsmittels. Laborberichte: Laborbericht Pads, Tampons, Wattestäbchen etc., Laborbericht für Milchproben.

Eine weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der EU lehnt das Umweltbundesamt ab. Im ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO begründet Andreas Gies vom Umweltbundesamt dies mit den Schäden, die Glyphosat in der Umwelt und in den Nahrungsketten verursache.

Analysen des Umweltbundesamtes hätten Glyphosat in immer mehr Menschen in immer höheren Konzentrationen gefunden. Die Weltgesundheitsorganisation hat Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Das sollte man nicht ignorieren, forderte Gies in WISO. "Wegen dieser Umweltauswirkungen ist das Umweltbundesamt nicht in der Lage, einer weiteren Zulassung zuzustimmen."

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