#service vom 11. April 2016

Aktuelle Verbraucher- und Wirtschaftsnachrichten

Themen: Wichtiges Urteil für Autofahrer; Rückruf bei Lidl; Roaming-Gebühren gesenkt.

Wichtiges Urteil für Autofahrer

Wer einen Parkplatz sucht, muss nicht auf der gesamten Straße nachsehen, ob vielleicht irgendwo ein Verbotsschild steht. Laut Bundesverwaltungsgericht sollten nämlich Schilder, die ein Parkverbot für einen bestimmten Zeitraum kennzeichnen, so aufgestellt sein, dass ein Fahrer schon während der Fahrt oder wenigstens gleich beim Aussteigen erkennen kann, dass hier Parken verboten ist.

Autofahrer müssen also nicht aktiv nach Verbotsschildern suchen. Und die Abschleppkosten muss der Kläger auch nicht zahlen. Er hatte das Halteverbot für ein Straßenfest nicht gesehen. Ein wegweisendes Urteil, sagt der ADAC. Behörden müssten kurzzeitig geltende Schilder sorgfältig und gut sichtbar aufstellen, sonst seien die Autofahrer nicht für Verstöße verantwortlich zu machen.

Rückruf bei Lidl

Achtung, Discounter Lidl muss Eier zurückrufen – einige Kartons des niederländischen Lieferanten Omega wurden falsch etikettiert. Sie zeigen ein Haltbarkeitsdatum bis zum 7.Juni. Solange bleiben die Eier allerdings nicht frisch. Lidl hat die Ware bereits aus den Regalen genommen. Wer diese Eier gekauft hat, kann sie zurückbringen und bekommt das Geld zurück – auch ohne Kassenbon.

Betroffen sind:

- Frische Eier aus Bodenhaltung [Gr. M, L], 10er Packung - MHD 07.06.
- Bio-Eier [Gr. M, L, XL], 10er Packung - MHD 07.06.
- Frische Eier aus Freilandhaltung [Gr. M, L], 10er Packung - MHD 07.06.

Roaming-Gebühren gesenkt

Das Telefonieren und Surfen im europäischen Ausland wird billiger. Ab dem 30. April treten EU-Vorschriften in Kraft, die die Höhe der Roaming-Gebühren begrenzen. Anbieter dürfen dann für Verbindungen im Ausland nur fünf Cent pro Minute zusätzlich zum Heimtarif erheben. Eine SMS darf maximal zwei Cent mehr kosten. Bei der Internetnutzung ist der Roaming-Aufschlag auf fünf Cent pro Megabyte begrenzt. Hinzu kommt jeweils noch die Mehrwertsteuer.

Schon 2007 hatte das EU-Parlament die Verordnung über Roaming in öffentlichen Mobilfunknetzen verabschiedet. Das Europäische Parlament schreibt den Mobilfunkanbietern ganz grundsätzlich vor, ihren Kunden keine extrem hohen Kosten in Rechnung zu stellen, wenn sie im EU-Ausland mit der heimischen SIM-Karte telefonieren, SMS-Nachrichten schicken oder im Internet surfen. Ab dem 1. Mai ändert sich die Struktur der Roaming-Gebühren für diese Netz-Aktivitäten : Während ab ab dem 1. Juni 2014 eine feste Preisobergrenze vorgeschrieben war, gilt nun in einem Monat der nationale Tarif zuzüglich eines festen Aufschlags.

Diese Begrenzungen gelten jedoch, nur wenn die Nutzer die Dienste auf Reisen oder im Urlaub in Anspruch nehmen. Für eine Nutzung über einen längeren Zeitreum hinweg kann der Anbieter nach wie vor höhere Gebühren verlangen. Eine kostenlose Benachrichtigung zu den aktuellen Preisen im EU-Ausland bleibt erhalten, beim Surfen im mobilen Netz ist ebenfalls eine Sicherung vorgesehen: Die maximale Rechnung darf nicht 50 Euro überschreiten, zudem muss der Anbieter den Nutzer benachrichtigen, wenn 80 Prozent dieses Grenzwertes erreicht sind.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet