#service vom 9. Mai 2016

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Verbraucher | WISO - #service vom 9. Mai 2016

Themen: Falschgeld in Deutschland, Käserückruf und Kritik an den LoveBrands von Ferrero.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.05.2017, 00:00

Themen: Falschgeld in Deutschland, Käserückruf bei Vernières Frère, Kritik an LoveBrands von Ferrero, neue Regelungen zur gesetzlichen Betreuung.

Achtung, falsche Fuffziger!

Das Bundeskriminalamt hat im letzten Jahr Falschgeld im Wert von 5,5 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen. Damit ist die Zahl der Fälle, in denen versucht wurde, mit Blüten zu bezahlen, um 42 Prozent gestiegen. Grund dafür ist laut BKA der schwunghafte Handel im Internet mit Kopiervorlagen, Hologrammen und Anleitungen.

In Deutschland kursieren vorwiegend falsche 50er, europaweit sind es mehr 20er. Bei den meisten Scheinen handelt es sich um sogenannte Napoli-Blüten – das sind hochwertige Fälschungen, die aus der Gegend um Neapel stammen. Wer befürchtet, eine solche Blüte erwischt zu haben, sollte Hologramme, Wasserzeichen und Glanzstreifen prüfen.

Wieder Rückruf von Blauschimmelkäse

Vorsicht beim Käse-Kauf – Hersteller Vernières Frères muss schon wieder seinen Blauschimmelkäse zurückrufen. Betroffen ist der „Grand Maître Roquefort“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 25.06.2016. Wie schon vor einem halben Jahr wurden in einigen Chargen Kolibakterien gefunden. Diese Keime können zu Infektionen führen und zu Durchfall. Deshalb sollte der Käse auf keinen Fall mehr gegessen werden.

Grand Maître Roquefort,
100-Gramm-Packung,
Hersteller: Vernières Frères Roquefort/Soulzon, Frankreich
Mindesthaltbarkeitsdatum 25.06.2016,
Kennzeichnung: 151.032.

Der Käse wurde bundesweit in verschiedenen Läden verkauft.

Kritik an LoveBrands von Ferrero

Kinder lieben Nutella – doch Verbraucherschützer kritisieren die neue Werbeaktion zur Fußball-EM. Wer Punkte von Ferrero-Produkten sammelt, bekommt als Prämie unter anderem einen Fußball mit den aufgedruckten Unterschriften der Nationalmannschaft versprochen. Dieser Ball kostet 70 Punkte, also 35 Gläser Nutella. Das sind über 90 Euro. Aber auch knapp neun Kilogramm Zucker und fünf Kilo Fett.

Dafür gibt es von der Verbraucherzentrale Bremen die Rote Karte: die Aktion sei unverantwortlich. Schließlich warnen Fachleute schon lange vor steigendem Übergewicht – in Deutschland gilt mittlerweile jedes siebte Kind als zu dick. Ferrero erklärt dagegen, der Süßwarenkonsum sei seit Jahren stabil. Durch solche Aktionen würden sich nur die Marktanteile verschieben. Gesammelt werde oft in größeren Gruppen und Nutella sei ja auch lange haltbar.

Neue Regeln zur gesetzlichen Betreuung

Bevor ein Mensch einen gesetzlichen Betreuer bekommt, muss er zwingend vor Gericht angehört werden. Denn die Betreuung ist ein tiefer Einschnitt in das Persönlichkeitsrecht, sagt das Bundesverfassungsgericht. Deshalb müsse das Gericht vorher zweifelsfrei klären können, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind und eine Betreuung wirklich angeordnet werden muss. Nur, wenn Gefahr im Verzug ist, kann das Betreuungsgericht die Anhörung auch nachholen.

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