#service vom 4. April.2016

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Verbraucher | WISO - #service vom 4. April.2016

Themen: Finanzielle Förderung für energieeffiziente Neubauten verdoppelt, Fake-Shops bei Amazon, kein Verkauf von E-Shishas an Minderjährige, Telefonieren und Surfen im Ausland wird günstiger.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.04.2017, 12:00

Themen: KfW-Förderung für Neubauten verdoppelt, Fake-Shops bei Amazon, Verbot von E-Zigaretten für Jugendliche, Roaming-Gebühren gesenkt.

Die KfW-Förderbank verdoppelt ihre Kredite für energieeffiziente Neubauten. Statt 50.000 Euro liegt die Obegrenze für Bauherren dann bei 100.000 Euro. Gleichzeitig aber verschärft die Förderbank die energetischen Anforderungen. Gefördert werden nur noch Neubauten, die mindestens dem Standard KfW-Effinzienzhaus-55 entsprechen. Das bedeutet: Ihr Energiebedarf darf höchstens bei 55 Prozent der bis Ende 2015 zulässigen Höchstwerte liegen.

Weiterhin können Eigentümer und Mieter auch zinsgünstige Kredite für die Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen bekommen. Gefördert werden zum Beispiel der Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster und die Nachrüstung einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren, ebenso wie der Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen und die Installation von Bewegungsmeldern.

Fake-Shops bei Amazon

Eine neue Betrugsmasche lauert beim Online-Einkauf über Amazon. Sogenannte Fake-Shops locken mit sensationell günstigen Angeboten, beispielsweise für hochwertige Waschmaschinen oder Kühlschränke. Wer dann den Aufforderungen wie „Kontaktieren Sie mich“ oder „Preis gibt’s nur hier“ folgt, landet nicht in der Amazon-Kaufabwicklung, sondern bei einem Betrüger und ist sein Geld los – ohne je Ware zu sehen. Auch wenn Amazon beteuert, Fake-Shops sofort von der Seite zu entfernen, ist weiter Vorsicht angebracht. Man muss wissen: Bei Amazon verkauft nicht nur Amazon selbst die Produkte. Es sind vielmehr viele verschiedenen Onlinehändler, die auch ihre Waren auf der Webseite anbieten. Man kann sowohl direkt bei Amazon oder bei einem anderen Anbieter kaufen. Informationen zu dem jeweiligen Verkäufer findet man unter jedem Artikel. Das nutzen Betrüger aus. Sie mischen sich unter die vielen seriösen Onlineshops und locken Käufer mit Dumpingpreisen an, um sie anschließend abzuzocken.

Dabei sind Vorsichtsmaßnahmen recht einfach: Niemals seine Daten an eine unbekannte Mail-Adresse weitergeben, auch wenn der angebliche Verkäufer darum bittet. Eine Transaktion, ein Geschäft bleibt nur sicher, wenn man auf der von Amazon geschützten Seite bleibt. Findet man keine genauen Angaben über den Verkäufer, gibt es noch keinerlei oder nur wenige Bewertungen, und kein Impressum – sollte man die Finger davon lassen. Auch der gesunde Menschenverstand hilft: Preise, die deutlich unter den üblichen Marktpreisen oder denen anderer Mitanbieter sind, sollte man mit Mißtrauen betrachten.

Verbot von E-Zigaretten für Jugendliche

E-Shisha
E-Zigarette: Kinder und Jugendliche dürfen sie nicht mehr kaufen. Quelle: dpa

Elektronische Zigaretten und E-Shishas - die elektronische Variante der Wasserpfeife -, dürfen nicht mehr an unter 18-jährige verkauft werden. Dadurch sollen junge Menschen besser vor gesundheitlichen Gefahren geschützt werden. Auch ohne Nikotin gilt der Konsum der E-Zigaretten als gesundheitsschädlich. Das Verbot gilt auch für den Versandhandel und damit für den Online-Verkauf. Online-Händler müssen mit geeigneten Vorkehrungen wie einer Altersprüfung sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche nicht an die Produkte gelangen. Sonst droht ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro.

Begründet hat die Bundesregierung das Verkaufsverbot mit den Gesundheitsrisiken des Sucht- und Nervengiftes Nikotin, das auch beim Konsum von elektrischen Zigaretten und Shishas mit der Nikotinlösung eingeatmet werde. Aber auch der Konsum von nikotinfreien elektronischen Zigaretten und Shishas sei gesundheitsgefährdend, da beim Verdampfen Stoffe entstünden, die als möglicherweise krebsauslösend gelten.

Eine frühere Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hatte ergeben, dass jeder fünfte Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren schon einmal eine E-Shisha und jeder siebte eine E-Zigarette probiert hat. Vor allem das vielfältige Angebot an Geschmacksrichtungen, in denen die zum verdampfenden Liquids, den Aromastoffen, angeboten werden, wirken verlockend auf Kinder und Jugendliche. Über den klassischen Tabakgeschmack hinaus, gibt es Armomen wie Kirche, Mango, Apfel aber auch Cola, Schokolade oder Kaugummi.

Roaming-Gebühren gesenkt

Das Telefonieren und Surfen im europäischen Ausland wird billiger. Ab dem 30. April treten EU-Vorschriften in Kraft, die die Höhe der Roaming-Gebühren begrenzen. Anbieter dürfen dann für Verbindungen im Ausland nur fünf Cent pro Minute zusätzlich zum Heimtarif erheben. Eine SMS darf maximal zwei Cent mehr kosten. Bei der Internetnutzung ist der Roaming-Aufschlag auf fünf Cent pro Megabyte begrenzt. Hinzu kommt jeweils noch die Mehrwertsteuer.

Frau telefoniert mit Handy am Strand
Teuer telefonieren im Urlaub? Das gehört bald der Vergangenheit an. Quelle: imago

Schon 2007 hatte das EU-Parlament die Verordnung über Roaming in öffentlichen Mobilfunknetzen verabschiedet. Das Europäische Parlament schreibt den Mobilfunkanbietern ganz grundsätzlich vor, ihren Kunden keine extrem hohen Kosten in Rechnung zu stellen,, wenn sie im EU-Ausland mit der heimischen SIM-Karte telefonieren, SMS-Nachrichten schicken oder im Internet surfen. Ab dem ersten Mai ändert sich die Struktur der Roaming-Gebühren für diese Netz-Aktivitäten : Während ab ab dem ersten Juni 2014 eine feste Preisobergrenze vorgeschrieben war, gilt nun in einem Monat der nationale Tarif zuzüglich eines festen Aufschlags.

Diese Begrenzungen gelten jedoch, nur wenn die Nutzer die Dienste auf Reisen oder im Urlaub in Anspruch nehmen. Für eine Nutzung über einen längeren Zeitreum hinweg kann der Anbieter nach wie vor höhere Gebühren verlangen. Eine kostenlose Benachrichtigung zu den aktuellen Preisen im EU-Ausland bleibt erhalten, beim Surfen im mobilen Netz ist ebenfalls eine Sicherung vorgesehen: Die maximale Rechnung darf nicht 50 Euro überschreiten, zudem muss der Anbieter den Nutzer benachrichtigen, wenn 80 Prozent dieses Grenzwertes erreicht sind. Ab 2017 will die EU die PLACEHOLDER.

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