#service vom 1. Januar 2018

Das ändert sich zum Jahresanfang

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Verbraucher | WISO - #service vom 1. Januar 2018

Themen: Winterreifen nur noch mit Schneeflocke, Betriebsrenten werden attraktiver, Steuererklärung einfacher und schneller, mehr Schutz für Häuslebauer.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.12.2018, 10:14

Winterreifen nur noch mit Schneeflocke

Wer neue Reifen kauft, sollte auf die Schneeflocke achten. Denn das Alpine-Zeichen ist Pflicht für alle Winter- und Ganzjahresreifen, die ab Januar 2018 hergestellt werden. Reine M+S-Reifen, die noch bis Ende 2017 produziert wurden, dürfen aber noch fast sieben Jahre lang weitergefahren werden. Herstellungsdatum und Bergpiktogramm mit Schneeflocke findet man auf den Seiten der Reifen. Außerdem ist jetzt auch der Fahrzeug-Halter in der Pflicht, wenn bei Schnee und Eis ohne geeignete Reifen gefahren wird. Dann werden für den Fahrer 60 Euro Strafe fällig und für den Halter 75 Euro. Fährt der Fahrzeug-Halter selbst, zahlt er auch 75 Euro. Zusätzlich gibt's für jeden einen Punkt!

Mehr dazu zum Beispiel beim ADAC.

Betriebsrenten werden attraktiver

Auch in kleinen und mittleren Unternehmen können Arbeitnehmer demnächst mit Zuschüssen zur Altersvorsorge rechnen. Denn der Arbeitgeber muss jetzt nicht mehr für eine Mindesthöhe haften. Mit diesem neuen Gesetz sollen Geringverdiener vor Altersarmut geschützt werden. Dafür gibt es künftig einen gestaffelten Freibetrag bis maximal 208 Euro, der nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird. Und zwar für alle Leistungen aus einer Betriebsrente, einer Basisrente oder einem Riester-Vertrag. Zur Zeit haben nur etwa 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz gibt es beim Bundesministerium der Finanzen.
Weitere Infos erhält man zum Beispiel bei der Allianz.

Steuererklärung einfacher und schneller

Auch das Finanzamt wird moderner: Steuererklärungen werden ab 2018 automatisch geprüft und nur noch bei Auffälligkeiten kontrolliert. Das Einreichen von Belegen ist nicht mehr nötig. Allerdings muss man sie trotzdem weiter sammeln und bei Bedarf vorzeigen.

Außerdem wurden die Fristen zur Abgabe der Steuererklärung verlängert: Erst Ende Juli 2019 müssen die Unterlagen von 2018 beim Finanzamt sein. Wer das nicht schafft, muss demnächst einen verschärften Verspätungszuschlag von 25 Euro pro Monat zahlen. Selbst dann, wenn man mit einer Steuer-Erstattung rechnen kann! Jetzt wird aber nochmal mit den alten Abgabefristen die Steuererklärung für 2017 eingereicht!

Mehr Schutz für Häuslebauer

Private Bauherren haben ab 2018 Anspruch auf detaillierte Baubeschreibungen und verbindliche Angaben zur Fertigstellung – und zwar vor Abschluss eines Vertrages! Neu ist auch, dass man Bauverträge innerhalb von 14 Tagen widerrufen kann. Mit diesen Unterlagen kann der Auftraggeber dann Kredite oder Förderungen beantragen, Angebote vergleichen und hat bei Streitigkeiten auch Beweise in der Hand.

Wichtig: Diese Regelungen zum Verbraucherbauvertrag gelten aber erst für Verträge, die ab dem 1. Januar 2018 geschlossen werden.

Das Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung finden Sie beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mehr Infos gibt es auch bei den Verbraucherzentralen.

Mindestlohn für alle

Ab Januar gibt es keine Ausnahmen mehr: Dann haben Beschäftigte in allen Wirtschaftszweigen Anspruch auf einen gesetzlichen Stundenlohn von mindestens 8,84 Euro. In einigen Branchen haben sich die Tarifpartner für 2018 sogar auf etwas mehr geeinigt: so gibt es in der Pflege zum Beispiel 10,55 Euro im Westen und 10,05 Euro im Osten, das Elektrohandwerk zahlt 10,95 Euro pro Stunde und die Dachdecker bekommen sogar 12,90 Euro. Damit wollen sich die Betriebe gegen Lohndumping aus dem Ausland schützen. Der Mindestlohn gilt immer zwei Jahre lang - erst 2019 wird es also wieder eine Lohnerhöhung geben.

Weitere Details beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dort gibt es auch eine Hotline für Fragen zum Mindestlohn unter der Telefonnummer 030/60 28 00 28.
Mehr zum Thema Mindestlohn auch beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

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