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#service vom 18. Dezember 2017

Das sollte bis Jahresende 2017 noch erledigt werden

Verbraucher | WISO - #service vom 18. Dezember 2017

Themen: Schnelle Hochzeit rettet Ehegattensplitting, Steuern sparen mit Geld ausgeben, Fiskus an Brille und Zähnen beteiligen, TÜV-Termin vorziehen, Riester-Vertrag aufstocken.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.12.2018, 10:14

Schnelle Hochzeit rettet Ehegattensplitting

Heiraten ist nicht nur romantisch, es kann sich auch rechnen: Wer bis Ende Dezember noch die Ringe tauscht, darf in der Steuererklärung 2017 für das gesamte Jahr Ehegattensplitting beantragen. Verheiratete werden dann in einer gemeinsamen Steuererklärung zusammen veranlagt. Dabei rechnet das Finanzamt alle Einkünfte zusammen und halbiert sie wieder – nur für diese eine Hälfte wird dann die Einkommensteuer berechnet. Zum Schluss wird das Ganze wieder verdoppelt - das ist der Betrag, den das Paar zahlen muss. In der Regel viel weniger, als wenn die Einkommensteuer bei jedem einzeln berechnet wird. Vor allem dann, wenn einer deutlich mehr verdient als der andere.

In der Broschüre „Einkommen und Lohnsteuer“ des Bundesministeriums für Finanzen gibt es weitere Infos zum Ehegattensplitting und eine Splittingtabelle zur Einkommensteuer 2017.
Ausführliche Infos zum Ehegattensplitting findet man auch bei der Vereinigten Lohnsteuerhilfe.

Steuern sparen mit Geld ausgeben

Und wenn im nächsten Jahr Nachwuchs kommt, wird einer der Partner vielleicht nicht mehr ganz so viel verdienen. Dann lohnt es sich, größere Ausgaben vorzuziehen, sagt der Bund der Steuerzahler. Wer jetzt noch Fachliteratur kauft, eine Fortbildung bezahlt oder Handwerker beschäftigt, kann diese Kosten auch noch bei der Steuererklärung für 2017 geltend machen. Liegen die Werbungskosten über dem Pauschbetrag von 1.000 Euro, lassen sich damit Steuern sparen. Im nächsten Jahr wird wegen der Elternzeit auch weniger Einkommensteuer fällig – und dann lohnt es sich vielleicht nicht mehr.

Mehr dazu beim Bund der Steuerzahler.

Fiskus an Brille und Zähnen beteiligen

Auch bei den Krankheitskosten heißt es nachzählen: denn die Ausgaben für Zahnersatz, für Brillen, für die Zuzahlung zu Rezepten oder Kuren kann man bei der Einkommensteuer als außergewöhnliche Belastungen angeben. Allerdings nur, wenn sie so hoch sind, dass sie die zumutbare Eigenbelastung überschreiten. Diese Eigenbelastung richtet sich nach der Höhe des Einkommens, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. Der Bundesfinanzhof hat die Grenze gerade gesenkt. Vielleicht lohnt es sich also, jetzt schnell noch eine neue Brille zu kaufen. Wenn im nächsten Jahr jedoch höhere Kosten anfallen werden, sollten die Ausgaben auf das nächste Jahr verschoben werden.

Eine Übersicht zu den zumutbaren Belastungen gibt es zum Beispiel beim Landesamt für Steuern Niedersachen.
Weitere Infos gibt es beim Bundesministerium der Finanzen.

TÜV-Termin vorziehen

Wer sowieso bald zum TÜV muss, sollte das noch im Dezember machen. Denn im nächsten Jahr wird es teurer. Grund ist die Abgasuntersuchung: Hier werden ab Januar 2018 alle Kraftfahrzeuge direkt am Auspuff gemessen. Damit sollen defekte oder manipulierte Abgasanlagen besser entdeckt werden. Bisher sind Fahrzeuge ab Baujahr 2006 noch von der Endrohr-Messung befreit. Sie müssen zwar auch eine Abgasuntersuchung durchlaufen, allerdings nur am Diagnosegerät. Wird kein Fehler angezeigt und ist die Abgasreinigung betriebsbereit, ist die AU bestanden.

Mehr dazu beim ADAC.
Details zu den neuen Richtlinien findet man bei der Kraftfahrzeuginnung.

Riester-Vertrag aufstocken

Auch Riestersparer müssen jetzt nochmal Gas geben. Wer die volle Zulage für 2017 haben will, muss den Eigenbetrag vielleicht noch aufstocken. Spätere Zahlungen werden für dieses Jahr nicht mehr berücksichtigt. Der Staat fördert jeden Riester-Vertrag mit einer Grundzulage und einer Kinderzulage. Um die volle Förderung zu bekommen, muss man jedes Jahr mindestens vier Prozent des versicherungspflichtigen Vorjahres-Einkommens in den Vertrag einzahlen – mindestens aber 60 Euro. Zur Zeit liegt die Grundzulage bei 154 Euro – ab 2018 dann bei 175 Euro. Die Kinderzulage wurde nicht erhöht.

Mehr zur Riester-Rente erfahren Sie bei der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Beim Bundesministerium der Finanzen findet man weitere Infos zur Riester-Rente ab 2018.

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