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Wie Kinder sicher im Netz surfen

Alter, Dauer, Social Media: So schützen Sie ihre Kinder

von Sina Groß

Früher wurden in der Schule Zettelchen ausgetauscht und stundenlang telefoniert. Heute hat sich das ins Internet verlagert. Wann sind Kinder alt genug dafür? Beliebt sind Community- und Messenger-Apps, die können Risiken bergen. So surfen Kinder sicher.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.02.2021

Im Alter von sechs bis 13 Jahre besitzt schon rund die Hälfte der Mädchen und Jungen in Deutschland ein Smartphone. Genutzt wird es vor allem, um mit Freunden und Bekannten zu kommunizieren und im Internet zu spielen.

Ab welchem Alter sollten Kinder surfen?

Doch wann sind Kinder alt genug dafür? Im Grunde erst dann, wenn sich das Kind dort sicher fühlt und der richtige Umgang mit dem Internet erklärt und eingeübt wurde.

  • Wichtig ist, dass Kinder beim Erkunden nicht auf sich alleine gestellt sind.
  • Deshalb sollte der Internetzugang im allgemeinen Wohnbereich statt im Kinderzimmer sein. So haben Eltern die Nutzung des Netzes besser im Blick.

Eltern können die Internetnutzung der Kinder zusätzlich über Familienprofile von Android oder Apple kontrollieren. Die Handys können so kinderfreundlicher gestaltet werden.

Eigenes Benutzerkonto für Kinder erstellen

Hilfreich ist ein eigenes Benutzerkonto für die Kinder, das je nach Alter eingeschränkten Zugang zum Internet bieten sollte. Bis zum Alter von drei Jahren können die Kids erste Erfahrungen sammeln wie:

  • auf der Tastatur tippen,
  • Fotos oder Bildergeschichten anschauen
  • oder per Webcam mit Familienangehörigen sprechen.
  • Empfohlen sind maximal fünf Minuten pro Tag.

Filter fürs Internet nutzen

Zwischen vier und sechs Jahren interessieren sich Kinder vor allem für einfache Spiele oder Seiten mit Bildern und Videos. In dem Alter sollten Eltern beim Surfen begleiten und den Zugang durch Filter und Jugendschutzeinstellungen regulieren. So, dass Kinder nur auf kindgerechte und vorher ausgewählte Seiten zugreifen können. Zwanzig Minuten Surfen pro Tag sind ausreichend.

Eigenes Handy fürs Kind: Internet für Kinder begrenzen

Spätestens ab der Grundschule liebäugeln viele Kids mit einem eigenen Handy. Zu den beliebtesten Angeboten gehören Videoportale und Soziale Netzwerke - auch, wenn viele davon offiziell erst ab 13 Jahren genutzt werden dürfen. Zwischen sieben und zehn sollten Eltern dem Nachwuchs immer mal wieder über die Schulter schauen oder zumindest „in Hörweite sein“, um bei Problemen helfen zu können.

Eine technische Regulierung der Internetnutzung ist auch in diesem Alter sinnvoll, damit Kinder vor allem positive Erfahrungen im Umgang mit dem Web sammeln können. Ein eigenes Handy ist bis zehn Jahre nicht empfehlenswert, da Eltern die aufgerufenen Inhalte und Nutzungszeiten kaum überblicken können. Empfohlen sind maximal 30 bis 45 Minuten täglich.

Tipp: Richten Sie ein wöchentliches Zeitkonto ein, das nicht nur für die Internetnutzung zur Verfügung steht, sondern auch für TV und Computerspiele. So können die Kinder über die erlaubte Nutzungszeit selbst verfügen.

Datenschutz und Urheberrechte erklären

Zu einem bewussten Umgang mit dem Netz gehört auch, dass Kinder die Funktionsweise des Internets verstehen. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern und Lehrer auch über Datenschutz und Urheberrechte aufklären. Hilfe dazu finden Sie auf: internet-abc.de und klicksafe.de.

Ausgewählte und kindgerechte Webseiten, die den Interessen der Kinder entsprechen, lassen sich im Browser als Lesezeichen oder Favoriten abspeichern. Zudem kann eine Lieblingsseite oder Suchmaschine für Kinder wie blinde-kuh.de oder fragfinn.de als Startseite festgelegt werden. Für jüngere Kinder ist es völlig ausreichend, das Internet auf eine Handvoll gute Angebote zu beschränken, beispielsweise über die App "YouTube Kids". Der Surfraum kann dann Schritt für Schritt erweitert werden.

Social Media: Jugendschutz im Internet

Spätestens, wenn der überwiegende Teil der Klasse Social Media wie WhatsApp, Instagram, Snapchat oder TikTok nutzt, wollen die anderen das auch. Doch solche Netzwerke und Messenger sind nicht für jedes Alter geeignet - auch aus Sicht der Anbieter.

So müssen User von Facebook laut Nutzungsbedingungen mindestens 13 Jahre alt sein, ebenso wie bei Instagram, Snapchat oder Tiktok. Bei letzterem brauchen Kinder immer die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Das gilt auch für YouTube.

Hintergrund ist, dass für jüngere Nutzer keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sind. So sind sie Risiken ausgesetzt, wie beispielsweise der ungewollten Kontaktaufnahme durch Fremde. Tipp: Auch wenn eine Überprüfung des tatsächlichen Alters nicht stattfindet, sollten Eltern diese Altershinweise ernst nehmen und mit ihrem Kind darüber sprechen, warum die Nutzung bestimmter Dienste vielleicht (noch) nicht geeignet ist.

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