Teuer oder billig: Kerzen

Verbraucher | WISO - Teuer oder billig: Kerzen

Sind die teuren Kerzen besser als die billigen? Wir machen den Check – passend zur Vorweihnachtszeit mit drei teuren und drei billigen roten Stumpenkerzen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.12.2017, 19:25

Kerzen sind überwiegend Saisonware: Besonders im Winter, wenn die Tage kürzer sind und Weihnachten vor der Tür steht, sind Kerzen beliebt. Doch die Preise unterscheiden sich gewaltig – je nach Marke, Herstellung und Design. Rechtfertigt die Qualität die Preise?

Die meisten Kerzen sind aus Paraffin, das man in der Regel aus Mineralöl gewinnt. Auch pflanzliche und tierische Fette werden verwendet. Seltener sind Kerzen aus reinem Bienenwachs. Allein in Deutschland verbrennen rund 200.000 Tonnen Kerzen pro Jahr. Das sind fast 30 Prozent aller gekauften Kerzen in der EU.

Ein Dauerbrenner in der Vorweihnachtszeit sind rote Stumpenkerzen. Sie gehören zum klassischen Adventskranz einfach dazu. Die Preise für die roten Stumpen variieren stark. Wir wollen wissen: Teuer oder billig – macht der Preis den Unterschied?

Im Check Stumpenkerzen mit sechs cm Durchmesser

Hemsjö von Ikea haben wir für umgerechnet 26 Cent pro 100 Gramm gekauft, die Kerze von Melinera bei LIDL für 31 Cent. Die Rossmann-Hausmarke Rubin ist für 38 Cent zu haben. Die Teuren: 100 Gramm der Eika-Kerzen kosten durchschnittlich 71 Cent, die Stumpen der real-Hausmarke 86 Cent. Die Kerzen von Depot gibt es im Schnitt für 88 Cent. 26 Cent oder dreimal mehr – das ist ein ordentlicher Preisunterschied. Aber lohnt es sich, die teuren Kerzen zu kaufen? Brennen teure Kerzen länger und besser?

In einem Kerzenprüflabor der DEKRA in Stuttgart werden seit über 20 Jahren Kerzen aller Art getestet. Das Labor prüft dabei nach der Richtlinie RAL-GZ 041. Das RAL-Gütesiegel können nur Kerzen bekommen, die diesen Anforderungen genügen. Drei Kerzen im Test tragen das RAL-Gütesiegel: die Stumpen von Lidl, Eika und die von Real.

Schadstoffprüfung

Wir wollten wissen, welche unserer sechs Kerzen am besten abschneidet und machten zunächst eine Schadstoffprüfung. Dafür wurden in unserer Stichprobe von jeder Marke drei Kerzen untersucht. Die Brennmasse wurde dabei auf die wichtigsten Parameter, den Schwefelgehalt und mögliche Lösemittelrückstände untersucht. Je nach Qualität des verwendeten Rohmaterials könnten diese Schadstoffe in der Kerze vorhanden sein. Doch bei den Schadstoffen blieb alles unterhalb der Grenzwerte der Prüfnorm.

Abbrandprüfung

In einem zweiten Test folgte die sogenannte Abbrandprüfung. Diese läuft wie folgt ab: Vier Stunden lang brennt die Kerze, dann folgt eine Stunde Pause. Dies wird wiederholt bis zum selbstständigen Erlöschen der Kerze. Wie schlagen sich die Kerzen bei der Abbrandprüfung? Und vor allem: Wie sieht es mit der Brenndauer aus? War eine Brenndauer auf der Kerze angegeben, wurde sie auch eingehalten.

Da die Kerzen unterschiedlich groß sind, messen wir noch den Brennstoffverbrauch pro Stunde. Welche Kerze ist die Sparsamste? Die Kerze von Ikea liegt auf Platz eins, auf Platz zwei die von Real. Es folgt die Stumpe von Depot, dicht dahinter die von Eika. Der fünfte Platz geht an LIDL. Auf dem letzten Rang liegt Rossmann.

Brennstoffverbrauch der Kerzen
Ergebnisse „stündlicher Brennstoffverbrauch in g/h“:
Ikea Hemsjö 3,2 g/h
Real quality 4,1 g/h
Depot 4,4 g/h
Eika 4,6 g/h
Melinera LIDL 4,9 g/h
Rubin Rossmann 6,0 g/h

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