#service vom 18. Januar 2016

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Verbraucher | WISO - #service vom 18. Januar 2016

Themen: Werbung bei WhatsApp, Riester-Rente prüfen, Facebook-Freunde, Istanbul-Reisen kostenlos stornieren.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 17.01.2017, 00:00

Themen: Werbung bei WhatsApp?, Riester-Rente prüfen, Facebook-Freunde, Istanbul-Reisen kostenlos stornieren.

Werbung bei WhatsApp?

WhatsApp wird bald kostenlos. Der Kurznachrichtendienst will sein Bezahl-Abo abschaffen und stattdessen mit Geschäften und Unternehmen Geld verdienen. Die sollen demnächst dafür zahlen, dass sie mit Kunden über WhatsApp in Kontakt treten können. Vor zwei Jahren hatte die Geschäftsführung noch beteuert, dass der Messenger weder verkauft werde noch dass Werbung zugelassen würde. Wenig später war WhatsApp an Facebook verkauft. Jetzt wird wohl auch die Werbefreiheit aufgeweicht, befürchten Experten. Denn das Geschäft mit den Daten lohnt sich – weltweit nutzen mehr als 900 Millionen Menschen WhatsApp.

Riester-Rente prüfen

Der Bundesgerichtshof hat undurchsichtige Klauseln in den Riester-Verträgen der Allianz gekippt. Denn der Konzern hat einem Großteil seiner Versicherten keine Überschussbeteiligung gezahlt. Betroffen sind rund 800.000 Verträge, die zwischen 2008 und 2013 abgeschlossen wurden – von Sparern mit geringem Einkommen, von Familien mit vielen Kindern und von Menschen, die erst sehr spät einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben. Die Allianz will jetzt einen Ausgleichsbetrag gutschreiben. Für diese Nachforderung gibt es bei der Verbraucherzentrale Hamburg für 90 Cent einen Musterbrief. Bundesgerichtshof, Az.: IV ZR 38/14 – die Entscheidung liegt noch nicht gedruckt vor: juris.bundesgerichtshof.de. Weitere Infos gibt es bei der Verbraucherzentrale Hamburg: vzhh.de

Das sagt die Allianz: „Der BGH hat im Zusammenhang mit der Beteiligung an Kostenüberschüssen von Riester-Verträgen zwei Klauseln der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für unwirksam erklärt, da eine Summengrenze in diesem Zusammenhang für die Kunden nicht erkennbar gewesen sei. Bereits seit 2014 beteiligt Allianz Leben Verträge mit den entsprechenden Klauseln (Abschluss ab dem Jahr 2008) unabhängig von einer Summengrenze an den Überschüssen. Nach dem Urteil wird Allianz Leben die Verträge nun so stellen, als hätte es diese Grenze nicht gegeben und entsprechend den Verträgen einen Ausgleichsbetrag für die Jahre 2008 – 2013 gutschreiben. Bei Verträgen jüngeren Datums sind die AVB im Hinblick auf die Kostenüberschussbeteiligung bereits eindeutig formuliert worden.“

Facebook-Freunde

Soziale Netzwerke wie Facebook dürfen über die privaten Mail-Register ihrer Nutzer keine Werbung verschicken. Denn automatisierte Einladungsmails an Menschen, die Facebook nicht nutzen, sind eine unzumutbare Belästigung, sagt der Bundesgerichtshof. Jetzt dürfen persönliche Daten nicht mehr ohne Einwilligung der Betroffenen für Werbezwecke genutzt werden. Schließlich entscheiden sich viele Verbraucher ganz bewusst gegen ein Online-Netzwerk, heißt es beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Der hatte Jahre lang gegen die unlautere Werbung geklagt.

In der Zwischenzeit hat Facebook die Freunde-Funktion überarbeitet, speichert aber immer noch die Kontaktdaten von Nicht-Mitgliedern und schickt weiter Einladungs-Erinnerungen. Bundesgerichtshof, Az.: I ZR 65/14 – die Entscheidung liegt noch nicht gedruckt vor: juris.bundesgerichtshof.de

Das sagt der VZBV: vzbv.de. Das sagt Facebook: "Wir erkennen die Entscheidung des Bundesgerichtshofes bezüglich des Tools, das wir 2010 angeboten haben, an. Wir sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, unseren Service zu verbessern. Wie andere Internetservices, die eine „find a friend“-Option anbieten, die das Gericht überprüft hat, warten wir die Veröffentlichung des vollständigen Beschlusses durch das Gericht ab und werden diesen Beschluss prüfen, um beurteilen zu können, ob es irgendwelche Auswirkungen auf unsere Services heute gibt.“ Eine detailliert Erklärung der Funktion findet man unter: facebook.com

Istanbul-Reisen kostenlos stornieren

Nach dem Terror-Anschlag in Istanbul können Urlauber ihre Städte-Reise bei den meisten Unternehmen jetzt umbuchen oder stornieren. Denn zur Zeit besteht ein Kündigungsrecht wegen Gefährdung durch höhere Gewalt. Kunden der TUI-Gruppe können nur noch bis Mitternacht kostenlos stornieren, die von Thomas Cook bis zum 22. Januar. Wer mit den Firmen der DER Touristik unterwegs ist, hat bis zum 10. Februar Zeit, umzubuchen oder zu stornieren. Für bereits gebuchte Badeurlaube in anderen Teilen der Türkei gilt diese Regelung allerdings nicht.

Reisehinweise des Auswärtigen Amtes: auswaertiges-amt.de Info-Blog des Reiserechtlers Ernst Führich: reiserecht-fuehrich.blogspot. Mehr dazu auch bei der Verbraucherzentrale Hamburg: vzhh.de. Stornierungshinweis Thomas Cook: thomascook.de,TUI: tui.com. DER-Touristik: „Die Veranstalter der DER Touristik (ITS, Jahn Reisen, Travelix, Dertour, Meier’s Weltreisen, ADAC Reisen) haben ihr Gäste direkt oder über die Reisebüros über die kostenlosen Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeit für Istanbul-Reisen bis zum 10.02.2016 informiert. Deshalb ist online kein zusätzlicher Hinweis dazu zu finden.“

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