Vom leiblichen Vater zum Scheinvater

Zukünftiger Auskunftsanspruch für Unterhaltsklage

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Wenn Väter erfahren, dass das geliebte Kind nicht das leibliche ist, sollen sie zukünftig einen Auskunftsanspruch gegenüber der Mutter haben, wer der Erzeuger ist. Ob und wie der leibliche Vater finanziell in Regress genommen werden kann, ist offen.

Beitragslänge:
9 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.03.2018, 19:25

Wieviele Kuckuckskinder gibt es in Deutschland? Dazu gibt es unterschiedliche Erhebungen. Man liest immer wieder, dass in jeder Schulklasse ein Kuckuckskind vorhanden sein soll. Das es zehn Prozent der Kinder sein sollen. Nach den Erfahrungen von Rechstanwältin Dr. Kerstin Aust, die in dem Bereich promoviert hat, seien nicht mal ein Prozent der geborenen Kinder Kuckuckskinder. In Ihrem Fachartikel zum Thema Scheinvaterregress geht sie darauf ein.

Erfährt ein Vater, dass er nicht der leibliche Vater ist, sollte er sich Hilfe bei einem Fachanwalt für Familienrecht holen. Diese Möglichkeiten hat er: Er kann die Vaterschaft anfechten (innerhalb von 2 Jahren ab Kenntnis), er kann dann den Unterhalt von dem leiblichen Vater zurück verlangen, wenn er diesen kennt. Kennt er ihn nicht, hat er bis jetzt Pech gehabt. Erst mit dem von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) geplanten Gesetz wird der Vater gegenüber der Mutter einen Auskunftsanspruch erhalten, wer der leibliche Vater ist.

Scheinväter, aber auch die Kuckuckskinder und selbst die Mütter können sich im Internet-Blog „Kuckucksvater“ austauschen, Infos und Rat holen. Der Blog schreibt selbst: Der Blog für Kuckuckskind, Scheinvater, Vater und Kuckucksmutter.

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