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#service vom 11. Mai 2020

von Dagmar Deilmann-Werra

Hilfe für Thomas-Cook-Kunden, Regeln für den Sommer-Urlaub, Wohnungssuche per Video, Vorsicht bei Schutzmasken

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2 min
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11.05.2020
Video verfügbar bis 11.05.2021

Nach der Thomas-Cook-Pleite gibt es endlich Geld! Der Bund hatte versprochen, einzuspringen und Pauschalurlaubern eine Entschädigung zu zahlen, weil die Insolvenzversicherung nicht ausgereicht hat. Dafür hat das Verbraucherschutzministerium jetzt ein kostenloses Anmeldeportal freigeschaltet. Hier können Kunden der gesamten Thomas-Cook-Gruppe, aber auch von Bucher Reisen & Öger Tours und der Tour Vital Touristik eine Kostenerstattung online beantragen. Je nach Veranstalter gibt es eigene Seiten, auf denen man seine Daten eingeben und Belege hochladen kann. Voraussetzung ist allerdings, dass man seine Ansprüche schon beim Insolvenzverwalter angemeldet hatte. Die Prüfung der Fälle kann dann aber noch Monate dauern.

Regeln für den Sommerurlaub

Noch bis Mitte Juni gilt die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Kann man seinen Sommerurlaub also vielleicht zurückgeben, aufsparen oder aufs nächste Jahr übertragen? Wenn der Urlaub schon genehmigt wurde, muss man sich mit seinem Arbeitgeber einigen, sagen die Experten für Arbeitsrecht. Einfach zurückgeben geht nicht. Denn pro Jahr stehen jedem Arbeitnehmer vier Wochen Urlaub zu - damit man sich erholen kann. Ein Aufsparen oder Auszahlen der Urlaubstage ist also nicht möglich. Nur aus betrieblichen Gründen kann der Urlaub übertragen werden - oder wenn man krank wird. Er muss dann aber auch bis März genommen werden, sonst verfällt er.

Mehr dazu in „Corona und das Arbeitsrecht: Muss ich Sommerurlaub auf Balkonien machen?“, Legal Tribune Online, 27.04.2020

Wohnungssuche per Video

Wer in Corona-Zeiten eine Wohnung sucht, sollte auf einem persönlichen Besichtigungstermin bestehen. Denn bei reinen Online-Rundgängen kann man nicht alle Mängel gleich erkennen, warnt der Deutsche Mieterbund. Verschweigt der Vermieter Schimmelecken oder defekte Fenster, könnte der Mieter den Vertrag anfechten und Schadensersatz verlangen. Entspricht die Wohnung überhaupt nicht dem online-Angebot, steht dem Mieter eventuell sogar ein Widerrufsrecht zu. Und die Kaution sollte man auf jeden Fall erst zahlen, wenn man schon eingezogen ist.

Mehr dazu beim Deutschen Mieterbund
Weitere Tipps zum Mieterschutz in Corona-Zeiten

Vorsicht bei Schutzmasken

Das Bundeskriminalamt und Interpol warnen vor minderwertigen Gesichtsmasken, gefälschten Corona-Tests und illegalen Arzneimitteln. Betrüger versuchen, aus der Corona-Krise Kapital zu schlagen und bieten im Internet wirkungslose Desinfektionsmittel an und angebliche Medikamente gegen Viren, die überhaupt nicht zugelassen sind. Wer also Masken und Arzneimittel online bestellt, sollte nur über Apotheken kaufen, die auch eine Erlaubnis für den Versandhandel in Deutschland haben, rät das BKA.

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