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#service vom 26. August 2019

von Susanne Pohlmann

Themen: Produktrückruf bei Rewe; Änderungen beim Online-Banking; Streupflicht auf Supermarktparkplatz; Schutz von Heimbewohnern vor Verbrühungen

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.08.2020

Rückruf Rewe

Fruchtaufstrich Rewe ruft das Produkt „REWE Bio Sauerkirsch 75% Frucht“ zurück. Der Fruchtaufstrich könnte kleine transparente Glasstückchen befinden, die Schnittverletzungen in Mund und Speiseröhre, oder auch im Magen- und Darmtrakt verursachen können. Vom Verzehr des betroffenen Produkts wird daher dringend abgeraten. Betroffen sind 250-Gramm-Gläser mit dem Mindeshaltbarkeitsdatum 25.10.2020. Das Produkt wurde bundesweit verkauft. Auch ohne Kassenbon können die Kunden die Gläser zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet.

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Änderungen beim Onlinebanking

Für das Bezahlen im Netz und beim Onlinebanking gelten in der EU ab dem 14. September neue Sicherheitsvorkehrungen. Kunden müssen ihre Identität mit zwei von folgenden drei Möglichkeiten nachweisen:

  • Wissen = Geheimnummer oder PIN.
  • Besitz = das Smartphone oder die Original-Zahlungskarte.
  • Und Sein = ein biometrisches Merkmal wie ein Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.

Bei kleineren Einkäufen unter 30 Euro können die Geldhäuser darauf verzichten. Bei Kreditkartenzahlungen sind die Vorgaben besonders streng. Hier gewährt die Bafin den Banken zunächst eine Übergangsfrist, um Störungen bei Internetzahlungen zu verhindern. Die neuen Regelungen sollen es Betrügern im Netz schwerer machen.

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Keine Streupflicht auf Supermarktplatz

Wer im Winter auf einem Supermarktparkplatz parkt muss mit Glatteis rechnen. Der Betreiber ist nicht dazu verpflichtet, zwischen den einzelnen Parkbuchten zu streuen. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden. Das Gericht wies damit die Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Klage und Schadenersatzklage einer Aldi-Kundin ab. Die Frau rutschte beim Aussteigen auf einer gefrorenen Stelle aus und stürzte. Sie verlangte knapp 1000 Euro Schadenersatz und mindestens 15.000 Euro Schmerzensgeld. Der BGH wies wie schon die Vorinstanzen die Klage ab. Die Karlsruher Richter erklärten, die Sturzgefahr zwischen den Autos sei eher gering, außerdem könnten sich die Wageninsassen sich an ihren Autos festhalten. Der Supermarkt-Betreiber müsse zwar einen möglichst gefahrlosen Zugang vom Parkplatz zum Supermarkt gewährleisten, ein regelmäßiges Streuen per Hand zwischen den einzelnen Autos sei hingegen wegen des hohen Aufwands unzumutbar.

Zum Urteil des BGH!

Schutz von Heimbewohnern vor Verbrühungen

Wohnheime für behinderte Menschen sind grundsätzlich verpflichtet, ihre hilfsbedürftigen Bewohner vor Gefahren wie zu heißem Wasser beim Baden schützen. So urteilte der Bundesgerichtshof im Fall einer 50-jährigen geistig behinderten Heimbewohnerin aus Bremen.
Deren Betreuerin hatte ihr erlaubt, selbständig ein Bad einzulassen und hatte sich mit fast 100 Grad heißem Wasser schwerste Verbrühungen an Füßen und Unterschenkeln zugezogen. Infolge der Verletzungen waren mehrere Hauttransplantationen erforderlich. Die rechtlich von ihrer Mutter vertretene Frau ist nun auf einen Rollstuhl angewiesen und verlangte mindestens 50.000 Euro Schmerzensgeld und eine monatliche Rente von 300 Euro. Der Heimbetreiber habe entweder die Armaturen mit Sicherheitsvorkehrungen versehen oder aber der Betreuer die Wassertemperatur vor dem Bad prüfen müssen.

Zum Urteil des BGH!

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