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#service vom 4. Juni 2018

Verbraucher | WISO - #service vom 4. Juni 2018

Themen: Fluggastrechte der EU gelten auch im Ausland, Vorsicht bei Ferienwohnungen aus dem Internet! Mehr Arbeit für den Ombudsmann, Entschädigung für fehlende Buchung.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.06.2019, 19:25

Fluggastrechte der EU gelten auch im Ausland

Flugreisende haben bei Verspätung von Anschlussflügen auch im Ausland ein Recht auf Entschädigung. Und zwar dann, wenn die beiden Flüge zu einer einzigen Buchung gehören.

Vor dem Europäischen Gerichtshof (Az.: C-537/17) ging es um einen Flug von Deutschland nach Marokko. Weil der Flieger aus Berlin schon mit Verspätung in Casablanca ankam, verpasste die Klägerin den Anschlussflug nach Agadir und musste vier Stunden warten. Eine Entschädigung dafür hatte Air Maroc abgelehnt, weil es sich um einen innermarokkanischen Flug handeln würde, bei dem die europäischen Fluggastrechte nicht greifen. Laut EuGH ändert aber auch eine Zwischenlandung im nicht-europäischen Ausland nichts an den bestehenden Ansprüchen.

Vorsicht bei Ferienwohnungen aus dem Internet!

Betrüger bieten zur Zeit wieder Ferienhäuser an, die es gar nicht gibt, warnen die Verbraucherzentralen. Vor allem bei supergünstigen Schnäppchen sollte man vorsichtig sein! Prüfen Sie deshalb, ob Name und Adresse angegeben sind und versuchen Sie, dort anzurufen. Keine Vorkasse mit vollem Preis! Und kein Bargeldtransfer mit Western Union oder dergleichen – zahlen Sie nur per Lastschrift oder Kreditkarte. Wer trotzdem reingefallen ist, sollte sich sofort bei der Polizei vor Ort melden.

Mehr Arbeit für den Ombudsmann

Im letzten Jahr gingen so viele Versicherungs-Beschwerden ein wie noch nie, sagt Günter Hirsch, der ehemalige Präsident des Bundesgerichtshofes. Grund sind vor allem die sogenannten Massenbeschwerden zur Abgasaffäre bei VW. Der Ombudsmann sucht bei Konflikten mit Versicherungen eine gütliche Lösung. Bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro kann er aber auch selbst entscheiden. Für Verbraucher ist das kostenlos.

Weitere Infos und einen Schlichtungsantrag findet man auf den Seiten des Ombudsmannes. Der Jahresbericht 2017 des Versicherungsombudsmannes.

Entschädigung für fehlende Buchung

Ist die Kreuzfahrt geplatzt, gibt es Entschädigung – allerdings nicht in voller Höhe des Reisepreises. Laut Bundesgerichtshof reichen 73 Prozent, wenn der Kunde einen Ersatz-Urlaub machen kann. Ein Ehepaar hatte kurzfristig umschwenken müssen, weil auf dem Kreuzfahrer keine Kabine für sie gebucht war. Stattdessen machten sie einen Mietwagen-Trip durch die USA. Dafür wollten sie Entschädigung und die Erstattung der Mehrkosten. Es geht aber nur eins: entweder gibt es Geld für die ausgefallene Reise oder es werden die Mehrausgaben für den Ersatz-Urlaub bezahlt. Bundesgerichtshof, Az.: X ZR 94/17 -  die Entscheidung liegt noch nicht gedruckt vor.

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