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Geringere Miete durch Wohngeld

Mehr Wohngeld ab 2020: Anspruch, Höhe, wo beantragen?

von Niklas Feil

Die Immobilienpreise sind in den Ballungszentren kräftig gestiegen. Mieter müssen immer tiefer in die Tasche greifen. Wer sich die Miete mit seinem Einkommen nicht leisten kann, kann in Form von Wohngeld eine Unterstützung vom Staat erhalten.

Beitragslänge:
4 min
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Wohngeld beantragen

Wohngeld gibt es für Mieter mit wenig Geld als Mietzuschuss zur Kaltmiete. Auch bedürftige Wohneigentümer können Wohngeld als Lastenzuschuss erhalten. Damit können zum Beispiel Finanzierungs- und Instandhaltungskosten bezahlt werden.

Ob jemand Wohngeld erhält und in welcher Höhe, ist abhängig von der Höhe der Kaltmiete beziehungsweise der Lasten für Eigentümer, Anzahl der Haushaltsmitglieder, Höhe des Gesamteinkommens und in welcher Stadt oder Gemeinde Sie wohnen.

Wohngeld mit Wohngeldrechner berechnen

Ob Sie wohngeldberechtigt sind, können Sie selbst mit einem Wohngeldrechner prüfen. Diesen gibt es auf der Internetseite des Bundesinnenministeriums. Sie können sich ebenso direkt bei Ihrer Stadtverwaltung beraten lassen.

Wohngeld Anspruch

Grundsätzlich kann jeder Bürger mit geringem Einkommen einen Antrag auf Wohngeld stellen. Als Orientierung gilt der Hartz4-Regelsatz plus die Warmmiete.

  • Keinen Anspruch auf Wohngeld haben: Bezieher von Hartz4, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter, weil in diesen Sozialleistungen die Kosten für Heizung und Unterkunft bereits enthalten sind.

Wohngeld: Einkommen, Freibeträge und Vermögen

Da das Wohngeld immer nur für ein Jahr bewilligt wird, sollten Sie nicht vergessen, zwei Monate vor dem Auslaufen einen neuen Antrag zu stellen. So lassen sich Zahlungslücken vermeiden.

  • Beim Wohngeldantrag müssen Sie neben Ihrem Gehalt auch Einkünfte aus Kapitalvermögen angeben, wie zum Beispiel Zinsen von Sparkonten.
  • Allerdings gibt es beim Wohngeld hohe Freibeträge. 60.000 Euro Vermögen bleiben unberücksichtigt. 30.000 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied.
  • Sobald sich Ihre Miete oder Ihr Einkommen um mehr als 15 Prozent ändert oder die Anzahl der Haushaltsmitglieder, müssen Sie das der Wohngeldstelle mitteilen.

Wohngeld ab 2020

Ab 1. Januar 2020 gelten für das Wohngeld neue, bessere Regeln:

  • Durch die Wohngeldreform erhöhen sich die Leistungen um bis zu 30 Prozent.
  • Für Gegenden mit angespanntem Wohnungsmarkt wird eine weitere Mietstufe zur Berechnung des Wohngeldes eingeführt. Diese verbessert die Chancen, auch in teuren Wohngegenden den Zuschuss zu erhalten.
  • Außerdem wird das Wohngeld alle zwei Jahre an die Mieten- und Einkommensentwicklung angepasst.
  • Ab 2021 wird die Warmmiete, und damit die Kosten für Heizung und Strom, berücksichtigt.

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