#service vom 31. Oktober 2016

Verbraucher | WISO - #service vom 31. Oktober 2016

Themen: Falle beim Elterngeld, Lebensmittel-Warnungen, Begrenzung von Ketten-Verträgen, Kritik an Gesundheits-Apps.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.10.2017, 19:25

Wer vor der Geburt seines Kindes selbständig war und dabei Verluste gemacht hat, muss mit weniger Elterngeld rechnen. Denn Verluste aus selbständiger Tätigkeit werden mit dem Einkommen aus einer angestellten Tätigkeit verrechnet. Und das kann zu Einbußen führen. Schließlich sei für die Berechnung des Elterngeldes bei Selbständigen immer das letzte Steuerjahr wichtig, sagt das Bundessozialgericht. Und nicht – wie bei Angestellten – das Einkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Dieses Steuerjahr gilt also auch für sogenannte Misch-Einkünfte. Bundessozialgericht, Az.: B 10 EG 5/15 R

Lebensmittel-Warnungen

Bei Lebensmitteln gibt es gleich mehrere Warnungen: so muss ALDI-Nord die Harzer Schinkenwürstchen der Eigenmarke Goldkrone zurückrufen - hier wurden Salmonellen gefunden. Das ist auch der Grund für den Rückruf der Gemahlenen Haselnusskerne von Trader Joe´s bei ALDI. In Bio-Märkten wird vor der Tomatensauce Sugo Pronto von Denree gewarnt – hier wurden Glasscherben gefunden. Und der Drogeriemarkt dm muss sein Stollenkonfekt zurückrufen – der Artikel enthält Haselnüsse und das kann für Allergiker gefährlich werden.

Begrenzung von Ketten-Verträgen

Arbeitnehmer dürfen ohne sachlichen Grund höchstens neun Kettenverträge bekommen. Ei-gentlich ist nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz eine Begrenzung nur für zwei Jahre vorgesehen. Das Bundesarbeitsgericht hat aber klargestellt, dass die Tarifparteien durchaus eigene Regelungen treffen können. Allerdings dürften dabei die gesetzlichen Grenzen höchstens um das Dreifache überschritten werden. Eine Befristung von Arbeitsverhältnissen ohne sachlichen Grund ist also bei Tarifverträgen insgesamt sechs Jahre lang zulässig. Bundesarbeitsgericht, Az.: 7 AZR 140/15

Kritik an Gesundheits-Apps

Der Markt für sogenannte Gesundheits-Apps boomt. Sie sollen helfen, Krankheiten vorzubeugen oder den Umgang damit zu erleichtern, etwa bei Diabetes. Doch rund 80 Prozent der Apps seien unsicher, bemängeln Verbraucherschützer und IT-Experten. Nur wenige App-Anbieter geben sich im Impressum zu erkennen  und in vielen Fällen fehlt eine Datenschutzerklärung. Nutzer sollten deshalb bei jeder App kritisch hinsehen, nicht ausschließlich nach kostenlosen Angeboten suchen und unbedingt Warnmeldungen der Betriebssysteme beachten, bevor sie einer Nutzung zustimmen.

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